14/03 - Das MRT habe ich hinter mir, nun haben wir noch knapp 6 Wochen Zeit bis zu meiner Knie OP. Unser Frühjahrsziel ist Südfrankreich und wir hoffen dort auf einige sonnige Tage. Heute wollen wir nur 500 km fahren - bis kurz hinter Saarbrücken auf die französische Seite.
Aus geplanten 5 Stunden Fahrt werden 8 Stunden mit drei kleinen Pausen. Kurz vor Kassel wird die Autobahn komplett gesperrt (war 10 Stunden gesperrt), auf der Umleitungsstrecke ist ein endloser Stau und Stillstand. Nichts geht mehr. Wir wenden das Auto, machen Essenspause und nehmen einen neuen Anlauf mit großem Umweg.
Irgendwann sind wir wieder auf der Autobahn, stoppen kurz in einem Campingladen und fahren dann zügig zum Übernachtungsziel.
In Saint-Avold gibt es einen ruhigen Übernachtungsplatz von Camping-Car-Park - CCP. Es ist nicht viel los hier, wir sind froh, dass wir einen leckeren Wrap finden. Sind auch von der Fahrt ein wenig genervt und verziehen uns gegen 20 Uhr ins warme Auto. Draußen sind es jetzt 5 Grad. Unterwegs, so ab Frankfurt , haben wir schon viele blühende Bäume gesehen. Bei uns Zuhause ist ja alles noch kahl.
15/03 - Die Nacht war ruhig und sehr kalt mit 0 Grad. Nach dem Frühstück fahren wir in den Nachbarort zum Tanken. Hier gibt's den Diesel für 1,899 €. Dann geht's in Metz auf die Autobahn in Richtung Süden. Durch Lyon wollen wir heute am Sonntag unbedingt fahren. Da ist die Straße in der Woche immer sehr voll und die Autobahn führt mitten durch die Stadt.
Vorher stoppen wir zur Kaffeezeit noch für einen kleinen Spaziergang in dem hübschen Ort Beaune. Mittlerweile sind es sonnige 10 Grad.
Hier sind die Bäume auch schon grün, die Forsythien stehen schon in voller Blüte.
Die Durchfahrt von Lyon klappt gut, gegen 18 Uhr erreichen wir unseren CCP Übernachtungsplatz in La-Roche-de-Glun. Nach der langen Fahrt machen wir es uns im Camper gemütlich.
16/03 - Heute früh strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Gut 2 Stunden Fahrt haben wir noch vor uns. Unser Ziel ist der Campingplatz La Brise de Camargue in Saintes-Maries-de-la-Mer.
Problemlos kommen wir voran und erreichen den Platz gegen 11:30 Uhr. Es ist ein sehr großes Gelände, die wenigen Camper kommen alle um ein Waschhaus herum unter. Es ist sonnig und windig bei 19 Grad.
Am Nachmittag schauen wir uns schon Mal ein wenig den Ort an. Zahlreiche Shops und Restaurants wechseln sich ab. Nur fehlen heute die Besucher. Es sieht doch sehr trostlos aus.
Saintes-Maries-de-la-Mer - Die heimliche Hauptstadt der Camargue ist bekannt für ihre große Zigeunerwallfahrt im Mai jeden Jahres. Tausende von Roma und Sinti aus ganz Europa nehmen daran teil, begleitet von vielen Touristen. Bekannt ist die Camargue vor allem als Naturschutzgebiet. Attraktionen sind die wildlebenden Herden der weißen Camargue-Pferde, einer nur hier vorkommenden Pferderasse, sowie die teilweise sehr großen Herden der Camargue-Stiere. Im Naturschutzgebiet lebt eine mit 400 Arten reiche Wasservogelwelt z.B. die Rosaflamingos.
Am Abend fahren wir noch einmal in den Ort und können tatsächlich schon um 18:30 Uhr speisen. Wir bestellen uns ein Menü und sind sehr zufrieden.
17/03 - Nach zwei Reisetagen ohne viel Bewegung ist es an der Zeit, mal wieder etwas Sportliches zu unternehmen. Heute geht's mit den Rädern auf Tour. Ziel ist der hübsche Ort Aigues-Mortes. Die 33 km dorthin müssen wir leider überwiegend entlang der Straße fahren und mit kräftigem Gegenwind. Es gibt aber neben der Fahrspur auch eine separate Spur für Radfahrer.
Die Altstadt ist tatsächlich komplett von einer Mauer umschlossen und hat unzählige Torbögen als Eingang. Man kann die Mauer auch besteigen und die Stadt umrunden, aber das sparen wir uns. Beim Bummel durch die Altstadt entdecken wir viele schöne Geschäfte für die Touristen. Als wir einen "Inder" sehen, beschließen wir spontan, dort zum Mittagstisch einzukehren. Immer wieder lecker 😃
Dann machen wir uns auf kürzestem Weg zurück zum Campingplatz. Unterwegs sehen wir Spargelfelder, viele Weinreben und natürlich auch die bekannten Pferde und Rinder. Flamingos haben wir heute nicht zu Gesicht bekommen. Viele Flächen stehen unter Wasser. Da wird wohl der Reis angebaut.
Der Gegenwind macht sich natürlich bei unseren Akkus bemerkbar. Am Campingplatz laden wir gleich wieder für morgen auf!
Auf dem Platz genießen wir den Rest des Tages in der warmen Sonne mit 20 Grad.
Heute schwirren hier unzählige Mücken um uns rum. Gestochen hat uns aber noch keine. Ist vielleicht zu früh im Jahr????
18/03 - Ab heute Mittag sollen wir Sturmböen bis 75 km/h bekommen. Bis dahin bummeln wir durch die niedliche Stadt. Sehr gemütlich geht es hier z.Zt. zu. Cafés, Restaurants und Souvenirläden wechseln sich ab. Die Preise in den Restaurants sind ok, das kennen wir anders in Frankreich. Aber 5€ und mehr für eine Tasse Kaffee oder Cappuccino, 14€ für einen Eisbecher finden wir schon teuer.
Salz und Reis in mehreren Farben aus der Camargue werden hier hauptsächlich angeboten. Wir haben uns zum Testen den schwarzen Reis gekauft.
Zurück am Platz verlängern wir unseren Aufenthalt noch bis Samstag.
19/03 - Am Vormittag bleiben wir am Auto in der Sonne sitzen. Zum Radfahren soll es schon wärmer sein und daher starten wir erst gegen 13 Uhr. Gleich hinter dem Campingplatz kommt man auf einen Radweg, der immer am Meer entlang führt. Eine wunderschöne Strecke, überall sieht man Flamingos. Wir fahren bis zum Leuchtturm Phare de la Gacholle, machen da eine Trinkpause und kehren wieder um. Da legen wir uns lieber noch eine Stunde in die Sonne am breiten Strand.
Heute Abend kochen wir uns den schwarzen Reis. Das ganze Wasser ist ja schwarz und färbt tüchtig. Dazu gibt's Möhren, Avocado und Lachs. Sehr lecker 👍
20/03 - Heute ist Markttag in Saintes-Maries-de-la-Mer. Schöne Dinge gibt es hier zu kaufen. Wir decken uns mit reichlich Oliven und Tapenade ein. Heute ist die Stadt durch die Marktbesucher sehr belebt.
Am letzten Tag am Meer müssen wir unbedingt noch einmal Muscheln essen. Die bekommt man hier in vielen Variationen und in fast jedem Restaurant. Rudi wählt Moules mit Chorizzo, Bine isst sie klassisch. Beide sind ausgesprochen lecker.
Weiter gehts mit den Rädern zum Parc Ornithologique. Dort gibt es einen Rundweg um die Wasserstellen in denen hunderte von Flamingos zu sehen sind. Das ist ein Geschnatter ohne Ende. Es ist wohl Balzzeit. Da will sich jeder zur Schau stellen. Das ist alles ganz nett anzuschauen, aber da Tiere im Allgemeinen nicht so unser Ding sind, beenden wir die Besichtigung nach einer halben Runde und machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz.
21/03 - Nach 5 schönen Tagen am Meer brechen wir wieder auf und fahren 100 km weiter ins Inland. Unser neues Ziel ist die Gorges de l'Hérault. Hier wollen wir eine kleine Radtour in wunderschöner Landschaft unternehmen. Unser Stellplatz liegt dicht an der Pont du Diable (Teufelsbrücke) und da beginnt auch die Radtour durch die Schlucht. Es geht beständig bergan. Nach 5 km erreichen wir St-Guilhem-le-Désert. Das scheint ein regelrechter Wallfahrtsort zu sein - alle wollen dahin. Es ist auch wirklich ein sehr schöner Ort. Der zentrale Platz wird von einer riesigen 150jährigen Platane beschattet. 20 km radeln wir weiter - erst entlang der Schlucht und später zwischen Felsen und einer wunderbaren Natur. Die Steigungen strengen mich an, ich will es nicht übertreiben und wir kehren wieder um. Die Rundtour hat 800 Höhenmeter, das schaffe ich z.Zt. nicht. War trotzdem eine tolle Teilstrecke.
22/03 - Heute ist es bewölkt und wird nicht wärmer als 15 Grad. Nachmittags soll es regnen.
Saint-Guilhem-le-Desert ist eins der schönsten Dörfer Frankreichs. Den Ort schauen wir uns am Vormittag in Ruhe an. Leider haben heute am Sonntag um diese Zeit noch nicht alle Geschäfte geöffnet. Trotzdem sind wir von dem Ort begeistert und setzen uns nach der großen Runde unter die Platane für ein Mittagsmenue.
Das Thema Wetter ist ja für uns sehr wichtig. Ab Donnerstag soll auch hier ein Kälteeinbruch für die nächsten 10 Tage kommen. 12 Grad Höchsttemperatur sind nicht das, was wir wollen. Kurz entschlossen, fahren wir nun doch die 200 km weiter nach Spanien und hoffen, dass es dort besser ist.
Die ersten 150 km legen wir gleich heute bei Regen zurück.
23/03 - Nur ein kurzer Weg ist es bis wir Spanien erreichen. Zuerst muss wie immer in La Jonquera gestoppt werden. Hier gibt es nur große Einkaufscenter und Tankstellen. Viele Franzosen machen hier ihren Großeinkauf. Und Rudi kauft auch alles Wichtige hier für uns ein 😜.
Cadaqués
Nun sind es noch 50 km bis zu unserem ersten Ziel in Spanien. Cadaqués ist nur auf einer kurvenreichen engen Landstraße zu erreichen, dabei überwinden wir 350 Höhenmeter.
Der Campingplatz Wecamp freut sich über neue Gäste 😅, jetzt um 12 Uhr ist noch viel Platz. (Am Abend ist er gut gefüllt).
Der Campingplatz liegt auf einer Anhöhe und es geht ganz schön steil runter ans Meer und in die Innenstadt. Gut, dass wir die Räder genommen haben. Im Schatten ist es kalt - in der Sonne schwitzt man 😅.
In der Stadt haben die meisten Geschäfte um diese Uhrzeit noch geschlossen. Viele weiße Häuser rund um die Bucht prägen das Stadtbild und machen den Ort recht hübsch. Hoch oben thront die Kirche über der Stadt. Viele Gassen sind so schmal, dass sie nicht zu befahren sind. Unten in der Bucht gibt es viele Restaurants und Cafes. Die Sitzplätze in der Sonne sind in den vielen Restaurants und Bars gut belegt. Dadurch wirkt der Ort sehr lebendig.
24/03 - 7 km mit 250 Höhenmetern fahren wir mit dem Fahrrad durch eine wunderschöne Landschaft.
Das Cap de Creus in Katalonien bildet den östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel. Hier stoßen die letzten Ausläufer der Pyrenäen auf das Mittelmeer. Die Landschaftsform ist durch Erosion und die für hier typischen Tramuntana-Winde geprägt und zeichnet sich durch bizarre Felsformationen aus.
Die Räder stellen wir am Leuchtturm ab und laufen dann kreuz und quer durch die Felslandschaft. Einfach beeindruckend und toll ist das Ganze.
Heute ist ein richtig schöner warmer Tag ohne Wind. Wir konnten schon am Morgen draußen frühstücken. 21 Grad sind es am Nachmittag. Zum Abend fahren wir in die Stadt und beschließen den Abend mit einem schönen Essen.
25/03 - 500 m vom Campingplatz entfernt steht das ehemalige Wohnhaus von Salvador Dali und seiner Frau Gala. Jetzt in der Vorsaison bekommt man sehr kurzfristig ein Eintrittsticket.In kleinen Gruppen startet alle 10 Minuten eine Führung. Sehr interessant wurde uns aus seinem Leben hier an der Küste berichtet. Die originelle Einrichtung mit vielen Besonderheiten hat uns alle begeistert.
Das Haus-Museum von Portlligat besteht aus einer Reihe von Fischerhütten, die Salvador Dalí und seine Frau Gala auf labyrinthische Weise aufgebaut haben. Zu besichtigen sind das Atelier des Malers, der von 1930 bis 1982 in diesem Haus lebte, die Bibliothek, die Zimmer und der Garten mit seinen surrealistischen Skulpturen (Wikipedia)
Den Nachmittag verbringen wir im Liegestuhl auf dem Campingplatz. Meine Knie brauchen mal einen Tag Pause.
Wie seit Tagen angekündigt, fangen um 18 Uhr ganz plötzlich die Sturmböen an. Bis 80 km/h sind vorhergesagt. Und das soll ein paar Tage andauern. 😭
27/03 - Bei herrlichem Sonnenschein machen wir unsere Räder fertig und starten in Richtung Besalú. Nach einigen km auf Straßen finden wir zufällig einen "Via-Verde". Das sind immer autofreie Radwege in Spanien und lassen sich sehr gut befahren. Wir kommen an vielen Feldern mit blühendem Raps vorbei und in der Ferne sieht man die hohen Berge der Pyrenäen , teilweise mit Schnee. Nach 18 km erreichen wir Besalú.
Der Weg in die Altstadt führt über die herausgeputzte alte Brücke Pont Vell. Die beiden Türme fallen sofort ins Auge, die auf der Mitte und vor dem Ortseingang in die Höhe ragen. Die 105 m lange, mittelalterliche Pont Vell quert mit sieben Bögen den Río Fluvià. Es ist ein tolles Fotomotiv.
In der Altstadt ist vieles auf den Tourismus ausgerichtet - jede Menge Souvenir Läden und Shops wechseln sich mit Restaurants ab. Auf der Placa Major oder Placa de la Llibertat sieht man viele Arkadengänge und alte Fassaden. Auch zwei Kirchen aus dem 10 Jh. sind anzuschauen.
Zum Mittag genießen wir - in der Sonne sitzend - ein leckeres Menü und radeln dann gemütlich durch die Wiesen zurück.
18 Grad und Sonne sind es heute.
28/03 - Die Wetterprognose für heute ist nicht so toll, da machen wir uns mal einen ruhigen Tag. Bummeln gegen Mittag noch einmal ausgiebig durch die Gassen von Banyoles. Was für ein Unterschied zu Donnerstag. Heute ist richtig was los in der Stadt. Ein großer Antiquitäten Flohmarkt ist mitten auf dem Plaza Major aufgebaut.
Bis 16 Uhr ist doch wieder die Sonne da, danach fahren wir nochmal eine 20 km Runde mit dem Rad um Banyoles.
Am Abend essen wir im Restaurant auf dem Campingplatz, bis wir pappesatt sind. Aioli, Brot, Escalivadas, Patatas Bravas, Hähnchenspieße mit Salat und Albondigas mit Sepia.
29/03 - Für heute werden wieder starke Winde mit Böen bis 90 km/h vorhergesagt. Zum Glück tritt das nicht ein. Wir nutzen den Vormittag für Putz- Aufräum- und Reparaturarbeiten.
Wir buchen heute tatsächlich mal die nächsten beiden Unterkünfte, da wir aus Erfahrung wissen, dass in der Karwoche (Semana Santa) ganz Spanien auf Reisen ist und Stellplätze sehr schwer zu bekommen sind.
Den Nachmittag können wir dann doch wieder in der Sonne verbringen.
30/03 - War das kalt in der letzten Nacht, nur 1 Grad hatten wir heute früh. Aber das wird nun besser. Wir fahren heute nur 70 km weiter auf einen Campingplatz nahe Malgrat de Mar. Hier haben wir gestern den letzten freien Platz bekommen, aber auch nur für 3 Nächte. Die Spanier haben Osterferien und es sind auch viele deutsche Familien hier.
Der Platz liegt direkt am Meer.
5 km sind es bis Blanes rein. Heute ist Markttag. Hauptsächlich Kleidung wird hier angeboten, diese ist teilweise sogar ganz hübsch. Wir kaufen aber nur mehrere paar Socken aus Bambus ein 😅.
Blanes ist für uns keine schöne Stadt. Überwiegend Hochhäuser stehen entlang des Strandes. Überall in den engen Gassen quälen sich die Autos durch. Der Strand ist toll, das Meer hat eine schöne Farbe. Und es gibt hier in der Stadt einen botanischen Garten, den wir uns anschauen möchten. Deshalb sind wir hierher gefahren.
Die Menüs zur Mittagszeit sind immer toll in Spanien. Heute haben wir sogar 4 Gänge, u.a. Salat mit Ziegenkäse und Walnüssen (sehr lecker)- als Hauptspeise wählen wir Thunfisch.
Wir klettern noch auf den Felsen Sa Palomera. Hier oben stürmt es heftig. Dann besuchen wir noch einen Supermarkt und fahren zurück zum CP.
31/03 - Wieder fahren wir mit dem Rad nach Blanes. Auf einem Hügel liegt ein ganz bekannter botanischer Garten, der als der beste mediterrane botanische Garten in ganz Europa gilt. Er erstreckt sich über 16 Hektar. Der Garten wurde von dem Deutschen Karl Faust ab 1924 angelegt. Er ist ein wahres Schmuckstück geworden. Bei unserem Rundgang bewundern wir wunderschöne Pflanzen aus vielen Regionen und haben tolle Ausblicke auf die wilde Küste der Costa Brava. Ein beliebtes Fotomotiv ist der Pavillon. Wir haben eine große asiatische Reisegruppe zeitgleich mit uns im Park, die an den schönsten Stellen Fotoshootings machen. Keine Chance den Pavillon mal leer zu sehen.
Noch 150 m höher steht das Castel von Blanes. Auf dem Weg dorthin hat man einen tollen Ausblick auf Blanes.
Das Castel ist nur eine Ruine, die anstrengende Anfahrt hat sich nicht wirklich gelohnt.
Dann fahren wir lieber zurück zum CP und genießen die 19 Grad in der Sonne.
01/04 - Heute ist es leicht bewölkt. Immer am Strand entlang kommen wir nach 2 km nach Malgrat de Mar. Das ist ein beliebter Badeort und hat eine lebendige Innenstadt. Der Ort hat auch einen Bahnhof, von dem man gut nach Barcelona kommt. Nach unserem Rundgang fahren wir zum dritten Mal nach Blanes.
Wir hatten am Montag einen schlechten Tag erwischt. Viele Geschäfte waren geschlossen und deshalb sah es so trostlos aus. Heute finden wir auf Anhieb die Shopping Meile mit mehreren Marktständen und vielen Cafes. Auf Rudis Weste hat ein Vogel geschissen und schnell finden wir Ersatz. Jetzt ist grün angesagt. Einen Teeladen finden wir auch noch und sorgen für Nachschub. Dann setzen wir uns zum Mittagsmenü in ein gemütliches Restaurant.
Auf dem Campingplatz wird heute tüchtig gearbeitet. In jeder Ecke wird Ordnung gemacht, alles gesäubert und Unkraut entfernt. Ab heute Mittag reisen die Spanier hier an. Viele gehen auch in eines der vielen Häuser, die es hier zahlreich zu mieten gibt. Schließlich ist jetzt die Osterwoche - Semana Santa!
Am Abend ist der ganze Himmel rot, sieht irre aus.
02/04 - Heute ziehen wir 60 km weiter nach Palamos. Hier waren wir 2023 bei Doris und Jutta.
Es gibt hier dicht an der Autobahn einen tollen neuen Stellplatz mit Dusche, WC, Bar, Hängematten und Fahrräder. Bei der Ankunft sehen wir ein Schild: Completo. Na toll. Rudi fragt trotzdem mal nach und sie haben doch noch ein Plätzchen für uns für eine Nacht.
Zurück in Palamos setzen wir uns auf ein paar Getränke und Tapas in die Sonne.
03/04 - Heute Nacht fing der Sturm wieder heftig an zu wüten. Sogar unsere angeketteten Räder liegen am Boden! Das wird eine stürmische Weiterfahrt nach Pals - unserem nächsten Ziel. Es ist nur eine kurze Fahrt von 16 km. Bei unserer Ankunft beginnt gerade die Zumba- Stunde 😅. Also werden wir Programm über Ostern haben.
Schnell haben wir uns auf dem Platz eingerichtet. Auch hier weht es wie verrückt! Ca. 70 km/h. Aber windgeschützt vorm Auto geht es gut, die Sonne lacht und es ist warm. Es soll über Ostern hier auf 24 Grad steigen und der Wind ab dem Nachmittag verschwinden.
Pals zählt zu den schönsten kleinen Städten im Hinterland der Costa Brava. Umgeben von dicken Stadtmauern erheben sich auf einem Hügel schon von Weitem sichtbar die Kirche Sant Pere und der Turm Torre de les Hores. Zu den Sehenswürdigkeiten in Pals zählt die mittelalterliche Altstadt mit den typischen Steinhäusern.
Nach dem Mittag unternehmen wir einen ersten Ausflug mit den Rädern nach Pals (2km). Pals erweist sich als ein Bilderbuchdorf in hellbraunem Sandstein. In den engen kopfsteingepflasterten Gassen finden wir Töpferateliers, Läden mit Souvenirs und Kunsthandwerk. Wirklich hübsche Keramik , tolle Taschen aus Stoff und andere Dinge locken zum Kauf. Mit uns schlendern viele Urlauber durch den alten Ortskern hoch zur Kirche Sant Pere. Deren Grundsteine wurden im Jahre 994 gelegt.
Nach einem Kaffee Americano auf der Placa Major kehren wir wieder zurück zum Campingplatz. Der Wind lässt langsam nach und wir können herrlich in der Sonne am Auto sitzen. Heute kochen wir mal selber und essen zu den Klängen der Kinderdisco. 😅
04/04 - Strahlend blauer Himmel und kein Wind mehr. Ideal für einen Ausflug mit den Rädern. Der Start in den Tag ist schon toll: Frühstück draußen! Dann geht's auf nach Begur. Das sind nur 6 km immer an der Landstraße entlang. Der Ort hat eine recht kleine Altstadt mit vielen Verteidigungstürmen und ist schnell erkundet. Als Sehenswert werden im Reiseführer mehrere Häuser beschrieben, die von ausgewanderten Rückkehrern aus der Karibik im dortigen Stil erbaut wurden. Natürlich müssen wir auch noch hoch zum Castell laufen wegen der schönen Aussicht.
Bevor wir weiterradeln, entdecken wir ein tolles Cafe mit einem schönen Innenhof.
Was für eine Abfahrt!! Das war heftig. Auf 3 km fahren wir 250 Höhenmeter bergab zu einer schönen Bucht mit tollem Sandstrand. 2 Stunden genießen wir hier die Sonne auf unseren Strandlaken. Aber das Wasser ist Rudi mit 14 Grad noch zu kalt zum baden.
Auf dem Rückweg stoppen wir nochmals in Pals. Heute wollen wir uns mal in den Geschäften umsehen. Gestern hatten auch nicht alle Läden geöffnet. Sehr geschmackvolle und auch originelle Artikel kann man erwerben. Wir nehmen nur zwei kleine Schälchen aus Keramik mit.
05/04 - Ostersonntag 🐰
Wieder sind wir erst 8:30 Uhr wach geworden. Wir schlafen immer richtig gut im Van. Dann wird gemütlich draußen gefrühstückt, bevor wir uns wieder aufs Fahrrad setzen
Peratallada ist nur ein kleiner Ort mit ca. 400 Einwohnern und wird tüchtig vermarktet. Der Ort verfügt über eine geschlossene mittelalterliche Dorfanlage. Die engen Gassen des Ortes sind gut besucht, die Cafés alle besetzt. Auch hier gibt es viele kleine Shops mit tollen Artikeln. Zum Mittagessen ist es noch zu früh und wir fahren nach dem Rundgang weiter.
Auf schönen Radwegen steuern wir dann noch den nächsten Ort - La Bisbal d'Emporda - an. Hier haben wir Glück und ergattern auf der Placa Major den letzten freien Tisch. Die grünen Stühle sehen zwar recht einfach aus, aber lt. Google Rezensionen soll das Essen hier sehr gut sein. Rudi wählt Fleisch und Bine wieder Fisch, beides ist sehr gut. Wir haben beim Essen einen wunderschönen Blick auf die große Kirche gegenüber.
Ansonsten ist der Ort wie ausgestorben und wir lassen uns von Osmand auf autofreien Radwegen zurück führen.
06/04. - Bei herrlichem blauen Himmel und wenig Wind machen wir uns mit den Rädern auf den Weg zum botanischen Garten am Cap Roig.
Dieser Garten ist völlig anders als der letzte, den wir besucht haben, aber insgesamt auch sehr schön angelegt. Hier sehen wir viel mehr Sukkulenten und Palmen. Und immer wieder hat man wunderschöne Ausblicke auf das blaue Meer. 2 Stunden brauchen wir für den Rundweg. Dann fahren wir weiter nach Llafranc für einen Kaffee.
Zurück fahren wir eine andere Strecke, fahren immer entlang der Küste ein paar Kilometer bis nach Llafranc. Der Strand ist schon gut besucht heute, es sind immerhin auch 24 Grad. Wir trinken noch gemütlich einen Kaffee und schauen dabei aufs Meer.
Zurück auf dem Campingplatz staunen wir nicht schlecht. Alle Dauercamper haben ihre Plätze verlassen. Die vielen Kinder sind verschwunden. Morgen ist wieder Schule. Die Bar, das Restaurant, der Supermarkt..... alles hat geschlossen. Wir sind geschätzt höchstens 20 Personen auf dem riesengroßen Campingplatz.
In den 4 Tagen haben wir hier auch nur ein weiteres deutsches Auto gesehen.
07/04 - So langsam müssen wir zurück fahren. Auch in Frankreich sind für die nächsten Tage warme Temperaturen angesagt. Meine Knie brauchen heute mal Erholung und Rudi möchte einen Tag am Strand verbringen. Bevor wir Spanien verlassen, tanken wir nochmal voll (1,679€) und Rudi muss nochmals in den Riesen Supermarkt kurz vor der Grenze zum shoppen.
Nach 200 km fahren wir einen Camping Car Park in der Nähe von Béziers an - in Portiragnes. Dieser liegt nur 200 m vom Strand entfernt und ist dementsprechend gut belegt.
Der Strand ist sehr breit und es liegt noch viel Gestrüpp und Holz von den Winterstürmen rum. In den Dünen kann man windgeschützt liegen.
Zum Abend gehen wir in den Ort und suchen ein schönes Lokal. Das ist nicht so leicht, da hier in Frankreich das Abendessen spät beginnt. Aber wir finden tatsächlich ein Restaurant, in dem wir "schon" um 18.30 Uhr etwas bekommen! Ein Menü für 21€ mit Vorspeise, Hauptgang und Eis zum Nachtisch ist schnell bestellt. Es schmeckt alles sehr lecker.
08/04 - Früh stehen wir heute auf und machen uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zu unserem nächsten Ziel - Villes-sur-Auzon unterhalb des berühmten Mont Ventoux - 1912 m hoch - (Ziel vieler Bergetappen der Tour de France). Es ist eine ganz schöne Qual durch Avignon und später auf kleinen Landstraßen und für die 200 km brauchen wir 3 Stunden. Für die nächsten 3 Nächte haben wir auf einem schönen, kleinen Municipal Campingplatz eingecheckt.
Heute laufen wir nur ein wenig durch den Ort, der uns gut gefällt. Heute wird mal selbst gekocht, eine Gemüse-Reis-Pfanne soll es geben. Im Ort wird das Gemüse eingekauft und ganz frisch kommt eine Palette Erdbeeren rein. Da nehmen wir doch ein Körbchen mit. Total süß und lecker sind die.
Bei ca. 26 Grad halten wir uns anschließend am Auto auf. Es ist so warm, dass wir schon Schatten suchen. Es soll auch in den nächsten Tagen so warm bleiben!
Die Gorges de la Nesque sind eine bis zu 400 Meter tiefe Schlucht im südfranzösischen Département Vaucluse. Das Flüsschen Nesque (im Sommer ausgetrocknet) hat sich tief in das Kalkgestein gegraben und schlängelt sich über eine Länge von 17 km von der Ortschaft Monieux bis nach Méthamis durch eine karge Landschaft im Regionalen Naturpark Mont-Ventoux. Die Straße D 942 von Villes-sur-Auzon nach Monieux führt hoch am Hang entlang durch die unbewohnte Schlucht. Am 872 m hohen Belvédère hat man einen grandiosen Blick auf den gegenüberliegenden Felsen Rocher du Cire (872 m) und in die 300 Meter tiefer gelegene Schlucht. Die D 942 ist hier eine sehr beliebte Strecke von Radtouristen am Mont Ventoux. (Wikipedia)
Wir starten um 10.30 Uhr direkt am CP die Radtour, auf der wir über 500 Höhenmeter bis Monieux bewältigen müssen. 22 km geht es ganz langsam aufwärts in die Schluchten der Nesque. Wir teilen uns die Straße mit wenigen Autos, dafür mit umso mehr Radfahrern - meist Rennradfahrer. Die gesamte Strecke führt uns durch eine grandiose Natur. Großartige Felsen erheben sich über dem Abgrund. Unterwegs fahren wir durch mehrere Tunnel. Einige Stopps an tollen Aussichtspunkten müssen natürlich sein. In Monieux finden wir einen netten Platz für unser Picknick. Zurück fahren wir die gleiche Strecke, jetzt überwiegend bergab.
Am CP bekommen wir noch einige Tipps von unseren Nachbarn für den morgigen Tag.
10/04 - Heute bleiben wir in der Umgebung und machen am Vor- und Nachmittag Radtouren von jeweils ca. 20 km. Die Natur ist immer wieder toll und es macht Spaß, hier zu radeln. Am Vormittag besuchen wir einen kleinen See und anschließend wandern wir eine kleine Runde um die Ockerfelsen.
Heute ist es wieder sehr warm und man kann sich am Mittag nur im Schatten aufhalten. Deshalb starten wir erst am späten Nachmittag zur zweiten Radrunde. Der nächste Ort Mèthamis ist unser Ziel. Der gibt aber nicht viel her.
Dagegen ist unser Ort Villes-sur-Auzon richtig hübsch. In 5 Minuten sind wir vom CP in der Innenstadt. Wir laufen nochmals durch den Ort, essen hier das beste Eis unserer Reise und machen noch paar Fotos.
11/04 - Heute ist der letzte Tag hier unten mit warmen Temperaturen. Heute 27 Grad - morgen 15 Grad, Montag 10 Grad. Total verrückt.
Auf Empfehlung fahren wir heute nur 1 Stunde (60 km) weiter in Richtung Norden zur Weinkellerei Domaine des Lauribert. Hier gibt es 20 kostenfreie Stellplätze. Wir stehen genau vor einem großen Lavendelfeld. Das muss im Sommer ein tolles Panorama sein.
Es wird erwartet, dass man im Verkaufsshop einkauft. Wein brauchen wir nicht, aber sie haben auch Olivenöl zu verkaufen - und die leckeren Tapenaden.
Valréas liegt nur 5 km entfernt. Wir wollen dort eine Kleinigkeit essen und etwas im Ort bummeln. Wie überall im Süden, sind die Geschäfte ab Mittag bis 16 Uhr geschlossen. Das macht jeden Ort trostlos. Wir finden zumindest ein nettes Lokal mit einer tollen Außenterrasse zum Essen. Bei der Hitze esse ich nur ein Galette mit viel Salat. Das passt!!
Zurück zum Stellplatz machen wir einen schönen Umweg und fahren nur auf Wirtschaftswegen zum Ziel.
12/04 - Stark bewölkt bei 13 Grad ist es heute früh. Gleich soll der Regen einsetzen, wir nutzen das schlechte Wetter für eine längere Fahrstrecke. Mit mehreren Pausen (Tanken 2,184€) erreichen wir Langres erst gegen 17 Uhr. Die Autobahn ist bis kurz nach Lyon sehr voll, durch Lyon gibt´s sehr zähfließenden Verkehr - und dann noch der stetige Regen. Der erste Regen seit 4 Wochen. Schade, die zwei Tage hätte das schöne Wetter noch bleiben können.
In Langres fahren wir einen Campingplatz an, der nur 5 Minuten von der Altstadt entfernt liegt. Hier stehen anscheinend nur Gäste für eine Zwischenübernachtung. Und das schönste hier ist das beheizte Sanitärgebäude. Gefühlt sind da 24 Grad drin.
Langres ist eine der 50 schönsten Städte Frankreichs. Mit seinen hohen Mauern, seinen imposanten Türmen und Toren und alten Bauwerken wirkt es auf uns richtig alt. Die Kathedrale ist ein wuchtiger Bau und wurde 1150 bis 1196 erbaut. Sehr beeindruckend. Es ist nur schade, dass es bei unserem Rundgang leicht regnet und die Stadt sehr leer ist. Vielleicht schaffen wir hier nochmals einen Besuch bei Sonnenschein.
Wir entdecken ein kleines Restaurant und schlemmen hier an unserem letzten Abend in Frankreich gut und teuer.
13/04 - Bei sehr trübem Wetter und nur 8 Grad treten wir die Weiterreise über Luxemburg nach Deutschland an. Unterwegs fällt uns ein, dass wir mal zu IKEA fahren können und finden bei Metz eine Filiale. Das passt zeitlich gut zum Mittagessen und anschließend Shoppen. Irgendwas braucht man doch immer 😉.
In Luxemburg wird noch schnell preiswert (2,007€) vollgetankt und dann geht's weiter in Richtung Mosel. Wir besuchen einen Stellplatz beim Winzer in Longuich mit Blick auf die Mosel. Das Wetter ist leider immer noch sehr trüb und wir machen nur einen kurzen Spaziergang durch den Ort bei 14 Grad.
14/04 - Bei trübem und nebligen Wetter und nur 8 Grad fahren wir mit den Rädern los in Richtung Neumagen-Dhron. Das sind ca. 24 km. Bei dieser Temperatur sind wir schnell durchgefroren und freuen uns, als endlich die Sonne durchkommt. Neumagen-Dhron ist das älteste Weindorf Deutschlands. Überall findet man noch Spuren aus der Römerzeit. Das Neumagener Weinschiff ist Teil des Grabmals eines römischen Weinhändlers aus der Zeit um 220 n. Chr., das in Neumagen an der Mosel gefunden wurde.
Nach einem guten Mittagessen radeln wir bei 16 Grad und Sonne zurück. So macht das Radeln Spaß. An einem kleinen Café stoppen wir nochmals und genießen bei Kaffee und Kuchen die warmen Temperaturen.
Auf der Rückfahrt begegnen uns einige Schiffe und wir wundern uns darüber, dass so viele Frachter und auch Flusskreuzfahrtschiffe unterwegs sind.
15/04. - Früh stehen wir heute auf. Die Nacht war saukalt, aber die Sonne lacht schon am Himmel. Gleich nach dem Frühstück treten wir die Heimreise über fast 500 km an. Lange Zeit kommen wir gut voran. Erst auf der A5 weit hinter Gießen kommen wir in einer kurzen Baustelle in einen Stau. Zur Mittagspause fahren wir in Neustadt/Hessen von der Autobahn ab und schauen uns den hübschen Ort an und essen eine Kleinigkeit. Wir sind immer wieder begeistert, dass es in Hessen so viele schöne, alte Orte gibt. Die Weiterfahrt verläuft bis zur letzten Abfahrt bei Northeim ohne Probleme. Aber dann .... Plötzlich kommt ein Hinweis, dass die B3 bei Kuvental gesperrt ist und wir eine erhebliche Umleitung fahren müssen. Aber auch das kriegen wir hin und landen gegen 17 Uhr zu Hause.
Schlusswort: Wir haben in fast 5 Wochen wieder viele schöne Aktivitäten gehabt, kleine Wanderungen, Radtouren und viele Städte erkundet. Insgesamt mussten wir ein paarmal umschwenken (wetterbedingt) und sind weiter gereist als wir eigentlich wollten. Aber es war wieder mal ein schöner und gelungener Urlaub! Mit dem Auto haben wir insgesamt 3.700 km zurück gelegt und mit den Rädern 560 km. Gerne wären wir noch länger unterwegs gewesen, aber die Termine.......