15/09 - Heute starten wir unsere Herbstreise. Da wir nur 2 Stunden bis Fritzlar fahren wollen, gehen wir erst noch ins Fitness Center und bringen anschl. Umzugskartons nach Hannover zum Sohn. Dann geht's von dort aber los auf die Autobahn.
Direkt an der Stadtmauer und nur wenige Meter von der Altstadt entfernt, parken und übernachten wir auf einem Wohnmobil Stellplatz (10€). Fritzlar (15.000 Einwohner) besitzt eine zauberhafte Altstadt, die von einer historischen Stadtmauer umgeben ist. Verwinkelte Gassen und mittelalterliche Bauwerke, historische Mauern und Türme sowie der imposante Dom sind Anziehungspunkte in der Stadt.
Wir entdecken ein indisches Restaurant in einer Nebenstraße und werden nicht enttäuscht.
16/09 - Heute müssen wir 425 km zurücklegen. Wir haben morgen früh um 8 Uhr einen Termin in einer Werkstatt in Eschbach für den Einbau einer AST Zuziehhilfe. Mit zwei längeren Pausen gehen wir es gemütlich an. In der ersten Pause will ich meine Schuhe wechseln und wundere mich über nasse Schnürsenkel. Schnell hole ich alle Schuhe aus der Kiste raus. Die unteren sind richtig nass. Ein Alptraum für Camper.....Wasser im Auto!!!! Auf geht's auf die Suche nach dem WOHER?? Nachdem alles trocken gewischt ist, lassen wir überall Wasser laufen, aber es bleibt trocken. Wir müssen es beobachten.
In Eschbach können wir auf dem gesicherten Hof der Werkstatt parken. Mit dem Fahrrad fahren wir eine kleine Runde von 15 km und suchen uns dann für morgen ein gemütliches Café zum frühstücken.
17/09 - Um 8 Uhr geben wir das Auto ab und frühstücken erstmal im Café Amore in Eschbach. Dann radeln wir ins 5 km entfernte Bad Krozingen. Die Innenstadt ist nicht interessant, der Kurpark ist riesig. Am schönsten ist es im kleinen japanischen Garten. Mittlerweile sind aus den 15 Grad am Morgen auch angenehme 18 Grad mit Sonne geworden.
Um 11 Uhr werden wir telefonisch benachrichtigt, dass das Auto fertig ist. Alles funktioniert so, wie es soll - Wasser im Auto haben wir auch nicht mehr entdeckt. Somit starten wir nun eine lange Strecke (200 km) durch den Schwarzwald und weiter am nördlichen Teil des Bodensees bis Lindau. Auf einem Obsthof mit Hofladen in Hörbranz (Österreich ) finden wir Platz zum Übernachten. Da wir schon in der Nähe von Lindau sind, radeln wir da auch noch gemütlich hin.
Im Obstgarten mit Restaurant lassen wir den Tag mit einem Glas "Rot Sauer" ausklingen. Ist total toll hier.
18/09 - Wir haben super geschlafen und starten schon um 8 Uhr die letzte Etappe (170 km) bis Südtirol. Die Strecke ist überraschend gut, viel Autobahn und Schnellstraßen. Aber die Tunnel nerven, bestimmt 50 km verbringen wir in Tunneln. Der längste ist 16 km lang.
An der Baustelle am Reschenpass (auf 1 km einspurig - Ampelschaltung) haben wir Glück, wir brauchen nur 5 Minuten warten.
Südlich des Reschensees fahren wir nach 3 Stunden Fahrzeit einen Stellplatz in St. Valentin mit Toiletten und Duschen an. Wir stehen hier auf 1500 m Höhe. Die Sonne knallt tüchtig vom blauen Himmel bei bestimmt 25 Grad. Aber dafür wird es mit 7 Grad eine kalte Nacht. Wir erholen uns heute von der Fahrt und sitzen nur faul rum und genießen das schöne Panorama.
19/09 - Heute haben wir uns zum Übernachten auf einem Kräuterschlössl in Goldrain angemeldet. Es gibt hier Toiletten, rustikale Sitzgruppen, einen Kräutergarten und einen Hofladen. Die Übernachtung ist kostenlos.....um einen Einkauf wird gebeten. Wir wollen uns heute Abend mit Freunden zur Brettljause treffen und kaufen hier gleich ein paar Spezialitäten ein.
Die Etschradroute Via Claudia Augusta führt direkt durch Goldrain. Das ist ein supertoller Radweg immer entlang der Etsch, vorbei an Apfelplantagen und entlang der Bergkette. 25 km fahren wir bis Algund und laufen dann eine kleine Strecke auf dem Algunder Waalweg. Leider ist der Weg sehr sonnig, bei 30 Grad macht das keinen Spaß. Ein tolles Restaurant liegt vor uns -(danke an Angela für den Tipp) und wir genießen hier das Ambiente und das Essen.
Anschließend geht´s auf gleichem Wege wieder zurück zum Auto.
Gestern haben wir witzigerweise festgestellt, dass Kirsten und Karsten (Freunde aus Gronau) nur 1 km von uns entfernt eine Ferienwohnung haben. Wir lassen uns die Jause gut schmecken und haben einen schönen Abend zusammen.
Ab Sonntag sind wir auch paar Tage zusammen am Kalterer See.
20/09 - Wir werden von strahlendem Sonnenschein geweckt und frühstücken gemütlich. Leider können wir hier keine zweite Nacht bleiben und machen uns für die Weiterreise bereit. Nur knapp 50 km entfernt haben wir uns den Stell/Campingplatz in Nals ausgesucht. Gegen 11 Uhr kommen wir an und bekommen tatsächlich noch den letzten freien Platz auf der Anlage! Bei inzwischen 32 Grad machen wir es uns heute gemütlich und bleiben am Platz. Wir haben uns ja vorgenommen, in diesem Urlaub weniger aktiv zu sein. Fällt uns schon schwer!! Aber mein Knie zickt rum 😥 und bremst mich aus. Selbst das Radfahren schmerzt mittlerweile.
Es ist ein milder Abend mit 20 Grad, viel kälter wird es auch nicht in der Nacht.
Wir stellen bei 30 Grad auch noch unser Aufenthaltszelt auf die Parzelle. Es soll ja öfters regnen diese Woche.
Dann geht's aber los zum See. Ein Weg führt durch Schilf ans Wasser und dort kann man auf Holzstegen liegen und ins Wasser gehen. Das Panorama ist herrlich von hier.
Vom Campingplatz erhalten wir den Südtiroler Gästepass. Damit kann man kostenlos alle Busse und Bahnen nutzen. Zum Abend fahren wir mit einem Bus die 5 km nach Tramin. Kirsten hat einen Tisch zu 17 Uhr in ihrem Hotel bestellt. Bei 26 Grad sitzen wir wunderschön draußen im Garten, speisen lecker und verbringen mal wieder einen schönen Abend zusammen. Um 20:15 Uhr fährt der letzte Bus zurück.
22/09 - Heute ist leider ein ungemütlicher Regentag! Gemeinsam mit Kirsten und Karsten besuchen wir mit dem Bus Neumarkt und schauen uns die schöne Altstadt an. Bei einem Cappuccino wärmen wir uns auf und entscheiden uns dafür, auch Kaltern anzufahren. Mit der Südtiroler Gäste Karte ist das ja alles kein Problem.
Zurück am Campingplatz machen wir es uns im Auto gemütlich. Mehr lässt das Wetter heute nicht zu.
Gegen Abend kommt die Sonne wieder vorsichtig um die Ecke......und der Nebel steigt auf. Toll sieht es aus am See.
23/09 - Die Vorhersage für heute ist ganz gut und wir begeben uns zu viert auf eine 5km lange Wanderung von Tramin zum Kalterer See. Der Weg führt uns durch eine schöne Landschaft und es bleibt auch tatsächlich trocken bis zum Schluss. Es geht über 150 Höhenmeter ständig bergauf und bergab. Anschließend picknicken wir zusammen auf unserem Campingplatz und hängen hier dann glatte 2 Stunden fest, da es leider doch anfing zu regnen.
Nach dem Regen fahren wir mit dem Bus nach Kaltern. Wir müssen unbedingt noch einige Einkäufe im Supermarkt erledigen. Kaltern hat ein kleines hübsches Ortszentrum mit vielen Shops und Restaurants.
24/09 - Unsere Freunde reisen heute weiter. Wir verabreden uns mit ihnen in ihrem Hotel und frühstücken ausgiebig zusammen.
Zurück auf dem Campingplatz packen wir unsere Fahrräder aus und warten auf die Regenpause. Tatsächlich scheint mal für 2 Stunden die Sonne. Tolle Radwege gibt es hier, aber diese sind sehr hügelig. Zum Nachbarort nach Kaltern sind über 200 Höhenmeter zu fahren. Wir kommen vorbei an Weinreben und vielen Apfelbäumen. Die Apfelbäume sind alle mit einem Netz bedeckt. Sie werden dadurch vor Hagel geschützt. Schade, dass das nächste Regengebiet uns zwingt zurückzufahren.
25/09 - Schon früh am Morgen scheint heute die Sonne. Aber es ist noch verdammt kalt. Beim Start der Radtour um 10 Uhr sind es gerade mal 14 Grad. 21 km sind es bis nach Salurn/Salorno. Hier endet Südtirol und das Trentino beginnt. Der längste Teil der Strecke führt uns direkt an der Etsch entlang. Überall sehen wir Apfelplantagen oder Weinreben. Das ist schon eine herrliche Gegend zum Radfahren. Dementsprechend voll ist auch der super asphaltierte Radweg. "Immer schön rechts fahren" ist hier angesagt. Den Wasserfall in Salurn wollen wir uns anschauen. Bei dem vielen Regen der letzten Tage hat er bestimmt genug Power. Und so ist es auch, irre - was da runter kommt.
Nach einem kurzen Bummel durch die Gassen fahren wir zurück über Kurtatsch und Tramin. Kurtatsch liegt hoch oben auf einem Hügel, da fahren wir dann doch vorbei - keine Lust !!
In Tramin kommen wir zur Mittagszeit an und essen eine Kleinigkeit.
Tatsächlich scheint die Sonne auch noch am Nachmittag bis zum Abend. Wir fangen mit dem Abbau an, da wir morgen weiterfahren wollen. Es soll wieder den ganzen Tag regnen bei 15 Grad. Da schenken wir die letzten 2 Übernachtungen.
Bis jetzt wissen wir noch nicht wohin es geht, das schöne Wetter ist 4 Stunden entfernt.
26/09 - 2 Nächte früher als gebucht fahren wir weiter. Die zwei Tage mit Regen und Kälte wollen wir hier nicht aussitzen. Gestern Abend hat Rudi noch eine Anfrage für eine Übernachtung auf einem Bauernhof (Agricamper) gestartet und auch schnell eine Zusage bekommen. 220 km und gut zwei Stunden Fahrt sind am Vormittag schnell geschafft. Den Regen lassen wir hinter uns, es wird immer freundlicher. 5 Plätze bietet Marco auf dem Hof an, wir stehen ruhig im Grünen.
Im Bio-Hofladen kaufen wir ein Stück Parmesankäse und 6 Flaschen Lambrusco secco. Eine Flasche davon genießen wir gleich beim Sonnenuntergang.
Unser heutiges Ziel liegt ca. 200 km entfernt. Reserviert haben wir nicht, wir schauen Mal. Wir durchqueren eine waldreiche Landschaft auf ca. 700 Höhenmetern. Wunderschön!!
In Deiva Marina liegen 2 Campingplätze gegenüber. Der erste schließt schon am 1. Oktober und er gefällt uns auch nicht so gut. Der Campingplatz Valdeiva hat noch bis Ende Oktober geöffnet. Die Stellplätze liegen voll in der Sonne aber sonst passt alles. 3 km sind es bis zum Strand und Bahnhof. Jede Stunde wird ein Shuttle dorthin angeboten, aber wir werden wohl unsere Räder nehmen.
Am Nachmittag schauen wir uns schon mal im Ort um und werfen auch einen Blick auf den Strand.
28/09 - Sestri Levante liegt 12 km nördlich von uns. Eine Fahrradstrecke dorthin gibt es nicht, ein langer Tunnel liegt dazwischen. Wir kaufen uns ein Bahnticket (3€/pro Person und Strecke) um dorthin zu kommen.
Lebhaft und nicht billig ist das Ferienstädtchen in ligurisch bunten Farben mit 17.500 Ew. schreibt unser Reiseführer.
Schöne Strände und eine lange Fußgängerzone mit vielen Shops und Restaurants finden wir vor. Bunte Häuser stehen in Reihe, alles sieht frisch aus. Die Strände sind heute am Sonntag gut besucht. Wir essen noch lecker im Ort und fahren dann zurück nach Deiva Marina. Rudi möchte noch an den Strand und ins Meer. Das Wasser hat 23 Grad.
29/09 - Mein Knie braucht mal wieder einen Ruhetag 😅. Bei 23 Grad und blauem Himmel fällt das auch nicht schwer. Der Blick von hier auf die Berge ist einfach wunderschön. Schon schade, dass ich nicht so beweglich bin. 😥
Der Campingplatz hat auch noch einen geöffneten Pool, aber Rudi fährt am Nachmittag lieber ans Meer. Wir grillen am Mittag, denn am Abend wird es ab 19 Uhr richtig kalt. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und die Temperatur ist Nachts einstellig.
30/09 -Als Cinque Terre wird ein etwa zwölf Kilometer langer Küstenstreifen der Italienischen Riviera zwischen Punta Mesco und Punta di Montenero nordwestlich von La Spezia in der Region Ligurien bezeichnet. Von Nordwest nach Südost reihen sich die fünf Dörfer Monterosso al Mare (1350 Einwohner), Vernazza, Corniglia (zusammen 711 Einwohner), Manarola (353 Einwohner) und Riomaggiore (1263 Einwohner) entlang der steil abfallenden Küste aneinander. Entlang der Küste erstreckt sich eine mehrere hundert Meter hohe, zum Teil steil ins Meer abfallende, sanft gerundete Bergkette. 1874 wurde entlang der Küste die Eisenbahnstrecke von Genua nach La Spezia gebaut, und jeder der fünf Orte bekam einen eigenen Bahnhof. Außerhalb der Bahnhöfe verläuft die Strecke fast gänzlich in Tunneln. Der Bahnanschluss ist heute noch die wichtigste Verbindung untereinander und zum Umland, denn einzig Riomaggiore und Manarola sind über die gut ausgebaute Staatsstraße zu erreichen. (Wikipedia)
Nach dem gestrigen Ruhetag nehmen wir heute die Cinque Terre in Angriff. Hier waren wir vor vielen Jahren schon einmal und wollen die Erinnerung daran auffrischen. Am Bahnhof kaufen wir die Cinque Terre Card (19,50 € - Ü70 16€), damit können wir für einen Tag die Züge beliebig oft benutzen und auch die kostenpflichtigen Wanderwege laufen. Wir suchen uns den Ort Corniglia als Start der Wanderung aus und gehen in Richtung Vernazza. Das ist laut Wanderführer der schönste Abschnitt der Wanderwege. Immer bergauf und bergab bewältigen wir sicher über 1.000 steinerne Treppenstufen eine wunderschöne Natur. Nach fast zwei Stunden erreichen wir Vernazza und schauen uns den Ort an.
Wir haben ja noch viel Zeit und steigen wieder in den Zug, diesmal geht's ab nach Rio Maggiore. Das ist der letzte Ort der Cinque Terre. Hier sind wir aber leicht enttäuscht von diesem Ort - den hatten wir ganz anders in Erinnerung. In jedem Ort gibt es hier gegrillte, frittierte Fischangebote in Tüten. Ungesund aber sehr lecker! Da kommen wir nicht dran vorbei.
Schnell entschlossen fahren wir weiter nach Manarola. Hier ist wieder mehr Atmosphäre - Fischerboote liegen auf den Straßen und Manarola hat einen tollen Standpunkt für ein Foto der Stadt. Wir treten den Rückweg an und stellen fest, dass der Massentourismus auch hier Einzug gehalten hat. Unglaubliche Menschenmengen schieben sich durch die Straßen - ebenfalls unvermeidlich die vielen Asiaten! Das war vor 12 Jahren noch viel beschaulicher.
01/10 - Den habe ich heute wirklich nötig 😣. Habe es ja gestern heftig übertrieben. Aber wenn man einen Wanderweg anfängt, muss man da auch durch.
Rudi fährt am Nachmittag wieder alleine an den Strand. Er findet es ja toll, dass wir doch wieder Urlaub am Meer machen. War ja nicht geplant. Im Inland ist es aber immer noch sehr unbeständig.
Am Spätnachmittag schauen wir uns noch die kleine Altstadt von Deiva Marina an, die auf halber Strecke zum Meer liegt. Ist nicht sehr spektakulär. In der Enge gibt es sogar ein Restaurant (öffnet erst 19 Uhr - zu spät für uns).
Mehr Aktivitäten gibt es heute nicht 😀.
02/10 - Immer Nachts sind die Schmerzen im Knie besonders heftig. Da bin ich morgens nicht sehr erholt.
Heute ist hier Stromausfall in der ganzen Umgebung. Selbst der Spar Supermarkt in der Nähe hat geschlossen, da die Kühlung nicht funktioniert. Bis 16 Uhr soll es andauern. Es wird an der Leitung gearbeitet.
Ich habe keine Lust was zu unternehmen und bin zufrieden damit, in der Sonne zu sitzen. Rudi fährt wieder an den Strand und genießt das warme Wasser.
Um 10 Uhr starten wir und ich schaue beim Losfahren nochmals in den Rückspiegel, ob nichts liegengeblieben ist. Oh Schreck....ich sehe das Stromkabel noch......es steckt im Auto und am Verteiler. Unser Nachbar schreit uns auch schon hinterher. Stopp !!
Es ist gerade noch mal gut gegangen. Aber der Schreck wirkt noch lange nach.
Zwei Campingplätze liegen hier nebeneinander, wir schauen uns beide an und entscheiden uns dann für den Pian dei Boschi. Uns werden zwei freie Plätze angeboten, die uns aber nicht gefallen. Mit etwas handeln können wir eine größere Parzelle beziehen. Gleich gegenüber des Sanitärgebäudes (kurze Wege) ist ein schöner freier Platz mit viel Schatten.
Mit den Rädern sind wir schnell in der Altstadt von Pietra Ligure. Es ist 15 Uhr und natürlich hat jeder Shop noch geschlossen. Wir vergessen es immer wieder, dass in südlichen Ländern von 13-16 Uhr Siesta ist.
Die Altstadt ist netter als gedacht. Zwei große Kirchen, viele enge Gassen mit Blumen, zahlreiche Restaurants und Shops finden wir vor.
Am Abend gibt´s die erste Pizza auf unserer Herbst Italienreise für uns. Auch diese ist ganz anders als in Deutschland. Der Teig ist sehr leicht und besser verträglich.
Und...... wir können draußen sitzen und essen. Hier ist die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch und bei 19 Grad sitzen wir bis 21 Uhr draußen.
04/10 - Heute ist Markttag im Ort. Ich gebe das Ziel bei Osmand ein und wir lassen uns verkehrsberuhigt - aber mit Umweg - dorthin führen. Auf einer langen Straße ist die linke Fahrspur mit den Wagen der Marktbeschicker belegt. Die Autos stehen alle hintereinander. Da kommt für uns keine Markt Atmosphäre auf. Es sind auch überwiegend Stände mit Kleidung anwesend. Nur am Ende des Marktes gibt es Obst und Käse/Wurst. Da kaufen wir ein.
Zurück fahren wir unten an der Küstenstraße. Leider gibt es keinen extra Radweg hier.
Heute ist es noch überwiegend bewölkt bei 23 Grad. Wir bleiben am Platz und relaxen mal wieder 😉.
Wir kochen uns heute mal wieder eine Gemüsepfanne und sitzen bis 23 Uhr bei angenehmen Temperaturen draußen.
05/10 - Der Nachbarort Finale Ligure liegt nur 8 km entfernt von uns. Mit den Rädern fahren wir erstmal hoch auf einen Berg wegen der schönen Aussicht. Dann müssen wir leider auf der Hauptverkehrsstraße radeln, aber das ist kein Problem. Das Meer zu unserer Rechten ist heute sehr aufgewühlt, weil es die ganze Nacht und auch am Vormittag sehr windig war mit Böen bis 70 km/h.
Das Centro von Finale Ligure liegt an der langen Strandpromenade. Palmen und Bananenstauden säumen die Promenade. Heute reihen sich viele Stände mit Schmuck, Textilien und weiteren
Angeboten dicht an dicht.
Beim Bummel durch die Gassen der Altstadt finden wir ein Lokal, in dem zum Mittag ein Menü angeboten wird. Wir entscheiden uns für Spaghetti als Vorspeise und Dorade als Hauptgang. Der warme Schokokuchen ist die Krönung.
Wir haben nette Tischnachbarn, die mit Trendtours hier sind. Lange plaudern wir mit denen.
Dann besuchen wir Finalborgo, welches nur 2 km weiter im Landesinneren liegt. Das ist ein tolles, kleines mittelalterliches Städtchen mit einer prunkvollen Basilica. Der Ort gefällt uns gut. Unzählige Radfahrer starten mit ihren Mountainbikes von hier in die Berge. Auf der Piazza Garibaldi trinken wir noch einen Cappu und schauen dem Trubel zu.
06/10 - Mit den Rädern fahren wir heute in den Nachbarort Loano. Dort liegt das Castello dei Doria, welches wir uns anschauen wollen. Die Hauptverkehrsstraße wollen wir vermeiden und alternativ über einen Berg fahren. Oben auf der Kuppe mündet die Straße für 400 m in einen schmalen Fußweg. Eng und sehr steinig, das geht gar nicht. Also doch die Hauptstraße! Die vermeintliche Burg gibt aber nicht viel her. Dann fahren wir eben zurück und an den Strand. Das Wetter ist toll und ich (Rudi) springe sofort ins Meer. Das Wasser ist noch wunderbar warm.
07/09 - Mittlerweile sind einige Kinder hier auf dem Platz. In der Schweiz sind schon Herbstferien. Der Campingplatz ist auch jeden Abend wieder voll belegt. Das Wetter ist bis zum Wochenende sehr gut, 27 Grad und Sonnenschein sind vorhergesagt.
Mit meinem Knie wird es nicht besser. Zum Glück sind die Schmerzen in der Nacht nicht mehr so stark. Aber ohne Tablette komme ich tagsüber nicht klar. Wir werden die letzten Tage hier gemütlich verbringen, es ist halt nicht zu ändern.
Am Vormittag besuchen wir den kleinen Botanischen Garten, der als Highlight Wasserschildkröten hat. Anschließend fahren wir nochmals in die Innenstadt von Pietra Ligure. Jetzt haben die Geschäfte alle geöffnet. Der Ortskern ist wirklich nett. Wir essen hier eine Kleinigkeit und sind um 14 Uhr wieder zurück. Rudi möchte wieder an den Strand.
08/10 - Wir besuchen heute den Nachbarort Loano. Wie fast alle Orte hier gibt's auch da eine hübsche kleine Altstadt (Centro) mit engen Gassen und Blumenschmuck. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es eigentlich nicht und so führt uns der Weg bald an den Strand. Der ist hier ziemlich leer. Aber ein Handtuchverkäufer läuft natürlich auch hier herum.
Wir kaufen noch Obst zum Mittag und fahren dann wieder zurück. Am Nachmittag ziehen ein paar Wolken auf und wir machen es uns am Platz gemütlich. Wir haben sehr nette Stellplatznachbarn, mit denen wir lange plaudern. Die Räder werden nebenbei auch mal wieder aufgeladen.
09/10 - Heute traue ich mich eine 40 km lange Radtour anzutreten. Auf dem Hinweg biegen wir in Finale Ligure von der Küstenstraße ab und nehmen den Weg über den Berg. Ganz sanft fahren wir die 320 Höhenmeter bergauf. Als Noli in Sicht kommt geht's die gleichen Höhenmeter wieder bergab.
Das 2700 Einwohner zählende Städtchen hat noch einen mittelalterlichen Ortskern vorzuweisen. Die hoch aufragenden Geschlechter- und Glockentürme sind noch gut erhalten und stammen aus dem 14. und 15. Jh.
In Noli waren wir im Jahr 1983 schon einmal. Tatsächlich haben wir das Hotel gleich wieder gefunden. Bis auf die Geschlechtertürme unterscheidet sich Noli kaum von den umliegenden Gemeinden. Alle verfügen über eine Bilderbuch Altstadt. Der Rundgang bietet immer wieder tolle Fotomotive. Nach einem leckeren Mittagessen radeln wir an der Straße zurück zum Campingplatz. Zum Glück ist diese nicht sehr stark befahren.
10/10 - Das Radfahren hat meine Schmerzen im Knie nicht verstärkt. Das freut mich sehr. Habe heute sogar auf die Tablette verzichtet.
Für heute und morgen sind 27 Grad und viel Sonnenschein angesagt. Die letzte Nacht war mit 20 Grad auch sehr angenehm.
Da machen wir uns heute doch einen faulen Tag auf dem Campingplatz und am Nachmittag am Strand. Das Meer hat immer noch 22 Grad und Rudi sagt es ist wunderbar - nur die Wellen fehlen ihm.
11/10 - Heute ist unser letzter Tag auf diesem Campingplatz. Am Vormittag radeln wir eine kleine Runde durchs Hinterland. In Richtung Westen wird das Tal ab hier breiter. Ziel ist das kleine mittelalterliche Bergdorf Toirano. Es liegt wunderschön vor den Bergen. Viele enge Gassen und überall Blumenschmuck prägen die verwinkelte Altstadt.
Bine bleibt am Nachmittag alleine auf dem Platz und Rudi besucht ein letztes Mal den Strand und das Meer.
Gegen 17 Uhr fahren wir heute mal in die Altstadt von Pietra Ligure. Bis die Sonne hinter den Bergen verschwindet, bleiben wir in Strandnähe und suchen uns dann ein Restaurant, wo man schon vor 19 Uhr essen kann. Das klappt auch. Wir speisen lecker und können sogar bei angenehmen 21 Grad draußen sitzen.
Als Dessert haben wir Tiramisu und Profiteroles al cioccolato gewählt. Danach sind wir pappesatt!!
12/10 - Wir verlassen den Campingplatz gegen 8:30 Uhr bei strahlend blauem Himmel. Ohne die vielen LKWs auf der Autobahn kommen wir gut voran. Das Wetter verändert sich schnell. Beim Verlassen der Küste wird es diesiger und teilweise auch neblig. Um 12 Uhr erreichen wir einen Stellplatz in der Nähe der Autobahn zwischen Sirmione und Peschiera am Gardasee. Unser Auto Navi hat mal wieder kläglich versagt. Die App Osmand zeigt uns zum Glück den richtigen Weg. Auf den Straßen ist es hier irre voll. Sonntags sind alle Italiener unterwegs.
23 Grad ohne Sonne sind hier aber auch noch. Nach unserem Mittagessen geht's aufs Rad. Wir wollen nach Borghetto radeln. Der Ort liegt ca. 15 km südlich vom Gardasee am Fluss Mincio. Diese Idee haben heute wohl viele 😉. Der Radweg ist voll, viele Familien sind unterwegs.
Borghetto ist auch voll mit Besuchern, es gehört nämlich zu den schönsten Dörfer Italiens. Die Cafés und Restaurants vermitteln alle den Eindruck, dass man direkt über dem Wasser sitzt. Auch wir finden ein schönes Plätzchen.
13/10 - Bei grauem Himmel brechen wir auf , aber es dauert nicht lange und die Sonne ☀️ ist wieder da. Wir haben uns -wie auf der Hinfahrt - wieder im Kräuterschlössl angemeldet. Die Apfelernte ist voll im Gange. Wir sind ja so Apfel-Fans und kaufen unterwegs für uns in einem Hofladen eine gemischte Kiste Äpfel für Zuhause.
Nach der Anmeldung fahren wir mit den Rädern nur eine kleine Runde nach Schlanders auf einen Kaffee. Im Schatten ist es schon recht frisch und die Sonne steht leider auch schon sehr tief.Da macht eine lange Radtour keinen Sinn mehr. Da legen wir uns lieber am Quellensee in Goldrain ans Ufer. Ein tolles Panorama gibt's gratis dazu. Hier in Südtirol hat auch schon eine schöne Laubfärbung eingesetzt. Das gab's im Süden noch nicht.
14/10 - Nur 3 Grad haben wir heute früh, da muss die Heizung ganz schön powern. Schon um 8:30 Uhr verlassen wir den Hofladen und kommen ohne Wartezeit durch die Baustelle am Reschenpass. Über den Fernpass steuern wir Füssen an. Das ist ja eine irre Kurverei, und eine Umleitung macht das noch schlimmer. Diese Strecke fahren wir bestimmt nicht nochmals.
Kurz vor Füssen halten wir auf dem großen Parkplatz P2. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der Lechfall. Den wollen wir uns anschauen. Zuerst koche ich uns zum Aufwärmen einen Pott Kaffee, dann ziehen wir unsere dicken Kleidungsstücke an und los geht's den einen Kilometer bis zum Lech- Wasserfall. Er ist nicht sehr spektakulär, aber trotzdem schön anzusehen.
In Kempten gibt es seit Juli 2025 einen neuen Stellplatz. Dort wollen wir heute übernachten. Auf der Website sieht man die Anzahl der freien Plätze. 16 von 38 Plätzen sind bei unserer Abfahrt noch frei 👍. Los geht´s.
Sehr schön wurde der Platz gestaltet , mit großen Stellplätzen und auch ein Sanitärgebäude ist vorhanden.
Zur Innenstadt ist es auch nicht weit. Wir schlendern durch die Innenstadt und entdecken viele schöne Bauten.
Am Abend wollen wir nochmals mit dem Rad zum Essen fahren , aber Rudis Fahrrad hat einen Defekt mit dem Hinterrad. Also.....ich fahre....er läuft.
Wir entscheiden uns für das Lokal Zum Stift - ein riesiges bayerisches Lokal, voll besetzt - aber trotzdem eine sehr aufmerksame Bedienung, eine sehr gute Küche und alles geht flott über die Bühne.
15/10 - Heute früh zeigt das Thermometer gerade mal 3 Grad an. Wir schauen mal raus - oh weh - alles trübe und feucht. Da packen wir alles zusammen und fahren nach Hause. Die kalten Nächte machen einfach keinen Spaß für eine weitere Zwischenstation. Die Autobahn ist nicht sehr voll und wir kommen gut voran. In Kitzingen machen wir einen Stopp zum Mittag. Danach geht's zügig zurück. Unterwegs schaltet Bine über das Handy unsere Klimaanlage Zuhause auf 22 Grad an, damit es schon mal ein bisschen vorgeheizt ist, wenn wir ankommen. Hat auch tatsächlich alles gut geklappt.
Nach 3.000 km sind wir wohlbehalten wieder zu Hause angekommen.