Portugal

Miranda do Douro - (710 NHN)

14/09 - Um 7 Uhr sind es draußen eisige 8 Grad. Da müssen wir erstmal die Heizung anwerfen. Die Sonne geht gerade über den Häusern auf und wärmt schnell das Auto auf.

Gegen 11 Uhr starten wir dick eingepackt mit dem Rad in die Stadt. Die Sonne knallt, aber der Wind ist noch sehr kalt. Heute ist hier in der Stadt auch ein großes Fest mit Live-Musik und Essensständen. Viele Einheimische laufen in ihrer Tracht umher. 

Wir wollen zwei Miradouro in Richtung Norden mit dem Rad anfahren. Von beiden hat man einen wunderschönen Blick auf den Douro und die grandiose Natur. Der Douro ist der Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal. Die Fahrstrecke ist zum Teil sehr staubig und beim 2. Miradouro geht es auch sehr steil runter und später wieder hoch. 

Zurück in der Stadt gibt's Kaffee und den ersten "Pastel del Nata". Und was uns sehr freut, es ist heute windstill.

 

Heute Abend haben wir uns auf dem Campingplatz zum Essen angemeldet. Gefragt wurde nur .....Fisch oder Fleisch?! Wir sind gespannt. Ab 19:30 Uhr dürfen wir kommen. 

Mein Menü: ......es war sehr lecker 

Wir hatten vorher nicht nach dem Preis gefragt. Aber 1 Flasche Rotwein, 1,5 l Wasser -  für beide ein Menü, Kaffee hinterher und dann 36€ für uns zwei. Man glaubt es nicht. 

 

15/09 - Auf der sehr gut ausgebauten IC5 - einer Schnellstraße - kommen wir zügig voran. 200 km weiter wollen wir heute fahren. Was für eine abwechslungsreiche Strecke, erst kahle vertrocknete Felder und dann kommen wir in eine hügelige grüne Gegend. Meist fahren wir auf 800 Höhenmeter, erst zum Schluss geht's nur noch bergab auf 100 NHN. 

Peso da Regua

Am Ufer des Douro gibt es die Möglichkeit sein Wohnmobil abzustellen. Als wir ankommen, sehen wir schon ca. 100 Fahrzeuge hier parken. Im oberen Bereich steht man mit Strom für 3€/Tag, und hat sogar etwas Schatten. Wir haben mal wieder Glück, dass noch einer frei ist. 

33 Grad sollen es am Nachmittag werden. Dann bewege ich mich nicht mehr 😁. Ich arbeite eine kleine Runde mit dem Fahrrad aus, auch nur mit 200 Höhenmetern und los geht´s gleich nach dem Mittag. Mittendrin stoppen wir nach einer fast senkrechten Fahrt auf Pflastersteinen runter in den Ort in einer Bar. Ein letzter Tisch in der Ecke ist unser. Zwei Kaffee ...1,80€. 

Noch mehrere starke Steigungen bergab haben wir vor uns, aber die Strecke ist toll. 

Den restlichen Nachmittag suchen wir Schatten auf einer Grasnarbe hinterm Auto und gehen erst wieder zum Abend los.

 

16/09 - Heute sollen es hier in Peso da Regua 35 Grad werden. Das geht gar nicht in diesem Tal, hier weht kein Lüftchen. Die nächsten 3 Tage soll es warm sein und wir beschließen -wir fahren ans Meer. Gleich nach dem Frühstück geht's los, aber Lamego - in 15 km Entfernung - nehmen wir noch mit.

Lamego - Santuário de Nossa Senhora dos Remédios

Über der Stadt wacht in 605 m Höhe das Santuário de Nossa Senhora dos Remédios. Die barocke Kirche wurde Anfang des 18.Jd. errichtet. 

Mit dem Bau der Treppe wurde 1777 begonnen, die Arbeiten wurden jedoch erst im 20. Jahrhundert abgeschlossen. 686 Stufen führen im Zickzack hinauf. Auf jeder "Etage" sieht man Azulejos (bemalte Fliesen). Es ist eine wirklich tolle Sehenswürdigkeit.

                                     

Unser Plan ist, heute nach Aveiro zu fahren und dort ein paar Tage am Meer auf dem CP zu verbringen. Nach langer Fahrt wird jedoch plötzlich die Autobahn gesperrt und der gesamte Verkehr umgeleitet. Der Grund ist ein großer Waldbrand. Die Polizei schickt uns in die Richtung zurück aus der wir gekommen sind. Mittlerweile ist die Sonne verschwunden, der Rauch vernebelt den Himmel und man riecht ihn auch schon. Macht einem schon Angst.

Wir müssen einen riesigen Umweg fahren und suchen uns unterwegs ein neues Ziel aus, da auch weitere Autobahnen gesperrt sind. So landen wir schließlich in São Pedro auf dem CP. Hier werden wir die nächsten schönen Tage verbringen.

São Pedro - Strandtag

17/09 - Der große Brandherd 60 km nördlich von uns in Aveiro ist immer noch nicht unter Kontrolle. Die Auswirkungen sind bis hierher zu spüren ( Dunst und rauchige Luft). Einen blauen Himmel gibt's daher heute nicht. 

Das Thermometer steigt heute wieder auf 30 Grad und wir fahren mit den Rädern in den nahen Ort. Auch hier gibt es schöne Strände mit feinem weißen Sand in kleinen Buchten. 

In einer Bar am Strand wird ein Mittagsmenü angeboten. Bine bestellt sich ein Fischgericht und liest erst hinterher die GoogleÜbersetzung: Schwanzfisch im Maul mit Reis und Bohnen. Ohje, was da wohl kommt......2 Fische, so gedreht, dass der Schwanz im Maul steckt!! Gut gemacht 😊 Rudi entscheidet sich für Calamares. Das Menü ist gut und auch wieder super günstig. Beim Essen sehen wir im Fernsehen schreckliche Bilder von der Brandkatastrophe. Hoffentlich bekommen sie das schnell unter Kontrolle. 


Nachmittags bleiben wir am Strand am Campingplatz. Das Meer hat nur 15 Grad, da baden nicht viele. 


Uns fällt auf, dass viele hier deutsch sprechen, es ist doch sehr ungewöhnlich. Wir sprechen in der Rezeption und in Bars die Leute auf englisch an und werden teils mit deutschen Antworten überrascht.


Wieder Strandtag

Nach dem gestrigen verräucherten Tag durch die Waldbrände blicken wir heute früh in einen strahlend blauen Himmel. Man kann auch wieder weit schauen. Mit den Rädern fahren wir bis zum anderen Ortsende und haben einen schönen Blick auf Figueira da Foto. Hier gibt's eine große flache Bucht, die wohl das Surferparadies in diesem Ort ist. Hier bleiben wir den Vormittag und schauen den Surfern zu.


Den Nachmittag verbringen wir dann am Strand des Campingplatzes. Heute gibt es hier tolle Wellen. Es macht richtig Spaß, ein bisschen darin herum zu tollen. Am Höchststand der Flut ist heute der ganze Strand überflutet.

Nazaré

19/09 -  Gegen 10 Uhr ( Sonne 20 Grad, kein Wind) starten wir die ca. 80 km bis Nazaré. Auf einem großen Parkplatz nahe der Altstadt von Sitio dürfen wir parken und sogar übernachten. 

Das berühmteste Fischerdorf des Landes liegt am Ende einer langen Sandbucht. Genau unterhalb eines riesigen im Meer stehenden Kliffs. Nazaré besteht aus zwei Ortsteilen, dem Fischerdorf in der Bucht und Sitio dem Dorf oben auf dem Kliff. 

Der erste Weg führt uns querfeldein zum Leuchtturm Forte de Sao Miguel  und wir haben schon mal einen tollen Blick auf den Strand in Richtung Norden.

 

Wir bummeln weiter durch Sitio, besuchen die prächtige Kirche, essen heute mal gegrillte Sardinen und laufen zu Fuß runter nach Nazaré. Nazaré ist bekannt dafür, die größten Wellen der Welt zu haben. Heute ist es hier aber sehr ruhig.

Wir legen uns an den Strand - haben aber natürlich kein Handtuch dabei. Also kaufen wir uns schnell zwei Handtücher und Rudi springt wieder in die Wellen. Das Meer ist hier schon 1 Grad wärmer (Luft 24 Grad).

 

Nach oben nehmen wir diesmal die Kabelbahn (5€ für zwei).

 

 

 

Am Abend gibt es einen tollen Sonnenuntergang zu sehen. Wir trinken noch ein Gläschen Wein  (0,80€) in einer Bar und blicken dann hinunter auf Nazare bei Nacht. Hier oben in Sitio gefällt es uns viel besser. Unten in Nazare ist es sehr touristisch mit Shops, Restaurants, Eisdielen usw.

Peniche

20/09 - Zum Frühstücken fahren wir zum Lidl Markt. Schnell kaufen wir uns frische Brötchen und frühstücken in Ruhe in einer Ecke des Parkplatzes. 75 km sind heute nur zu fahren bis zu unserem nächsten Ziel. Einen Platz zum Übernachten finden wir in Zentrumsnähe. 

Peniche liegt auf einer Halbinsel mit bizarren Felsformationen, die man besonders gut auf der Fahrt zum Leuchtturm sehen kann. Mit dem Fahrrad umrunden wir die Halbinsel und weil's so schön war, fahren wir die Strecke entlang der Felsen zweimal. Einmal rum sind ca. 14 km. 

Der Ort ist nicht so toll, ein riesiges Fort aus dem 16. Jd. ist nicht zu übersehen. Das war früher mal ein berüchtigtes Gefängnis für Regimegegner. Heute ist es ein Museum. 

24 Grad - kein Wind. Wir können bis Mitternacht draußen sitzen 

Radtour nach Óbidos

21/09 - Radfahren ist in Portugal kein Vergnügen. Die Asphalt Straßen sind sehr hoppelig, die Nebenstraßen oft sandig oder steinig. Radwege gibt's hier nur sehr selten. 

Trotzdem versuchen wir es heute mal, die 25 km nach Óbidos mit dem Fahrrad zu fahren. Wie erwartet geht es immer bergauf und bergab, einige Nebenwege sind total sandig. Es lässt sich wirklich schwer fahren. Da müssen wir uns für den Rückweg etwas anderes einfallen lassen. Aber wir kommen gut an und nehmen uns viel Zeit für die Ortsbesichtigung. Es ist Samstag und viel Trubel in der Stadt. Óbidos nennt man auch die Königinnen Stadt. Bis ins 19 Jd. wurde die Stadt immer der jeweiligen Königin geschenkt. 

Die komplette Stadt wird von einer langen Zinnenmauer eingerahmt. In den Gassen mit blendend weißen Häusern blühen üppige Bougainvilleen. Restaurants, Bars und Kunsthandwerkläden wechseln sich ständig ab. Natürlich müssen wir auch das typische Getränk aus Obidos - den Ginjinha - probieren, ein im Schokoladenbecher angebotener Likör - lecker!

 

Zurück bleiben wir überwiegend auf der Straße und umgehen damit die sandigen Wege.

Zum Abend geht's in die Stadt, wir wollen noch einige Dinge kaufen und finden sie auch spontan. 

Bei einem Inder -  mit Blick auf den Hafen -  bleiben wir hängen und speisen sehr lecker. Als die Sonne untergeht (20 Uhr) wird es kühl und feucht. Der Herbst ist da. 

 

Bacalhôa Buddha Eden

22/09 - Total neblig ist es heute früh, aber auf der Wetterapp sehen wir, dass es etwas südlicher schon sonnig ist. 30 km weiter ist unser nächstes Ziel, wir sind gespannt.

Der rund 35 Hektar große Garten (6€/p.P.) wurde als Protest gegen die Zerstörung der Riesenbuddahs von Bamyan angelegt.

Schon die ersten Schritte in dem Park beeindrucken uns sehr. Hier wurde etwas Großartiges geschaffen. Riesige Skulpturen aus Stein, Metall und Holz stehen geschmackvoll aufgebaut in einem gepflegten Park. Man weiß gar nicht wohin man zuerst schauen soll. 

Ericeira

70 km sind dann noch zu fahren und wir erreichen Ericeira, ein portugiesisches Fischerdorf. 

Ericeira bietet eine perfekte Kombination aus wunderschönen Stränden, atemberaubender Landschaft und einer malerischen portugiesischen Atmosphäre, die es zu einem idealen Reiseziel für Touristen machen. Die meisten Touris kommen aber wegen der tollen Surfbedingungen hier an die Küste. 

 

Die beiden Stellplätze sind belegt, also fahren wir den Campingplatz an. Hier ist noch viel Platz auf den Plätzen unter Pinien. Der CP liegt etwas ausserhalb der Stadt und wir müssen immer mit den Rädern los. Wir bummeln lange kreuz und quer durch die Stadt. Die Straßenbeläge sind überwiegend holperig. Die Altstadt ist sehr verschachtelt und viele Häuser sind weiß/blau gestrichen. Sieht eigentlich ganz hübsch aus. Restaurants und Cafes gibt´s auch reichlich. Zum Abschluss des Tages setzen wir uns an den Strand bei einer kleinen Strandbar in den Liegestuhl und trinken die erste Sangria.

 

Strandtag

23/09 - 18 Grad beim Aufstehen, aber die Sonne scheint. Wir können draußen frühstücken. 

Zuerst fahren wir die Markthalle an, da ist heute am Montag nicht viel los. Obst und Gemüse wird eingekauft.

Es gibt hier in Ericeira mehrere Strandbuchten, am Morgen suchen wir die südlichste des Ortes auf. Hier macht jeder am Strand Yogaübungen, das ist schon irgendwie komisch. Egal ob Mann oder Frau.

Am Nachmittag schauen wir an den Stränden weiter im Norden der Stadt bei den Surfern zu. Das ist toll anzuschauen. Viele besuchen wohl  gerade die Surfschule, andere sind schon perfekt.

 

Sesimbra

24/09 - 3 Tage zieht hier nun ein Regengebiet durch, ganz Portugal und auch Spanien ist davon betroffen. Viele Campingplätze gibt es in dieser Gegend nicht, die Wahl von Rudi fällt auf einen Platz 40 km südlich von Lissabon. Hier werden wir bleiben, bis das Wetter wieder mitspielt. Unterwegs kaufen wir noch ein, dann haben wir alles an Bord. 

Der Platz liegt zwar am Fischerort Sesimbra, aber auf einem 80 m hohem Hügel. Steil und eng geht es bis zur Rezeption hinauf, auf dem Campingplatz geht's auch  immer weiter hoch hinauf, bis wir ganz oben stehen. Schön ist es hier oben. 

 

Zu Fuß laufen wir in den Ort, das sind knapp 3 km.  Am Strand entlang verläuft eine lange Holzpromenade mit vielen Restaurants und Bars. Das haben sie hübsch gemacht. 

Nach zwei Stunden fängt es doch tatsächlich an zu nieseln und wir haben natürlich nichts dabei. Hangeln uns von einem Unterstand zum nächsten. Als wir zurück sind, fängt es richtig an zu regnen. 

2. Regentag

25/09 - Es ist warm draußen mit 22-25 Grad, aber bis 14 Uhr nieselt es kräftig. Zum Glück haben wir nette Nachbarn aus Neuss, mit denen wir den Vormittag plaudernd rumkriegen. Dann fahren sie weiter, in der Hoffnung wieder die Sonne zu finden. 

Am Nachmittag klart es tatsächlich auf und wir laufen wieder in die Stadt. Wir brauchen Brötchen für morgen früh. Ein Leckerli für Rudi wird gleich vertilgt und dann gibt's noch eine Pause in einer netten Bar.

Lissabon

26/09 -Immer noch regnet es tüchtig, aber gegen Mittag soll er weggezogen sein. Ca. um 11 Uhr brechen wir auf, wieder zurück in Richtung Lissabon. Gestern haben wir auf dem einzigen Campingplatz dort einen Stellplatz gebucht -stolze 42,80€ pro Nacht. Dadurch geht das Einchecken auch sehr schnell, der Regen hört langsam auf und tatsächlich ist bald der blaue Himmel wieder da.

Mit dem Rad fahren wir hinunter nach Belem zum Mosteiro dos Jerónimos, dem bekannten Kloster. Den Besuch des Klosters lassen wir aus und stellen uns nur beim Eintritt in die Kirche an. 

Der ganze Bau ist schon sehr imposant, dementsprechend viele Touris stehen hier in der Schlange.

Nicht weit entfernt ist das Seefahrerdenkmal Padrão dos Descobrimentos. Es ist ein 1940 gefertigtes und 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer dauerhaft errichtetes Denkmal. Da es hier am Rio Tajo plötzlich so stürmisch wird, verlassen wir das Ufer und kehren in den geschützten Bereich zurück. Wir kaufen uns für morgen ein 24 Std. Ticket für Bus und Bahn. Direkt vorm CP können wir einsteigen und den ganzen Tag kreuz und quer durch die bergige Stadt fahren.  

Der Botanische Garten von Belem ist unser nächstes Ziel, bevor wir wieder die 100 m hoch zum Campingplatz fahren.

Für heute reicht es uns. 

 

27/09 - 2. Tag in Lissabon. Dank des 24Stunden Tickets können wir in Lissabon alle Öffis nutzen. Direkt vor dem Campingplatz ist eine Bushaltestelle und wir steigen ein - natürlich in die falsche Richtung und landen weit ausserhalb. Also umsteigen in die U-Bahn und ab geht es. Wir laufen kreuz und quer durch Lissabon, nutzen aber auch unser Ticket mehrfach. Es ist sehr anstrengend, in Lissabon zu laufen - die Stadt liegt bekanntlich auf sieben Hügeln - und es geht immer bergauf oder bergab. Zu guter Letzt wurde Sabine auch noch das Handy geklaut. Das ist sehr ärgerlich - schon wegen der vielen Fotos die sie gemacht hat. So müssen heute meine wenigen Fotos reichen.

 

275 km in Richtung Norden nach Costa Nova

28/09 - Zehn Grad hatten wir letzte Nacht und wir müssen erstmal einheizen, bis die Sonne rum kommt und das übernimmt.


Heute fahren wir in die Nähe von Aveiro, wo wir neulich wegen der starken Brände nicht hin kamen. Drei schöne Tage um die 24 Grad mit viel Sonne sind vorhergesagt. Das wollen wir nochmal ausnutzen. Die Autobahn ist super ausgebaut, ohne Baustellen und mit sehr wenig Verkehr. Sie ist natürlich auch kostenpflichtig. Der Campingplatz Costa Nova liegt direkt an den Dünen zum langen Strand. Als wir für 3 Nächte einchecken wollen wird uns gesagt, dass der CP am Ende des Monats schließt und wir am 1.10. spätestens um 8.30 Uhr abreisen müssen. Damit haben wir gar nicht gerechnet. 

Der Ort Costa Nova ist nur 1 km entfernt. Wir haben hier ein ruhiges Dorf mit hübsch gestreiften Häusern (lt. Reiseführer) erwartet und werden von den vielen Gästen, Autos, Bussen und einem Jahrmarkt total überrascht.  (Später erfahren wir, dass hier 4 Tage lang ein religiöses Fest tüchtig gefeiert wird).

Hier im Ort gibt es die Auflage, dass jeder Neubau Längsstreifen haben muss. Sieht eigentlich sehr freundlich aus.

Wir bleiben nur kurz zum Einkaufen und finden hier tatsächlich so etwas ähnliches wie deutsches Brot!!

 

Dann gehen wir lieber an den tollen Strand am Campingplatz.

 

Es ist herrlich in der Sonne und wir genießen den Nachmittag. Am Abend fahren wir in den Ort zum Essen und stellen sehr schnell fest, dass es empfindlich kühl wird sobald die Sonne weg ist. Die Nacht soll auch kalt werden.

Aveiro

29/09 - Mit dem Fahrrad sind es 14 km bis Aveiro. Wir lassen uns von Osmand eine Tour auf ruhigen Nebenstraßen anzeigen. Wir müssen über zwei Brücken neben der Autobahn fahren, ansonsten geht es durch ein ruhiges Wohngebiet.

Aveiro ist heute am Sonntag auch gut besucht. Die Stadt wird auch das Venedig Portugals genannt. Die "Gondeln" sind bunte Algenfischerboote, die früher zum Algenfischen genutzt wurden. Die Boote fahren hier aber mit Motor.  Hübsche Jugendstil-Bürgerhäuser säumen den Canal Central. Auch hier sieht man wieder viele Gebäude und auch Kirchen mit Azulejos.

 

Am Nachmittag sind wir wieder zurück und gehen  an den leeren Strand. Dieser ist wirklich wunderschön und das Wasser - meint Rudi - ist auch etwas wärmer. Der Sand ist fein wie Puder.

 

30/09 - Erst wieder gegen 8:30 Uhr stehen wir auf, viel früher scheint auch nicht die Sonne. Dann ist es in Deutschland schon halb zehn. 

Das wird heute wieder ein schöner warmer Sonnentag. Schade, dass es nicht so bleibt, hier hätten wir es noch ein paar Tage ausgehalten. 

Eine kleine Radtour in den Nachbarort Barra steht an und wieder mal ein Einkauf. Den Rest des Tages will Rudi am Strand verbringen. Heute sind besonders hohe Wellen. Da macht es richtig Spaß, darin herumzutoben. Am späten Nachmittag kommt urplötzlich der Seenebel auf und es wird schlagartig ein paar Grad kälter.

 

Ein letzter Besuch am Strand in Portugal am Nachmittag

Morgen früh um 8:30 Uhr müssen wir den Platz verlassen. Er wird am 1. Oktober geschlossen. Und ein neues Regengebiet wird für die nächsten zwei Tage angekündigt.

 

Weiterfahrt nach Viseu - 100 km

01/10 - Wir verabschieden uns im Nieselregen von der Küste und fahren nach Viseu (420 NHN) - nach den Beschreibungen eine tolle Stadt! Links und rechts der Autobahn sehen wir unendlich viele verbrannte Wälder. Der Brandherd hat sich tatsächlich bis an die Autobahn verbreitet. Wir mussten damals zu Recht umkehren. 

Wir parken auf einem Stellplatz nahe der Innenstadt. Hier beginnt auch gleich der Radweg.

Hier in Viseu startet der Ecopista do Dao - angeblich ein toller Radweg auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke. Über 50 km verläuft er ohne Autokontakt auf gutem Asphalt. Wir fahren aber nur 35 km bis zu einem Miradouro. Immer wieder hat man schöne Ausblicke. Auch mehrere Einkehrmöglichkeiten liegen auf der Strecke. Ein Kaffee zwischendurch muss sein und heute auch mal ein Eis am Stiel.  Das Wetter ist besser als vorhergesagt, 24 Grad und auch Nachts geht es nicht unter 20 Grad.

70 km Radfahren reichen uns heute. Sind beide doch etwas platt.

Zurück in der Stadt machen wir uns auf den Weg in die Altstadt. Wir wollen heute Mal wieder essen gehen. Die Stadt begeistert uns aber überhaupt nicht, kaum was Schönes zu sehen!  Nur die Gegend um die Catedral Se ist ganz nett. Kaum Restaurants - und wenn, dann noch geschlossen. Hier im Inland gelten wieder späte Öffnungszeiten.

Im touristischen Teil Portugals konnte man den ganzen Tag warmes Essen bekommen.

Wir landen mal wieder beim Inder.

Heute geht´s zurück nach Spanien

02/09 - 20 Grad, Nieselregen und total neblig begrüßt uns der Tag. Wir frühstücken lange und starten dann in Richtung Osten. Wieder sehen wir abgebrannte Wälder bis an die Autobahn. Das ist schon schrecklich anzuschauen.

Nach einer Stunde kommen wir an Guarda vorbei und stoppen spontan.

Guarda

Guarda ist die höchstgelegene Stadt in Portugal. Wir sind hier auf 1070 m Höhe. Auch hier sind noch 22 Grad, aber dunkle Wolken hängen vor uns.

Wir bummeln durch die Altstadt, die uns ganz gut gefällt. Es ist nur nicht viel los hier.

Bevor wir wieder runter zum Auto gehen, schauen wir in ein Einkaufscenter rein. Auf 5 Etagen sind viele Geschäfte und  Gastronomie sehr großzügig angelegt. Hier finden wir nun die ganzen Menschen!!!!

 

Ein paar Kilometer noch......und wir sind wieder in Spanien.

 

Weiter geht´s hier mit Spanien - Teil 2