Provence

Weiterfahrt nach Maussane-les-Alpilles - 128 km

 

12/10 - Knapp 2 Stunden brauchen wir bis zu unserem nächsten Ziel: Camping Les Romarins Municipal.

Dieser Platz liegt direkt am Ortseingang von Maussane-les-Alpilles. Wir werden nett empfangen und bekommen eine Übersicht über die freien Plätzen. Den Stellplatz können wir uns selbst aussuchen. Die Parzellen sind alle sehr groß. Endlich haben wir auch einen CP mit freiem Wlan gefunden, welches auch reibungslos funktioniert. Da können wir auch unseren Blog wieder auf Vordermann bringen. Das war auf den bisherigen Plätzen doch recht mühselig.

Nachdem wir alles aufgebaut und eingerichtet haben werfen wir einen ersten Blick auf den Ort. Der scheint ganz nett zu sein. Ein bißchen Bewegung tut uns gut - denken wir - und machen mit den Fahrrädern noch eine kleine Radtour von ca. 20 km in der näheren Umgebung. Richtige Radwege scheint es hier nicht zu geben. Was als Radweg ausgeschildert ist, sind in Wirklichkeit schmale Nebenstraßen, die auch von Autos genutzt werden. Das stört aber nicht weiter, da nur wenig Verkehr auf diesen Straßen ist.

Am Abend machen wir es uns im Vorzelt gemütlich und bearbeiten noch lange die bisherigen Seiten unseres Reiseblogs.

 

Radtour des Alpilles

 

 

 

13/10 - Bei angenehmen Temperaturen unternehmen wir heute eine Radtour durch die Berggruppe der Alpilles. Die höchste Erhebung dieser Gruppe liegt bei 387 m. Die insgesamt 48 km lange Tour führt uns durch eine wunderschöne hügelige Gegend und durch schöne Dörfer.

 

Nach dem Start der Tour in Maussane geht´s über schmale Nebenstraßen gleichmäßig immer bergauf. Unterwegs treffen wir auf viele Schafherden mit kleinen Lämmern. Die Landschaft ist sehr hügelig und wunderschön. Es geht stetig bergauf oder bergab. Immer wiedersehen wir bizarre Felsformationen.

 

 

Der erste Ort durch den wir kommen ist Eygalieres. Der komplette Ortskern ist gesperrt, da hier heute am Sonntag ein Straßenflohmarkt stattfindet. Wir schieben unsere Räder durch die Straßen und bestaunen das vielfältige Angebot. Alle Cafes und Restaurants sind voll besetzt. Viele Menschen genießen das bunte Treiben.

 

 

Weiter geht es nach Molleges. Hier gibt es nicht viel zu sehen und wir sind schnell durch.

Jetzt freuen wir uns schon auf den nächsten Ort St-Remy-de-Provence. Die Stadt ist zwar recht schön, aber sie haut uns nicht so richtig aus den Socken. Wir hatten etwas mehr erwartet. Es gibt viele vollbesetzte Restaurants und Cafes und einige hübsche Geschäfte. St-Remy bewahrt Erinnerungen an Vincent van Gogh, der hier sein letztes Jahr verbracht hat. Wir werden in der Woche nochmals hierher fahren.

 

 

Kurz vor unserem CP in Maussane kommen wir noch an der bekanntesten Sehenswürdigkeit in dieser Gegend vorbei. Es ist der meistbesuchte Bergort der Alpilles: Les-Baux-de-Provence. Heute am Sonntag ist hier irre  viel los, deshalb verschieben wir unseren geplanten Besuch auf morgen.

So haben wir noch Zeit genug, uns am Pool unseres CP auf die Sonnenliegen zu legen und ein paar Runden zu schwimmen. Luft: 24 Grad, Wasser: geschätzt 23 Grad.

 

Les-Baux-de-Provence

 

Morgens um 8 Uhr sind es schon 19 Grad, bis zu 25 Grad sind für heute angesagt. Vormittags ist es noch bewölkt, für unseren Besuch der Felsenstadt ist es das richtige Wetter. Mit dem Fahrrad fahren wir 4 km dorthin. Um diese Zeit sind nur wenige Touristen unterwegs. Auch einige Shops haben noch geschlossen. Zielstrebig laufen wir hoch zur Burg, bezahlen 8€ Eintritt (ab 65 J. - 7€) und bekommen am Eingang einen Audioguide in die Hand gedrückt.

 

Direkt auf dem Kamm des markanten Felsens errichteten die Herren von Les Baux im 10. Jhd. eine mächtige Burganlage. Die Burgruinen liegen auf einem breiten Felsplateau von 800x200 m mit einem außergewöhnlich schönen Panoramablick auf das Alpillen-Tal.  Der Herrensitz der Ritter wurde gerne als sogenannter Liebeshof genutzt, an welchem Troubadoure Edelfrauen umwarben, und ihre Dichtungen rezitierten und sangen.

 

3 Stunden verbringen wir zwischen den Ruinen, laufen treppauf - treppab von einem Aussichtspunkt zum nächsten und lauschen ab und an dem Audioguide. Gut, dass wir feste Schuhe anhaben, die Felsen sind teils recht ausgewaschen und glatt. Durch die Erläuterungen kann man sich gut vorstellen, wie mächtig die Burganlage einmal war. Uns hat es sehr gut gefallen.

 

 

Im angrenzenden Ort Les-Baux-de-Provence leben nur noch 400 Einwohner, aber jedes Jahr kommen mehr als
1 Million Besucher hierher. Restaurants, Hotels und Souvenierläden beherrschen das Ortsbild. Trotzdem hat sich der Ort eine nette Atmosphäre bewahrt.

 

 

Den Nachmittag verbringen wir auf dem Campingplatz am und im Pool. Gegen Abend fahren wir noch einmal zum Chateau hinauf. Wir wollen die Abendstimmung und die schönen Blicke in die Ferne einfangen.

 

 

15/10 - Um 4 Uhr morgens ist die Nacht für uns vorbei. Ein heftiges Gewitter mit Starkregen macht das Schlafen unmöglich. Wenn es auf den Caravan prasselt, ist es irre laut.

Unser Stellplatz steht zum Glück nicht unter Wasser und zum Frühstück scheint schon wieder die Sonne.

 

Maussane-les-Alpilles

Wir brauchen nur um die Ecke zu gehen und schon sind wir auf der Hauptstraße des Ortes. Natürlich geht auch der ganze Autoverkehr durch diese schmale Straße und ein Shop reiht sich an den nächsten. Eigentlich ist der Ort ganz nett, um die Kirche herum ist viel Gastronomie, die auch schon heute Morgen genutzt wird.

 

 

Ein kleiner SPAR Laden ist vorhanden und sonst sehen wir nur kleine Shops: Bäcker, Käse, Wein, Olivenöl, Geschenkartikel und ein tolles Delikatessengeschäft. Dieses ist gut besucht, hier gibt es alle Leckereien in einem Laden. Wir fragen uns, ob so ein Laden auch bei uns so gut laufen würde. Hier in Frankreich wird gerne Geld für gute Lebensmittel ausgegeben.

 

 

Unser Pool auf dem Campingplatz hat lt. Aushang bis zum 15.10. geöffnet - gerne wollen wir ihn heute nochmals nutzen.  Aber leider ist er seit heute schon geschlossen.

Kurzfristig entscheiden wir uns daher für eine Wanderung, die ich schon zuhause abgespeichert habe. Es ist eine Rundtour von 10 km, der Beginn ist auf einer Bergkuppe ca. 5 km von uns entfernt. Zur Anfahrt nehmen wir das Fahrrad.

Die Tour ist sehr abwechslungsreich. Wir laufen auf breiten Wanderwegen bergan, dann wieder

200 Höhenmeter bergab über viele Steine. Auch auf Asphalt müssen wir eine gute Strecke zurücklegen bis wir wieder in Richtung eines Sees in den Wald abbiegen. Durch Buschwald und felsiges Gelände geht es schmal und steil bergan. Plötzlich stehen wir vor einem Loch im Felsen mit ca 5 m Durchmesser. Und da müssen wir runter!!! Mit Eisenstufen und Kette geht es aber gut schräg hinunter. Es schließt sich eine schmale, seilgesicherte Passage unter einer Felswand an. Und ganz unten angekommen stehen wir an einem Stausee, der 1891 als Trinkwasserspeicher angelegt wurde. Das Blaugrün des Wassers, das Grün der Bäume, das Blau des Himmels und das Grauweiß der steilen Kalkfelsen bieten einen tollen Kontrast. 

Dann sind es nur noch 30 Minuten bis zum Parkplatz, wo unsere Räder stehen. Mit über 40 km/h geht´s auf der kurvenreichen Landstraße zurück zum CP.

 

Markttag in St. Remy-de-Provence

 

16/10 - Wir hatten eine lausig kalte Nacht mit 8 Grad Tiefsttemperatur. Aber schon ab 8:30 Uhr knallt die Sonne in unser Vorzelt und heizt es tüchtig auf.

Wieder mal lockt uns heute ein Markt. Mit dem Fahrrad fahren wir zügig die wunderschöne kurvenreiche Strecke vorbei an Les Baux nach St. Remy. Die Märkte hier in Frankreich sind wunderschön. Es ist nicht nur ein Markt für die Touristen - auch viele Franzosen kaufen hier ein. Die Stimmung ist locker, die Verkäufer sind nicht aufdringlich, man bekommt überall Probierhäppchen und kann sich somit satt essen. Es gibt aber auch so viele leckere Dinge zu kosten, die wir von zuhause überhaupt nicht kennen. Stundenlang könnten wir hier durch die vielen Gassen schlendern. Sogar eine Massage kann man sich geben lassen. Und mitten auf der Straßenkreuzung gibt es Livemusik, wonach sogar einige Marktbesucher tanzen.

St. Remy hat uns ja am Sonntag nicht sehr begeistert, aber heute, mit dem wuseligen Markt, wirkt der Ort völlig verwandelt.

 

Vincent van Gogh

Ende des 19. Jhd. ließ sich Vincent van Gogh wegen des wunderbaren Lichtes in der Provence nieder. Er war so berauscht von den klaren Farben, dass er in 2 Jahren hunderte seiner schönsten Bilder schuf.

Sein letztes Lebensjahr in Saint Remy verbrachte er in einem Krankenhaus eines Klosters. Auch in dieser Zeit malte er viele seiner besten Bilder.

Überall in der Stadt ist der berühmte Maler präsent. Die Avenue Vincent van Gogh führt aus der Innenstadt auf einer schönen Allee zu seinem letzten Aufenthaltsort, dem ehem. Kloster - jetzt Monastere Saint-Paul de Mausole. Anschaulich wird man hier auf dem Weg an 19 Stationen über die Werke van Gogh und über seine Zeit in der Provence informiert.

 

Abtei Saint-Paul-de-Mausole

 

Das ehemalige Kloster und die spätere Nervenheilanstalt ist in einem guten Zustand erhalten. Hier kann man auf den Spuren von van Gogh, wo er seine letzten Monate (in psychiatrischer Behandlung) bis zu seinem mysteriösen Tod verbrachte, wandeln. Da die Abtei noch als Klinik genutzt wird, ist nur ein kleiner Teil zugänglich. Die Kirche, das Zimmer von van Gogh, den Kreuzgang und den Garten können wir uns ansehen.

 

 

Mit vielen neuen Eindrücken radeln wir auf schmalen, fast autofreien Nebenstraßen wieder zurück. Wir stoppen noch einmal in Eygalières. Das scheint ein Künstlerdorf zu sein, viele kleine Ateliers warten auf Besucher. Von einem Aussichtspunkt haben wir einen herrlichen Blick auf die Stadt und die Umgebung.

 

 

Auf dem Rückweg halten wir noch einmal kurz in Mouriès. Hier ist eine große Olivenöl Cooperative. Heute können wir nichts mehr auf dem Rad transportieren. Die Packtaschen sind vom Marktbesuch schon voll.

 

 

Unzählige Olivenbäume stehen hier soweit das Auge reicht. Es ist eine wunderschöne abwechslungsreiche Gegend, durch die wir heute wieder gefahren sind.

 

Arles

17/10 - Arles ist eine provenzialische Stadt am Ufer der Rhone. Sie hat z.Zt. ca. 53 ooo Einwohner und man trifft in der Stadt überall auf Spuren der Römer. Auch Vincent van Gogh hat hier seine Spuren hinterlassen, er hat hier ab 1888 genau 444 Tage gelebt und viele Bilder in der Stadt geschaffen.

 

20 km fahren wir mit dem Fahrrad auf ruhigen Nebenstraßen mitten in die City. Mit dem Stadtplan in der Hand schauen wir uns alle Sehenswürdigkeiten an. Die Stadt ist sehr überschaubar und alles liegt dicht beieinander. Mittags versuchen wir mal wieder die handgeschriebenen Speisekarten zu entziffern, aber das ist fast unmöglich. In einem Restaurant gegenüber der Arena finden wir eine englischsprachige Speisekarte und hier bleiben wir dann auch.

 

 

18/10 - Der Sommer verabschiedet sich auch hier unten so langsam. Die letzten beiden Nächte ging die Temperatur zwar nicht unter 17 Grad, aber die Sonne lässt sich nicht mehr soviel blicken. Unangenehm ist auch der ständig herrschende Wind. Aber mit 23 Grad am Mittag sind wir doch noch sehr zufrieden. 

Vormittags radeln wir in den Nachbarort um auf einem Bauernmarkt Obst und Gemüse zu kaufen. Sehr, sehr günstig wird dieses von den Bauern hier verkauft. Und es schmeckt auch richtig gut. Paprika und Weintrauben zB. werden zum Preis von 1€/kg angeboten. Sehr vielseitig ist das Angebot.

Nach dem Mittag laden wir uns von outdooractive eine Wandertour aufs Handy, die rund um Les Baux führt. Was für eine tolle Tour, hoch oben laufen wir durch die Felsenlandschaft der Alpilles und haben immer wieder fantastische Ausblicke. 

 

 

19/10 - Letzter Tag in der Provence

 

Richtig ungemütlich ist es hier geworden. Es ist stark bewölkt und ein kräftiger Wind pustet uns bei 22 Grad durch. Ab morgen soll es auch kräftig regnen - wir beschließen morgen abzureisen. Den Vormittag verbringen wir mit einem letzten Einkauf und tanken gleich das Auto voll (1,429€ - Diesel).

 

Nach dem Mittag setzen wir uns hier noch ein letztes Mal auf die Räder und fahren wieder nach Les Baux. Inmitten der Alpilles sind die monumentalen Carrières de Lumières der Schauplatz von weltweit einzigartigen Multimediashows. In diesem Jahr werden die bekanntesten Werke von Van Gogh in bewegten Bildern und mit passender Musik präsentiert. Diese Vorführungen werden auf die riesigen, 14 Meter hohen Wände, die Pfeiler und Böden des ehemaligen Steinbruchs projiziert. Es ist beeindruckend, wie Bilder auf die Wände des Steinbruchs gezaubert werden, sich aufbauen, wieder zerbröseln, man hat das Gefühl, mitten im Bild zu stehen! Man spaziert sozusagen mitten durch die Kunstwerke. Eine zweite Vorführung steht unter dem Motto: Geträumtes Japan, Bilder einer fließenden Welt.

 

Um Wartezeiten zu vermeiden, wird empfohlen, sich die Eintrittskarten vorher online zu einer festen Zeit zu ordern.  Wir haben Glück und können mittags ohne Wartezeit sofort in den Steinbruch reingehen. Eintritt 12€/p.P.

 

Als wir 2 Stunden später unseren Besuch beenden, stehen weit über 100 Menschen draußen und warten auf Einlass.

 

Rückreise nach Deutschland - 719 km

 

20/10 - Die Temperatur ist in der Nacht kaum unter 20 Grad gegangen. Ab heute Mittag soll der Regen kommen - wir reisen ab. Erstes anvisiertes Ziel ist Beaune. Als wir dort ankommen, stürmt und regnet es tüchtig. Weiter im Osten ist besseres Wetter und wir fahren deshalb weiter.

Unser nächster ausgewählter Platz liegt bei Mulhouse. Dort ist Sonntagnachmittag die Rezeption geschlossen. Na toll !!!! Nun ist es schon 18 Uhr und es wird bald dunkel. Wieder müssen wir schauen welcher Platz jetzt im Oktober noch geöffnet hat. Mit dem CP bei Freiburg am Tunisee haben wir Glück. Hier bekommen wir schnell einen Hardstanding Platz, da die Rasenplätze vom Regen total matschig sind. Wir schließen schnell Strom an und suchen dann hungrig das Restaurant auf. Das war ein langer Fahrtag und wir fallen früh ins Bett.

 

Weiterfahrt nach Hemsbach - 207 km

 

21/10 - Erst um 9 Uhr werden wir wach.  Wir beratschlagen, was wir weiter machen wollen. In Freiburg waren wir erst vor 7 Wochen, also beschließen wir die heutige Weiterfahrt. Auch in Deutschland liegen die Temperaturen noch um die 20 Grad. Wir wollen noch einmal in einer Weingegend Station machen und fahren nach Hemsbach an der Bergstraße auf den Campingplatz Wiesensee. Hier wollen wir noch 3 Nächte bleiben und dann geht's weiter nach Hause. 

 

In der Altstadt von Weinheim

Lorsch

Bensheim

Heppenheim

Rückfahrt nach Hause - 365 km

 

24/10 - Dieser Campingplatz Wiesensee liegt fast direkt an der Autobahn und ist sehr gut anzufahren. Er ist zwar zu ca. 2/3 von Dauercampern belegt, aber davon war nichts zu merken. Zu dieser Jahreszeit war kaum einer da. Alle Plätze sind parzelliert und haben Strom und Wasser direkt am Stellplatz. Fast alle sind geschottert. Das Sanitär ist gut und beheizt. Der CP ist auf jeden Fall zu empfehlen als Zwischenübernachtung und auch für einige Tage für Unternehmungen ist dieser Weingegend. Die umliegenden Weinorte Weinheim und Heppenheim sind recht sehenswert. Auch die kleineren Orte sind einen Besuch wert. Nicht so schön sind die Radwege in diesem Gebiet, da gibt es in anderen Gebieten schönere Wege. Viele verlaufen an den Landstraßen oder haben einen unebenen Untergrund.

Unsere Rückreise verläuft staufrei und ohne Störungen. Wir fahren viereinhalb Stunden bei meist diesigem Wetter und kommen gegen 13.30 Uhr gut zu Hause an.

 

Schlusswort - Reisen in Frankreich

 

Eine Reise durch Frankreich ist wunderschön - aber keine günstige Angelegenheit. Allein an Autobahngebühren haben wir für die Hin- und Rückreise über 200€ bezahlt. Dafür hätten wir schon für 2 Personen einen Flug nach Mallorca und zurück bekommen! Dazu kommen noch die erheblichen Tankkosten. Diesel und Benzin sind in Frankreich wesentlich teurer als in Deutschland. Sowohl in Städten als auch an der Autobahn liegt der Preis für Diesel bei ca. 1,58€ und mehr. Nur an Tankstellen, die an Supermärkten angeschlossen sind, kann man billiger tanken. Hier haben wir für 1,32€ getankt. 

Die Autobahnen sind alle gut in Schuss. Wir hatten kaum Baustellen und sind überall gut voran gekommen. Dafür sind die Straßen an Ortseingängen und in vielen Innenstadtbereichen einfach nur nervig. Zur Drosselung der Geschwindigkeit wurden überall "Huckel" angelegt. Hier ist Schrittgeschwindigkeit notwendig. Immer wieder toll finden wir - wie überall in Südeuropa - die vielen Kreisel! Es gibt kaum Ampeln und dadurch fließt der Verkehr einfach viel besser als in Deutschland mit den vielen Ampelanlagen.

 

Essen gehen in Frankreich ist auch so eine Sache für sich. Erstens denken die Franzosen gar nicht daran, Speisekarten anders als in französisch auszuhängen, was die Angelegenheit schon schwer macht. Zum anderen sind die Preise auch recht heftig. Die Preise für ein Hauptgericht bewegen sich in der Regel deutlich über 20€. Selbst die einfachste Pizza kostet 18€ - Salate fangen erst bei 18€ an, eine Vorspeise kostet auch schon an die 10 €. Dann fährt man besser, wenn man sich mittags ein Tagesmenü (Hauptgericht und eine Tasse Kaffee) auswählt. Das bekommt man schon für 16 bis 18€. Auch die Getränkepreise haben es in sich. Ein Bier (0,25l) kostet in der Gaststätte locker über 3,50€, ein Glas Wein (0,1l) kostet oft mehr als 5€.