Rundreise durch Frankreich

Anreise

26/05 - Gegen 11 Uhr sind wir startbereit für unsere erste längere Reise (4 Wochen) in diesem Jahr. Frankreich ist unser Ziel. Wir wünschen uns Temperaturen um die 24 Grad . Mal schauen, wie weit wir bei der derzeitigen Wetterlage in Richtung Süden fahren müssen.

 

Nach gut 3 Stunden Fahrt brauchen wir eine Pause und halten in Bad Homburg vor der Höhe und machen einen ausgiebigen Stadtbummel. Der Stopp hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Weiter geht's vorbei an mehreren Weindörfern. Hier waren wir schon Mal vor ein paar Jahren. Mit fällt ein, dass in dem Weinort Weinheim am Schloss einige Wohnmobil - Stellplätze sind. Einen Versuch ist es wert, einen der vier Plätze zu bekommen. Es klappt und wir stehen direkt am Schlosspark und nur ein paar Minuten von der Altstadt mit viel Gastronomie entfernt. 

Baden-Baden

27/05 - In der Schweiz ist heute Regen angesagt, also fahren wir nicht so weit und schauen uns heute mal Baden-Baden an. Einen Stellplatz finden wir ca. 4 km von der Stadtmitte entfernt.

 

Schon die Römer richteten hier an den heißen Quellen ein Militärlager und Bad ein. Die große Zeit der Stadt aber kam im 19.  Jh., als Prachtbauten wie das Friedrichsbad mit seinen Kuppelsälen, das klassizistische Kurhaus, die Trinkhalle mit korinthischem Säulengang, das Casino sowie prächtige Villen und Gärten entstanden.

800.000 Liter sprudeln täglich aus zwölf Quellen in die Thermalbäder. Wie einst Kaiser und Aristokraten tauchen Gäste auch heute im historischen Friedrichsbad von 1877 in luxuriöse Becken zwischen prächtigen Säulen und Statuen ein. (ADAC)

Am Spätnachmittag fahren wir mit der Bahn in den nahe gelegenen Ort Rastatt. 

Hier ist ja gar nichts los. Wir laufen eine Runde durch die Stadt und nehmen dann die nächste Bahn zurück. 

Dann geht's eben heute Abend mit dem Bus noch einmal in die Innenstadt von Baden Baden. Hier nehmen wir ein kurzes Gewitter unter einer Markise sitzend mit. 

 

 

28/05 - Um 9 Uhr starten wir mit Sonne/Wolken in Richtung Schweiz. Vor der Grenze wird noch das Auto voll getankt (1,629€) und paar Lebensmittel eingekauft. 

Gegen Mittag erreichen wir in Le Landeron den Camping des pêches. Es ist ein schöner kleiner CP mit einem super Sanitärgebäude. 

Le Landeron

Mit den Rädern erkunden wir die Umgebung am Bieler See und am Lac de Neuchatel. Es ist noch alles sehr ruhig hier, die kleinen Jachten liegen noch eingepackt im Hafen. Ansonsten ist es schon recht hübsch hier, erinnert sehr an Frankreich. Wir sind ja auch im franz. Teil der Schweiz unterwegs.

 

Frankreich

29/05 - Bei starker Bewölkung und 17 Grad geht's weiter nach Frankreich. Die ersten 30 Kilometer auf der A5 gehen überwiegend durch Tunnel. Gegen Mittag erreichen wir Annecy und parken unser Auto auf einem großen Parkplatz am See, wo auch viele Reisebusse stehen. Die Wohnmobile haben alle ein Ticket bekommen , wahrscheinlich dürfen wir dort nicht parken. Toll, fängt ja gut an.

 

Annecy hat einen kleinen hübschen Altstadtbereich.  Viele Touristen schieben sich durch die schmalen Gassen. 

 

Uns reicht es für heute mit der Fahrerei und suchen uns in Aix les Bains einen kleinen Campingplatz für die nächste Übernachtung (nur 15,50€ die Nacht). Wir bummeln durch die Altstadt und verbringen anschließend den größten Teil des Nachmittags am See. Hier futtern wir einen ersten leckeren Crepes zum Cappuccino. 

 

 

 

 

30/05 - Der Regen weckt uns, trübe sieht es aus. Schon vor 9 Uhr starten wir in Richtung Sonne ☀️.  Hoffentlich finden wir sie auch 😉.

Sisteron

Nach einer anstrengenden Fahrt über Autobahn und ca. 100 kurvenreichen Kilometern auf Landstraßen mit einigen Baustellen erreichen wir gegen Mittag unser heutiges Ziel Sisteron. Leider hat die Rezeption des Campingplatzes Le Jas du Moine Mittags geschlossen. Wir können in aller Ruhe auf dem CP nach einem schönen Stellplatz suchen. Wir entscheiden uns für einen Platz mit Blick auf ein Lavendelfeld mit Bergpanorama. Traumhaft schön.

 

Einen ersten Eindruck von Sisteron verschaffen wir uns auch noch am Nachmittag.

Und .....das mit der Sonne hat auch geklappt!!!

 

31/05. - Heute früh scheint die Sonne und der Mistral weht mit Böen um 75 km/h . Eine geplante Radtour lassen wir sein. Alternativ besuchen wir heute dafür die Zitadelle in Sisteron. Treppauf und treppab geht es auf verschiedenen Ebenen hoch zur Kirche und dem Glockenturm. Hier sind wir dem Sturm schutzlos ausgeliefert. Tolle Ausblicke belohnen den Aufstieg. 

 

Zum Mittagessen kehren wir bei einem Vietnamesen ein. Der Wind wird immer kräftiger und so macht Radfahren keinen Spaß. Den Nachmittag verbringen wir windgeschützt auf dem Campingplatz in der Sonne.

 

Gorges de la Meouge

01/06 - Jeden Samstag ist in Sisteron Markt. Die Märkte in Frankreich sind immer schön anzusehen, deshalb besuchen wir natürlich auch diesen kleinen Markt. Überwiegend werden regionale Produkte wie Obst und Gemüse angeboten. Weitere Köstlichkeiten sind Olivenöl, Honig und Handwerkskunst. Wir kaufen uns franz. Leckereien in einer Boulangerie für das Mittagessen.

 

Nach dem Bummel geht es mit den Rädern zur Gorges de la Meouge, ein wilder Wasserlauf in den Bergen mit einigen kleinen Wasserfällen und Felsbecken. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel und viele baden tatsächlich in dem für uns kaltem Wasser.

 

Zurück müssen wir uns dann doch beeilen, dunkle Wolken ziehen auf - ein Gewitter ist im Anmarsch. Pünktlich am Auto angekommen, beginnt es tüchtig zu regnen, Glück gehabt!

48 km sind wir heute geradelt.

Moustiers Sainte Marie

 

02/06 - Heute fahren wir nur 66 km über Landstraßen und durch eine wunderschöne Gegend zum nächsten Ziel nach Moustiers Sainte Marie auf den Camping Saint- Jean. Es ist noch viel frei und der Platz gefällt uns richtig gut.

 

 

 

Moustiers Sainte Marie ist ein Ort wie aus dem Bilderbuch. Viele alte Häuser stehen dicht an dicht in den Gassen vor der steil aufragenden Felswand.

Seit dem Mittelalter gibt es in Moustiers Keramikhandwerk. Im 17. Jahrhundert ging man dazu über, die Technik der Fayence anzuwenden, und so wurde der Ort ein Zentrum der Fayence-Herstellung, die bis ins 19. Jahrhundert andauerte.

 

Ein erster Spaziergang führt uns steil bergauf in den Ort. Auch heute am Sonntag haben die Geschäfte geöffnet. Richtig hübsch ist der Ort herausgeputzt.

Hoch über den Häusern thront eine Wallfahrtskapelle. Steil bergauf geht der Weg in praller Sonne ☀️

200 Höhenmeter müssen wir bis zum Ziel überwinden. Dann sehen wir schon wieder dunkle Regenwolken.  Wir essen noch eine Kleinigkeit und gehen dann schnell zum Auto zurück.

Ab morgen soll das Wetter beständiger werden.

 

Grand Canyon du Verdon

03/06 - Bei 15 Grad und Sonne ☀️ starten wir mit dem Rad runter an den Lac de Sainte-Croix. Hier ist der Eingang zu der Schlucht. Der Bootsverleih macht heute gute Geschäfte. Das Wasser leuchtet richtig intensiv türkis. Von hier können wir nicht weiter den Fluss begleiten. Wir müssen den gleichen Weg zurück - bergauf - und biegen dann ab auf die D952. Eine traumhafte Strecke ist das, mit vielen Möglichkeiten mal kurz zu stoppen und einen Blick in die Tiefe zu werfen. Wir fahren bis zum Belvedere de Mayreste. Der Aussichtspunkt wird im Reiseführer als sehenswert angepriesen, ist aber unscheinbar. 

Danach führt die Straße hoch in die Berge und weg vom Canyon. Also drehen wir um und fahren zurück zum CP.  Das waren insgesamt nur 34 km zu fahren, aber auf einer wunderschön angelegten Straße - 800 Meter hoch und 800 m runter. 

Am Nachmittag fahren wir noch einmal in den schönen Ort Moustiers. Es lohnt sich wirklich, mit vielen anderen Touristen durch die Gassen zu schlendern.

 

 

 

Hier auf dem Campingplatz wird jeden Abend Pizza gebacken. Sehr lecker ist sie, vor allem meine ohne Käse.

 

 

Weiterfahrt nach Aix-en-Provence

04/06 - Um 11 Uhr erreichen wir schon den kleinen Campingplatz Arc en Ciel. Nur 2 km sind es von hier bis zur Innenstadt. 

An der Hauptpromenade Cours Mirabeau sehen wir noch die Stände des Marktes. Überwiegend Textilien werden hier angeboten. Entlang des 500m langen Boulevards sind vier Brunnen zu entdecken. 

Nördlich dieser Straße kommt man in das Zentrum der Altstadt. Wir laufen kreuz und quer durch viele Gassen und finden überall alte und elegante Häuser. Unzählige Restaurants und Cafés mit Außengastronomie laden zur Einkehr ein. 

Aix-en-Provence ist wirklich turbulent und voller junger Leute. Aber sie begeistert uns nicht so richtig. Es ist eine Stadt, wie wir sie schon öfters gesehen haben.

Chateauneuf-de-Gadagne

05/06 - Den südlichsten Punkt unserer Reise haben wir erreicht. Nun geht's langsam wieder in Richtung Norden. Zuerst steht noch ein Großeinkauf für Getränke in einem riesigen Intermarche an. Unser Wasserverbrauch ist immens. 

Die nächsten Tage sollen um die 30 Grad warm werden, deshalb wählen wir heute einen Platz mit Pool. Der Campingplatz Fontisson ist wieder ein Glücksgriff. Total ruhig gelegen, viel Schatten und große Stellplätze finden wir hier vor. Der Ort ist auch nur 1 km entfernt.

Bevor es richtig warm wird, starten wir eine Radtour die bei Osmand angezeigt wird. Eine schöne 20 km lange Runde auf wenig befahrenen Straßen vorbei an Weinreben, Obstbäumen, Lavendel und Mohnblumen. 

 

Den Nachmittag verbringen wir im Schatten und am Pool. Wir kochen uns heute Abend was Leckeres und genießen die sommerlichen Temperaturen.

 

Avignon

06/06 - Mit dem Rad sind wir in 45 Minuten in Avignon. Ein gut ausgebauter Radweg, fernab von Autos, führt uns zügig zum Ziel. An der halben Brücke lassen wir die Räder stehen und holen uns ein SeniorenTicket für den Besuch der Pont Saint-Benezet und den Papstpalast (11,50€ p/P.)

Es gibt für jeden einen Audioguide, der uns die Geschichte der Brücke ausführlich erklärt. 

 

Um 11 Uhr haben wir den Besichtigungstermin im Papstpalast. Auch hier gibt es für jeden ein Tablet, mit dem man Erklärungen lesen kann und es wird bildlich dargestellt , wie die jetzt kahlen Räume damals aussahen.

 

 

 

In Avignon waren wir schon zweimal im Winter und haben uns alles ausführlich angeschaut. Heute wollen wir nur diese zwei Attraktionen besichtigen. 

Nach einem Mittagessen nehmen wir den gleichen Weg zurück. Es ist schon wieder sehr warm und wir freuen uns auf die Abkühlung am Pool.

Radtour über Le Thor nach L'Isle-sur-la-Sorgue

07/06 - In den Auslagen der Campingrezeption haben wir einen Flyer mit mehreren Radtouren gefunden. Wir haben uns für eine davon entschieden und die nehmen wir heute in Angriff. Wieder auf landschaftlich schönen Wegen - weitgehend ohne Autoverkehr - geht es zunächst nach Le Thor. Das ist auch ein recht netter Ort. Dann weiter zum Ziel nach L'Isle-sur-la-Sorgue.

 

L'Isle-sur-la-Sorgue ist eine uralte Stadt, die von einem Graben aus fließendem Wasser umgeben ist. Im 18. Jh. lieferten 70 riesige Wasserräder entlang der Kanäle Energie. Einige sind sogar noch vorhanden. 

Der Ort ist sehr touristisch geprägt, bekannt ist er heute für die vielen Antiquitätenhändler, die sich hier angesiedelt haben. Sonntags ist immer ein großer Markt, den wir wohl besuchen werden.

 

Zurück geht es dann wieder nach Chateauneuf-de-Gedagne, in diesem Ort waren wir gestern Abend noch kurz mit unseren Rädern. Das hat nicht viel Spaß gemacht. Das ist ein richtiges Bergdorf. Es geht immer nur SEHR steil bergauf und bergab. Das ist nichts für uns! Aber tolle Ausblicke gibt´s dort schon.

 

 

08/06 - Heute brauchen wir mal einen Ruhetag. Die vielen Steigungen per Rad oder zu Fuß machen sich vor allem bei Bine bemerkbar. Es soll heute auch 32 Grad warm werden. Aber bis zum Mittag ist es stark bewölkt und tröpfelt sogar ein wenig. 

Im Ort ist an diesem Wochenende ein Fest mit Musik und Essen und Trinken. Da wollen wir mal zum Abend hinschauen.

 

Am späteren Nachmittag besuchen wir dann den "Terroirs en Fete". Hier herrscht ein riesiges Treiben. Es gibt Sport & Spiel Angebote für Kinder, Tiere laufen frei herum. Eine Halle mit Wein und Spirituosen lädt zum Probieren und Kaufen ein. Aber hauptsächlich werden an unzähligen Ständen Obst, Gemüse, Olivenöl und viele andere Produkte aus der Region angeboten - überwiegend BIO!! Wir haben ohnehin den Eindruck, dass die Franzosen viel mehr Wert auf gute Qualität und Bio legen, als wir das von zu Hause kennen. Wir haben eine Kleinigkeit (Fougasse) gegessen und natürlich Bio-Saft getrunken. Gekauft haben wir neben einem guten Olivenöl noch Knoblauch und Aprikosen. Der Besuch hat richtig Spaß gemacht. Die Franzosen sind auch alle sehr freundlich und geben sich viel Mühe, uns das Produkt zu erklären.

Fontaine-de-Vaucluse - L'Isle-sur-la-Sorgue

09/06 - Unser eigentliches Tagesziel ist die Quelle des Flusses Sorgue (Fontaine -la-Sorgue) in Fontaine-de-Vaucluse. Hier wollen wir die nächsten beiden Nächte auf einem Stellplatz von Camping-Car-Park stehen. Bei unserer Ankunft ist der Platz völlig leer, aber leider können wir nicht einchecken. Auf unsere telefonische Anfrage wird uns mitgeteilt, dass alle 21 Plätze reserviert sind, so was Blödes!! So stellen wir uns erstmal auf einen Parkplatz und holen die Räder runter.

Märkte im Süden ziehen uns immer wieder an. Der große Sonntagsmarkt in L'Isle-sur-la-Sorgue soll der größte und schönste in der Region sein. Mit dem Rad sind es nur 6 km dorthin.  Wir  erstehen einige Leckereien:  Antipasti, Oliven, Melonen und Tapenaden. Hier auf dem Markt ist wirklich ein tolles Warenangebot von vielen verschiedenen Dingen.

Fontaine-la-Sorgue

Der Parkplatz ist bei unserer Rückkehr proppevoll. Zufällig fährt unser Nachbar raus aus der Parklücke und ein Hildesheimer PKW rein.

Auch das Ehepaar will hoch zur Quelle und somit laufen wir zusammen dorthin. Ca. 1 km geht´s am Fluss entlang.

Unter Kalksteinfelsen entspringt die magische Quelle. Mit unglaublichen über 90 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ist sie die größte Karstquelle Frankreichs. Schon einige Meter von der Quelle entfernt tobt das Wasser.

 

Das Wetter ist heute sehr unangenehm, es ist Gewitterluft, schwül und 28 Grad.

 In diesem Ort gibt es keine Alternative zum Übernachten, also müssen wir nun was Anderes suchen.

Pernes-Les-Fontaines

Morgen ist eine Radtour geplant. Wir suchen daher einen CP, der direkt an der Strecke liegt. Der zuerst gewählte Platz ist leider schon ausgebucht und die Reise geht weiter. 10 km weiter in Pernes-les -Fontaines haben wir Glück und finden einen kommunalen CP und checken hier für 2 Nächte ein. Ein Bummel durch den Ort zeigt mal wieder, dass jeder noch so kleine Ort fantastische alte Mauern und Gebäude hat.

 

Am Abend kommt endlich das angekündigte Gewitter. Wir hoffen, dass es kälter wird und die Luft klarer wird.

 

 

Radtour nach Gordes

10/06 - Es hat sich tüchtig abgekühlt, gestern Abend waren es nur noch 17 Grad. Die Sonne scheint heute aber wieder.

Eine Rad- Rundtour mit 1000 Höhenmetern ist für heute geplant. Wir starten in Richtung Süden und haben bald die Berge in Sichtweite. Tolle Ausblicke gibt es immer wieder. Zum ersten Mal gehen wir in Lagnes vom Rad, ein verschlafener Ort - aber Reste von einer Burg sind noch zu sehen.

 

Dann kommt eine lange tolle Abfahrt, der ein langgezogener Anstieg bis Gordes folgt. Von einem Aussichtspunkt hat man den Traumblick auf Gordes. Für die Lage des Städtchens am Berg ist Gordes berühmt. Den Ort besuchen wir erst morgen.

Immer weiter steigt die Straße an und unsere Akkuleistung fällt nach unten. Unsere Akkus waren heute morgen nicht voll aufgeladen!!!! Es nutzt nichts, wir müssen raus aus den Bergen und auf geraden Wegen zurück fahren.

Selber Schuld, wir sind beide irgendwie unkonzentriert 🤔. Wir hätten wenigstens die Ladegeräte dabei haben sollen

 

Unterwegs halten wir noch in einem Cafe und stärken uns. Und an einem Obst und Gemüseladen kommen wir auch vorbei. Die gibt es hier überall, sie haben eine tolle Auswahl. Nebenan beim Bäcker finden wir auch wieder mal Brot. Jeden Tag Baguette muss nicht sein.

Mit letzter Akkuleistung kommen wir am CP an.

 

Zwei Stunden geben wir den Akkus zum Laden und dann fahren wir den letzten geplanten Halt auf unserer heutigen Radrunde an. 10 km entfernt liegt auf einem Felssporn das Bergnest Venasque. Verwinkelte Gassen und eine alte Pfarrkirche sieht man hier. Das Schönste von hier oben ist der weite Ausblick in die Umgebung. Wir können sogar den Mont Ventoux sehen (ein spektakuläres Etappenziel bei der Tour de France, fast 2000 m hoch).

Wir nehmen noch ein kleines Essen zu uns (Abendessen ist in Frankreich erst später) in einem schönen Cafe mit toller Außenterrasse ein. 

Abbaye Notre Dame de Senanque

11/06 - Heute ziehen wir weiter nach Apt. Die Gegend durch die wir fahren ist traumhaft schön.  Unterwegs stoppen wir am bekannten Kloster inmitten von Lavendelfeldern. Leider sieht man noch nicht viel "blaues".  Ist trotzdem nett, sich das anzusehen. Besichtigen wollen wir es aber nicht.

 

Gordes

Auch an Gordes kommen wir vorbei und bummeln heute mal durch die Gassen. Es ist Markttag  und dadurch wohl auch voller als normal. Der Markt findet am zentralen Brunnen statt und hier quälen sich auch alle Autos durch. Der Verkehr wird sogar durch Ordnungshüter geleitet. Es geht steil runter oder steil rauf durch die Gassen. Viele schöne Ausblicke und viele schöne Ecken hat der Ort zu bieten.

Apt

In Apt haben wir uns den Campingplatz Les Cèdres 500 m von der City ausgesucht. Leider kommen wir in der Mittagspause an, aber wir sind die ersten in der Reihe. Es folgen uns noch einige. Der Platz ist ganz schön voll, wie alle Plätze hier unten. Am Nachmittag darf man nicht mehr anreisen.

 

Saignon

Für eine kleine Radtour am Nachmittag haben wir uns das winzige Bergdorf Saignon ausgesucht. Das wird als besonders schön beschrieben. Gut, dass die Akkus voll aufgeladen sind. Es geht 270 Höhenmeter sehr steil bergauf und die Akkus bergab! Aber das Dorf und seine Ausblicke entschädigen alle Mühen. Links auf dem Felsen vom 1. Bild ist der Aussichtspunkt. Es ist wirklich schön und die Aussichten grandios. Rasant geht es wieder bergab nach Apt.

In der Innenstadt finden wir ein schönes kleines Lokal, welches auch marokkanische Tajine anbietet. Da sagen wir nicht nein.

Radtour auf der Veloroute ab Apt - Saint-Martin-de-Castillon - Apt

12/06 - Direkt neben dem CP verläuft die Véloroute, eine ehemalige Bahntrasse. Wir folgen ihr bis zum östl.  Ende (9 km) durch eine wunderschöne Natur. Insgesamt ist die Véloroute 43 km lang.

Dann biegen wir ab in die Berge nach Saint-Martin-de-Castellon. Auch wieder ein kleines Bergdorf, eigentlich sehen sie alle gleich hübsch aus. Schmale Gassen, alte Häuser und viele Blumen. Nach einem guten Café au Lait geht's weiter -  zurück nach Apt. 

 

Noch einmal etwas bergauf und dann erreichen wir Caseneuve. Der Ort überrascht. Er ist klein, wirkt ganz alt und ausgestorben. Hat aber irgendwie Flair. 

Nun geht's bis zur Véloroute rasant bergab. 5,3 km und 303 Höhenmeter, eine tolle Abfahrt!!

 

 

Am Nachmittag ist relaxen angesagt. Muss auch mal sein😄.

 

Radtour Apt - Goult - Roussillon - Apt

13/06 - 13 Grad sind es heute früh nur, 24 Grad sollen es werden. Optimal!!

Weiter geht's heute auf der Véloroute in die andere Richtung bis kurz vor Goult. Goult liegt - wie fast jeder Ort hier - natürlich wieder 100 m höher auf einem Berg. Heute ist hier Markt in der engen Gasse. 

 

Roussillon ist unser nächstes Ziel. Auch dieser  Ort liegt natürlich wieder hoch oben auf dem Berg. Aber zuerst schießen wir eine tolle Abfahrt von Goult den Berg hinunter. 

Roussillon war früher das Zentrum des Ockerabbaus. Auch heute noch können die Dorfbewohnern für den Anstrich ihrer Häuser einen Farbton aus einer Farbpalette von 40 Rottönen aussuchen. Rot ist Pflicht!! 

Roussillon ist wie immer von Touristen überlaufen. Alle wollen die Ockerfelsen anschauen und durch die verwinkelte Altstadt bummeln. Viele Künstler - und Keramik Ateliers haben sich hier angesiedelt. 

In einer netten Boulangerie machen wir unsere Mittagspause mit Kuchen, Wraps, Joghurt/ Früchten und einem Cappuccino. Hier gibt's tolle Sachen zum Schlemmen. 

Apt

4 Nächte verbringen wir in Apt, es gibt hier so viele schöne Radwege und gut erreichbare Ziele. Die Landschaft ist hier besonders schön. 

 

Lt. Reiseführer ist Apt  in ganz Frankreich für seine kandierten Früchte bekannt. Dabei werden echten Früchten Wasser entzogen und durch Zuckersirup ersetzt. Das werden wir mal probieren.

Irgendwie sind wir wohl zu doof, aber wir haben keine gefunden. 

Die Innenstadt hat eine ca. 500 m lange Fußgängerzone und davon ab führen kleine Gassen. Eigentlich ganz nett. Aber am Abend wie ausgestorben. 

 

Radtour nach Bonnieux und Lacoste

14/06 - Heute ist unser letzter Tag im Luberon. Es ist heute stark bewölkt und erst am Nachmittag hat die Sonne wieder eine Chance. Zwei Bergdörfer - die sehr schön sein sollen - stehen noch auf unserem Plan. Also wird am Mittag noch eine kleine Radtour um die 40 km bergauf und bergab gestartet. Beide Orte liegen wie gemalt direkt an den Berghang gequetscht. Das erste Dorf Bonnieux beeindruckt uns nicht besonders, da haben wir schon schönere gesehen.

 

Bonnieux

 

Lacoste  dagegen gefällt uns richtig gut. Der mittelalterliche Charakter kommt durch die urigen  verwinkelten Gassen und das Kopfsteinpflaster im kompletten Ortskern schön zur Geltung.

Oberhalb des Ortes steht die Ruine eines alten Schlosses. Von hier oben blickt man in die Ferne.

 

Weiterfahrt an die Ardeche

15/06 - In Apt findet am Samstag der größte Markt der Gegend statt. Bevor wir abfahren, laufen wir noch einmal durch die Gassen und kaufen einiges ein.

Gegen 11 Uhr verlassen wir Apt. Zwei Stunden brauchen wir bis nach Vallon-Pont-d'Arc. Die Landstraße zur Ardeche ist viel besser zu befahren, als wir vorher befürchtet haben. Hier gibt's reichlich Campingplätze zur Auswahl. Wir fahren den ACSI Camping de l'Ardeche an. Er liegt direkt am Fluss. Es ist natürlich wieder Mittagspause. Hier sind noch viele Plätze frei.

 

Vallon-Pont-d'Arc ist knapp 2 km vom CP entfernt. Der Ort ist voll mit Touristen. Viele Geschäfte, Cafés und Restaurants liegen im Ortskern dicht beieinander. Es ist alles sehr touristisch aufgemacht und dadurch sehr unruhig. Aber trotzdem ist es ein hübscher Ort .

Die Speisekarten sind nun auch auf Englisch zu lesen. Uns fällt gleich auf, dass die Preise in den Restaurants hier um einiges günstiger sind.

 

Abendessen gibt es in Frankreich immer erst ab 19 Uhr. Wir besuchen ein Restaurant gleich neben unserem CP. Das Essen - Menü - ist wirklich spitze - für das Auge und für den Gaumen. Salatteller, Thunfischsteak mit Reis und Gemüse und ein Eis.

Radtour entlang der Ardeche

16/06 - 500 m hinter unserem CP liegt ein kleines Dorf, das sollen wir uns unbedingt anschauen. Ja, es ist alt und sieht auch hübsch aus - der kleine Abstecher hat sich gelohnt.

Nun geht's aber an die Ardeche. Wir fahren auf der D290 zusammen mit Autos, Bussen und Motorrädern. So früh am Sonntag Morgen ist noch nicht viel Betrieb. Die ersten 10 Kilometer fährt man fast immer mit Blick auf den Fluss. Danach führt der Weg 300 m hinauf in die Berge. 

Die Le Pont d' Arc ist natürlich die Attraktion auf der Strecke. Nach einigen Fotos nehmen wir unseren Picknickkorb und legen uns an den Sandstrand. Hier können wir auch gut die Paddler beobachten. An den Stromschnellen hat man gut beobachten können wer "Paddelprofi" und wer Anfänger ist. Einige kamen toll durch die Wellen, andere gingen über Bord und mussten schwimmend ans Ufer. Es gab auch Boote, die im Strudel einfach umgedreht wurden und rückwärts durch kamen.

Radtour auf der Via Ardeche

17/06 - 5 km nördlich von uns verläuft wieder ein Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse - die Via Ardeche. 

3 sehenswerte Orte liegen an der Strecke und wir verbinden es mit einer Rundtour durch das interessante Hinterland. 60 km sind es dann doch wieder geworden. 

Unser erster Stopp ist in Ruoms. Hier liegen verschiedene Shops und Restaurants dicht an dicht. Es ist ein richtiger Touristenort. 

Balazuc

Voguè

37 km auf kurvenreicher Straße entlang der Ardeche

18/06 - Unser heutiger Übernachtungsort ist Saint-Martin-d'Ardeche, ein Ort am Ende der Schlucht. Die Straße dorthin ist sehr gut ausgebaut und unzählige Aussichtspunkte mit Parkmöglichkeiten finden wir unterwegs. Auf einer Länge von etwa 30 km fallen die Felswände fast senkrecht ab. An manchen Stellen verengt sich der Canyon bis auf wenige Meter. Wir haben tolle Ausblicke von hoch oben in die Schlucht und auf die Schleifen der Ardeche. Nur eine Herde Ziegen versucht uns auf der Strecke aufzuhalten. 

 

Heute ist es leicht bewölkt und somit wieder sehr schwül. Bis zu 32 Grad sind angesagt.

Platz zum Übernachten finden wir auf dem Stellplatz von Camping Car Park Camping de mon Village de Saint-Martin-d'Ardèche. 11 Plätze sind am Mittag noch frei von 54 - um 16 Uhr ist er voll.

 

Eine kleine Runde mit dem Rad trauen wir uns bei den Temperaturen noch zu. Bei der Anreise vor 4 Tagen ist uns ein Lavendelfeld aufgefallen. Da geht's nun hin. Wir überqueren in Bourg-Saint-Andéol die Rhone. Auf der Strecke dorthin sehen wir viele Weinstöcke. Das eine Lavendelfeld finden wir auch. Er hat schon eine tolle Farbe. 

In Bourg gibt's noch einen guten Kaffee und dann entfliehen wir der Sonne ☀️. 

Aiguèze

19/06 - Schon beim Frühstück ist es unerträglich warm und schwül. Aiguèze ist eines der schönsten Dörfer Frankreichs und liegt auf einem Felsen gegenüber auf der anderen Seite der Ardeche. Die Archeche überqueren wir auf einer Hängebrücke, die sieht schon imposant aus. Die Brücke ist so schmal (2,50 m),  dass eine Ampel die Fahrberechtigung regeln muss.

Von einem Aussichtspunkt hat man einen tollen Blick auf den kleinen Ort mit seiner Burg. Die Auszeichnung "schönstes Dorf" hat Aiguèze zu Recht bekommen. 

 

 

 

Für irgendwelche Unternehmungen ist es mittlerweile viel zu heiß und schwül. Für morgen ist heftiger Regen angesagt und so beschließen wir, aufzubrechen und einen Teil der Strecke hinter uns zu bringen. Nach gut drei Stunden Fahrt reicht es uns und wir stoppen wieder in Aix-Les-Bains - diesmal auf dem Stellplatz von Camping Car Park. Der liegt fast direkt am See. Mittlerweile haben wir schon 32 Grad und verbringen den Nachmittag am See.

Wir erreichen Deutschland 😀

20/06 - Die ganze Nacht ging die Außentemperatur nicht unter 24 Grad. Das war schon eine schwitzige Nacht. 

Bevor wir in den angekündigten Regen kommen fahren wir los in Richtung Norden. Die Autobahn in der Schweiz ist voll, das macht das Fahren anstrengend. Zur Übernachtung haben wir uns den 1. Stellplatz in Deutschland der Camping-Car-Park Group ausgewählt. Er liegt am Sportzentrum in Bühl und heute ist hier ein großes Sportfest der Schulen. Ab 20 Uhr sogar mit Live-Musik, besser geht's nicht. 

Bühl

Bühl kennen wir nur von den Zwetschgen 😉. Es ist eine nette Kleinstadt. Auf einem Stadtrundgang mit Erklärungen laufen wir 90 Minuten kreuz und quer durch den Ort. Ein zünftiges Essen muss heute mal sein - Hirschgulasch mit Spätzle und ein schönes Bier dazu. 

Auch hier sitzen wir noch bei 26 Grad draußen.

Wir erreichen unser Zuhause

21/06 - Die Nacht war ruhig, am Morgen regnet es leicht. Also fahren wir weiter in Richtung Heimat. Die Autobahn ist voll, Staus werden umfahren und nach Frankfurt stoppen wir nochmals für eine längere Pause in Butzbach. Auch wieder eine hübsche Fachwerkstadt. 

 

Den Rest fährt Rudi auch noch locker zurück. Heute ist Ferienbeginn in Niedersachsen. Die Gegenrichtung hat kilometerlange Staus.

 

Schlusswort

 

Frankreich als Reiseland gefällt uns mit jedem Besuch besser. Wir waren begeistert von den vielen tollen Radwegen, die eigentlich in jedem Ort ausgewiesen werden. Man nimmt sehr viel Rücksicht auf Radfahrer.

Die vielen mittelalterlich erhaltenen Orte haben uns sehr beeindruckt. 

Die Menschen sind durchweg freundlich auf uns zugegangen und haben sich immer bemüht, uns zu verstehen.

Positiv ist uns wieder mal aufgefallen, dass es in jedem noch so kleinem Ort, kostenlose öffentliche ,saubere Toiletten gibt.