Andalusien

 

20/11 - Um 7 Uhr geht der Wecker - wir wollen heute nicht so spät los. Kurz nach 8 Uhr sind wir fertig und starten Richtung Spanien. Dort ist es nun schon 9 Uhr. 

Weiterfahrt nach Sevilla - 190 km

 

Wir fahren in Tavira auf die fast leere Autobahn und kommen gut voran. In Portugal sieht man rechts und links der Autobahn nur trockenes Brachland. In Spanien sieht es ab der Grenze gleich ganz anders aus. Kilometerlang stehen auf dem Mittelstreifen 2 m hohe Oleanderbüsche. Viele stehen noch in voller Blüte. Das Land ist bewirtschaftet mit Orangenbäumen und vielen Gewächshäusern. Alles ist grün, Eukalyptusbäume und Kiefern sehen wir.

Zu unserer großen Überraschung ist die ganze Strecke von der Grenze bis Sevilla gebührenfrei, toll. Um Sevilla ist viel Verkehr und wir sind erst gegen 12 Uhr auf dem Campingplatz Villsom. Hier geht es ruck zuck. Ausweise kopieren, Kennzeichen notieren, Plan für die Bushaltestelle nach Sevilla, Fahrplan für den Bus, Wlan Passwort. Wir bekommen einen Platzplan und gehen los. Es ist viel frei. Wir entscheiden uns sehr schnell für einen Platz, stellen den Wagen auf, essen ein wenig Brot und machen uns gleich auf den Weg zum Bus.

 

Sevilla

Der Bus braucht eine gute halbe Stunde in die City und kostet 1,65€.  Die Endhaltestelle ist am Plaza de Espana. Den Platz schauen wir uns zuerst an. Er ist zur Iberoamerikanischen Ausstellung 1929 entstanden. Was für ein Bau.....!  Im Halbkreis steht ein großes Gebäude, rechts und links mit einem Turm flankiert - in der Mitte wurde ein Wasserlauf eingerichtet, den man auch mit kleinen Booten befahren kann. Am Gebäude ist eine Reihe von 50 Kachelbildern zwischen Kachelbänken zu sehen. Jedes Bild repräsentiert eine spanische Provinz. 

 

Weiter geht es am Ufer des Flusses Rio Guadalquivir zum Torre del Oro - dem Goldturm. Der Turm hat eine zwölfeckige Form und kann bestiegen werden. Heute am Montag ist sogar freier Eintritt. Ein maritimes Museum ist in den unteren Etagen integriert.

 

Dann wollen wir heute noch zur Palastanlage Real Alcazar. Wir haben Glück, die Schlange ist nicht mehr so lang. Die ersten Bauten entstanden schon 913 und immer wieder wurden Gebäude angebaut und erweitert. Die königliche Residenz wurde 1364 von einem arabischen Baumeister gebaut. Eine beeindruckende Anlage, vor allem die feinen Stuckarbeiten begeistern uns. Ein schöner Garten schließt sich an. 

Barrio de Santa Cruz ist ein Viertel in der Altstadt mit vielen engen Gassen, vielen kleinen Lokalen und kleinen Geschäften. Durch die Enge schützt man sich vor der Hitze im Sommer. Hier stärken wir uns in einer kleinen Bar mit einigen Tapas und einem Bier. Mittlerweile ist es dunkel und wir gehen langsam durch die lebhafte, schön beleuchtete City zurück zum Bus. Sind beide irgendwie müde und kaputt. 

 

Panorama Bild von spanischem Platz
Panorama Bild von spanischem Platz

 

21/11 - In der Nacht hatten wir einstellige Temperaturen, morgens sind im Wohni aber noch 13 Grad. Schnell den Lüfter an und es ist wieder kuschelig warm. Draußen haben wir zwar blauen wolkenfreien Himmel - aber um 9 Uhr sind es gerade mal 7 Grad. Gegen Mittag werden es wieder 24 Grad. Also morgens und abends brauchen wir eine warme Steppjacke und ab Mittag bis zum Sonnenuntergang so gegen 18 Uhr reicht ein Top.

 

Wieder geht es heute mit dem Bus in die Stadt. Da der Bus am spanischen Platz hält, laufen wir auch heute zuerst hier nochmals hin. Von diesem Platz sind wir total begeistert.

Dann steht die Kathedrale auf dem Programm. 20 Minuten anstehen für die Eintrittskarten und dann können wir das riesige Gebäude betreten. Innen wirkt es wie ein Museum, die Kunstschätze sind alle mit Gittern gesichert. Das Grab von Columbus ist sehr eindrucksvoll. Natürlich laufen wir auch hoch auf den Turm - die Giralda. Sehr voll ist es hier oben. Es geht nicht über Treppen hinauf, sondern über 35 Rampen. Oben wird man mit einem tollen Blick belohnt. 

 

 

Den Rest des Tages lassen wir uns einfach treiben, besuchen noch einige Kirchen, laufen durch die Fußgängerzone und schauen in die Geschäfte. Bummeln durch die engen Gassen der Altstadt, finden viele hübsche Plätze und viele nette Bars, Cafes und Restaurants. Den ganzen Tag ist hier gute Stimmung von einigen "roten" Herren. Dank Google erfahren wir, dass heute Sevilla gegen Liverpool in der Champions League spielt. Gegen Abend und viel geflossenem Bier laufen die Briten sehr laut singend durch die Stadt. (Das Spiel endet 3:3 - in der Halbzeit führt Liverpool noch mit 0:3).

Sevilla ist eine tolle Stadt, erst um 22 Uhr sind wir wieder daheim.

 

Weiterfahrt in Richtung Malaga - 210 km

 

22/11 - Auch diese Nacht war wieder sehr kalt. Heute fahren wir weiter und verlassen die schöne Stadt Sevilla. Unser Ziel ist ein ganz kleiner CP in den Bergen, Camping Presa La Vinuela. Da es dort rundherum keine Stadt und somit keine Einkaufsmöglichkeit gibt, müssen wir unsere Vorräte hier vor der Abfahrt auffüllen. Schon um 8.30 Uhr sind wir mit dem Frühstück fertig und fahren zum Carrefour (großer Markt). Leider stehen wir noch vor verschlossener Tür, da erst um 9 Uhr geöffnet wird. Egal, wir brauchen alles für die Weiterfahrt, also warten!

So gegen 10 Uhr kommen wir dann endlich los. Auf der gesamten Autobahnstrecke sehen wir rechts und links der Straße unendlich viele Olivenbäume. Auf dem Mittelstreifen stehen fast auf der ganzen Strecke riesige Oleanderbüsche, die zum Teil sogar noch blühen.

Die Autobahn ist recht leer und hier sogar gebührenfrei und wir kommen gut voran. Erst die letzten ca. 30 km werden spaßig. Es geht auf über 850 m hoch, die Straße wird schlecht und wellig und einmal stehen wir plötzlich in einer Sackgasse. Rudi setzt den Wohni mit Bines Hilfe fast 200 m rückwärts wieder bis zur nächsten Abzweigung (ein wenig Abenteuer muss ja sein!). Aber dann erreichen wir endlich um 13.30 Uhr den neuen CP. Der ist richtig klein mit nur 39 Stellplätzen und liegt mitten in den Bergen. Einchecken geht schnell und problemlos. Dann machen wir heute mal auf faul und setzen uns nur noch in die Sonne. Es gibt sogar einen Pool, aber den beachten wir heute nicht. Zur Belohnung für die anstrengende Fahrt wird heute wieder gegrillt.

 

 

 

23/11 - Um 8.30 Uhr bin ich heute erst wach geworden. Rudi entwickelt sich als Rentner zum Langschläfer, das hätte ich nie gedacht. Fast jeden Morgen muss ich ihn aus dem Bett "schmeissen".

10 Grad - Sonne - blauer Himmel um 9 Uhr. Nach dem Frühstück wollen wir uns heute mal die Gegend um den Campingplatz ansehen. Der Platz liegt lt. Karte an einem großen Stausee und auf meiner Karte ist ein 22 km langer Rundweg eingezeichnet. Ein kleines Stück davon könnte man bis zum Mittag mal laufen. Von Wasser aber keine Spur, der See ist nur noch im südlichen Bereich mit Wasser gefüllt. Mittlerweile wird es mit steigender Sonne auch wieder richtig warm. Wir laufen auf dem "Uferweg" bis wir endlich mal ans Wasser kommen. Zurück nehmen wir die Abkürzung durch den trockenen See.  

 

 

Den Rest des Tages bleiben wir am Wohni in der Sonne. Es ist nochmal ein schöner warmer Tag ohne Wind. Das Thermometer -in der Sonne liegend- zeigt noch 35 Grad an. Als die Sonne auf unserem Stellplatz um 17 Uhr verschwindet, laufen wir nochmal 1 Stunde in der Umgebung unseres Platzes. Danach wird abgewaschen und gegessen.

Schnell wird es draußen wieder frisch und wir müssen den Rest des Abends im Caravan verbringen.

 

Weiterfahrt an die Küste nach Torrox - 34 km

 

24/11 –  Nach 2 schönen faulen Tagen in den Bergen soll es heute weitergehen in die Nähe von Nerja. Dort will uns Tobi mit Anna (unser Sohn mit Frau) ab Dienstag besuchen und wir wollen uns da schon mal näher ran tasten. Die Strecke ist nur 34 km lang und wir sind schon früh auf dem Camping El Pino in Torrox. Der Empfang ist recht freundlich. Wir bekommen einen Plan in die Hand und sollen uns einen Platz aussuchen. Es ist viel frei, allerdings sind viele Plätze lang und schmal und auch viele Plätze schattig. Wir finden aber weiter oben einen schönen großen sonnigen Platz, der ideal für uns ist. Dies ist ein ACSI Platz und mit 15 Euro tägl. sehr günstig. Wir fragen gleich nach einer Möglichkeit, unseren WW für die Woche in der Tobi mit uns ein Apartment teilt stehen zu lassen. Auch hier kommt man uns sehr entgegen. Für 4 Euro pro Tag können wir den WW auf unserem Stellplatz stehen lassen. Das nehmen wir doch gern an. Einige Camper, mit denen wir sprechen, raten uns dringend davon ab, den WW in Nerja auf einem Parkplatz abzustellen. Es passiert in Spanien doch zu viel und auf einem CP steht der Wagen viel geschützter. Da haben wir doch glatt eine Sorge weniger.

Auf diesem Platz staunen wir doch darüber, wie viele Deutsche hier campen, nachdem wir bisher überwiegend auf Briten gestoßen sind. Einige sind schon seit Jahren hier zum überwintern. Ein Ehepaar ist schon seit Jahren für mindestens 6 Monate immer bis Mai hier.

Wir bauen schnell auf und gehen dann mal an den Strand runter, das ist ca. 1 km Weg, nicht sehr schön zu laufen, oft steinig und geschottert. Vom Strand sind wir leider auch nicht begeistert. Der Sand ist dunkel und nicht sehr fein. Viele Kiesel dazwischen. Auch der Gang ins Wasser ist nur über Kies möglich. Da hatten wir in Portugal doch wesentlich schönere Strände. Auf dem Rückweg vom Strand wollen wir noch Gemüse kaufen für unsere Abendmahlzeit, aber wir haben die Rechnung ohne die Spanier gemacht. Der Supermarkt hat tolle Öffnungszeiten und macht erst wieder um 17.15 Uhr auf. Da gehen wir dann halt später noch einmal hin. Heute wird wieder schön gegrillt. Es wird darüber dunkel und wir sehen: Es weihnachtet sehr. Auch hier hat die Weihnachtszeit begonnen. An einigen WW und Bäumen hängt Weihnachtsbeleuchtung und erstrahlt in hellem Glanz. Ein Brite hat sogar schon in seinem Vorzelt einen Tannenbaum (künstlich) aufgestellt und auch der leuchtet schon. Jegliche Beleuchtung flimmert in oft wechselnden Farben.    

 

 

25/11 - Wieder haben wir beide lange geschlafen, erst um 8:30 Uhr werden wir wach. Nach dem Frühstück starten wir zu Fuß zuerst in die Stadt Torrox. Die liegt 3 km vom Strand entfernt hinter der Autobahn. Enge Gassen mit vielen Blumentöpfen führen durch den ganzen Ort. Der Hauptplatz ist mit vielen Regenschirmen geschmückt. Das sieht originell und irgendwie toll aus. An einem Bäcker mit vielen leckeren Kuchenstücken kommt Rudi nicht dran vorbei. Das Stück wird auch gleich vertilgt. Eigentlich wollten wir von hier noch hoch in die Berge - aber wir haben bei der Wärme keine Lust mehr. Irgendwie ist die Luft raus. Dann gehen wir lieber in Richtung Strand. 

 

 

Auf dem Weg zum Strand kommen wir bei Lidl und Aldi vorbei. Auch die gibt es hier. Der Hauptstrand ist nicht besser als der gestrige Strand, er ist sehr kiesig. Eine lange Promenade führt am Strand entlang. Wir setzen uns in eine Bar und bestellen uns jeder 3 Tapas zu 1,50 €/Stück. Dazu gibt es heute die erste Sangria auf unserer Reise. Alles sehr lecker. Wir laufen noch etwas am Strand entlang bevor wir zurück zum CP gehen. Um 16 Uhr sind wir wieder daheim.

Mittlerweile ist es bewölkt, aber mit 22 Grad noch warm. Die nächsten Tage soll es kälter werden und es soll auch regnen.

 

Malaga

 

26/11 - 9:55 Uhr fahren wir mit dem Bus pünktlich ab Torrox nach Malaga (3,84€). Eine gute Stunde brauchen wir bis ans Ziel. Die Fahrt geht immer am Meer entlang. Ab Torre de Mar fährt der Bus auf die Autobahn. In Malaga angekommen, schauen wir uns zuerst das Hafengebiet mit der neuen Promenade an. Sehr schick ist es geworden!

Dann geht's weiter zum Plaza de Toros (Stierkampfarena). Die Arena ist sehr imposant. Durch schöne Parkanlagen kommen wir in Richtung Innenstadt. Ein großer Unterschied zu Portugal ist, dass es hier viele gepflegte Anlagen mit schönen Pflanzen gibt. Selbst Rosen blühen hier noch und vieles mehr.

 

 

Die Innenstadt ist sehr aufwendig weihnachtlich geschmückt. Das sieht schon toll aus. Der "Hauptschmuck" auf dem 1. Bild überspannt die Fußgängerzone auf ca. 250 m wie ein Dach. Die Stadt ist sehr voll, viele Tapas-Bars und Cafes reihen sich aneinander. Und alle sind gut besucht. Da sitzen schon morgens einige bei einem Glas Wein und geniessen die Sonne. 

Zum Mittagessen finden wir einen schönen Platz in einer Tapas-Bar und bestellen uns eine Paella und eine Cerveza. Gestärkt machen wir uns an die Besichtigung der Alcazaba - die Residenz der maurischen Herrscher. Heute am Sonntag ist hier sogar freier Eintritt. Es geht stetig bergan, vorbei an kleinen Gärten bis hoch zum Palast. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Stadt.

 

 

Langsam wird es dunkel und wir hoffen, dass die Weihnachtsdeko heute auch schon leuchtet. Schnell essen wir in einer Bar noch ein paar Tapas und tatsächlich leuchtet Malaga danach in jeder Ecke weihnachtlich. Menschenmassen schieben sich plötzlich durch die Gassen, alle genießen den Anblick und den Trubel. Alle paar Meter gibt es etwas anderes zu sehen (Akrobatik) und zu hören (viele verschiedene Musiker). Einen Weihnachtsmarkt wie wir ihn in Deutschland kennen, gibt es hier nicht. Es gibt überhaupt keine Verkaufsstände, dafür ist Musik und Tanz auf der Straße eher angesagt.

Mit dem vollbesetztem Bus um 19:35 Uhr fahren wir nach Torrox zurück und sind erst nach 21 Uhr auf dem Campingplatz. Es ist sehr mild heute Abend. Wir können noch eine Stunde draußen sitzen.

 

 

27/11 - Das Wetter soll sich ändern. Für die nächsten Tage sind etwas Regen, Wolken und sinkende Temperaturen angesagt. Da wir ab morgen für eine Woche in ein Appartement nach Nerja umziehen, nehmen wir uns für heute einen kleinen Ausflug mit dem Linienbus nach Nerja vor. Die Busfahrt kostet 1,16 Euro p. P.  In Nerja laufen wir zuerst zum sogenannten Balcon de Europa. Dann laufen wir durch die Straßen (z. T. Fußgängerzone) und suchen unsere Unterkunft für die nächsten Tage. Direkt daneben befindet sich die Agentur. Der Vermieter ist ein sehr netter Deutscher, der uns einige Erklärungen gibt. Hinter dem Haus befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem für uns für 1 Woche ein Stellplatz für 30 Euro zur Verfügung steht. Das soll uns für heute erst einmal reichen. Wir wollen ja noch einiges erkunden, wenn uns Tobias und Anna besuchen. Vor der Rückfahrt setzen wir uns noch in eine kleine Bar zum Mittag. Jetzt verlässt uns für heute das bißchen Sonne und es wird doch etwas kühl. Zurück geht es zum CP. Für heute wollen wir es ruhig ausklingen lassen.

 

28/11 - Stark bewölkt ist es heute morgen. Wir packen vormittags unsere Sachen für den Umzug in das Appartement in Nerja zusammen. Das Auto müssen wir auch leeren, da wir die 2. Sitzreihe nun brauchen. Alles kommt in den Caravan.

Mittags übernehmen wir das schöne Appartement, es liegt sehr zentral, dicht am Meer und nah am Centrum. Wir haben eine große Sonnenterrasse und oben auf der Dachterrasse sogar einen kleinen Pool. Nur schade, dass es die nächsten 2 Tage viel regnen soll. Dann geht es gleich weiter nach Malaga zum Flughafen. Pünktlich kommen die beiden an. Wir fahren zuerst in die City und laufen bis es dunkel wird durch die Straßen Malagas. Die ersten Tapas werden auch gleich in der Altstadt probiert und um 18:30 Uhr erstrahlt wieder die tolle Weihnachtsbeleuchtung. Danach fahren wir nach Nerja zum Appartement.

Abends laufen wir schon mal auf den Balcon de Europa und weiter durch die Altstadt. Wir kehren nochmal in einem netten Restaurant auf ein paar Tapas ein. Richtig schöne Lokale gibt es hier, das müssen wir uns morgen bei Tageslicht mal ansehen.

 

29/11 - Früh morgens hört man schon das Gewitter und den starken Regen, der den ganzen Tag anhält. Zwei mal haben wir uns bei einer kleinen Regenpause vor die Tür getraut, immer mit Regenschirm bewaffnet.

Bei dem Wetter machen wir es uns auch Abends in der Wohnung gemütlich, Rudi grillt auf der Terrasse und wir speisen im Warmen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30/11 - Heute Morgen scheint sogar für 3 Stunden die Sonne, bevor sich wieder die Regenwolken durchsetzen. Hier mal ein Blick morgens von der Terrasse in unsere Straße.

 

Mit dem Auto fahren wir zur Cueva de Nerja - eine Höhle, die zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens gehört (Eintritt 10€). Wir brauchen nur 30 Minuten warten bis wir an einer Führung durch die Höhlen teilnehmen können. Ausgestattet mit einem Audioguide erfahren wir alles Wissenswerte. Diese Höhlen wurden erst 1959 durch Zufall von Jugendlichen beim Spielen entdeckt.

 

 

Nachmittags regnet es wieder, wir lesen, spielen Karten und spielen Qwirkle. Zum Abend hört der Regen endlich auf, der Himmel wird klar und wir gehen um die Ecke in die Altstadt. Tobi sucht einige gute Tapas-Bars raus, aber einiges hat natürlich jetzt zu dieser Zeit schon geschlossen. Aber es gibt immer noch genug Auswahl und die Bars sind alle gut besetzt. Schnell entscheiden wir uns für eine und finden den letzten Vierer-Tisch frei vor. Kaum das wir sitzen wird schon gefragt, was wir trinken wollen. Die Getränke -z.B. Bier 0,3 - 2€ - werden hingestellt und man darf sich ein Tapa aus der Karte frei aussuchen. Ist schon witzig. So kann man auch satt werden. Wir bestellen uns aber noch eine leckere Schinkenplatte und ein großes Stück gegrilltes Fleisch mit Beilage. Das wird schon portioniert hingestellt mit 4 mal Besteck. Zu jedem weiteren Getränk wird natürlich auch wieder ein Tapa als Zugabe gereicht. Zum Nachtisch gibt es Schokomousse und wir sind pappsatt. Ist ein lustiger Abend in der Bar.

 

 

01/12 - 10 Grad - blauer Himmel. Da sieht die Welt doch gleich ganz anders aus. Die 2. Tasse Kaffee nehmen wir schon auf unserer großen Terrasse zu uns. Heute wollen wir mal in Ruhe durch Nerja laufen. Hier in Strandnähe sind die Gebäude alle flach gehalten, es sieht sehr nett aus. Gegen Mittag legen wir uns sogar mal eine Stunde an den Strand, die Sonne wärmt immer noch stark.

 

 

Zum Mittag gibt es heute mal Kaffee und Kuchen, da gibt es hier ja reichlich Auswahl. Den können wir wunderbar auf unserer Terrasse in der Sonne sitzend windgeschützt einnehmen.

Aufgeheizt durch die Sonne möchten die beiden Männer nun mal ins Meer. Also Handtücher eingepackt und ab an den nächsten Strand. Ein wenig Überwindung braucht es schon, das Wasser soll jetzt nur noch 17 Grad haben. Aber sie trauen sich tatsächlich reinzugehen. Anschließend wird eingekauft. Wir wollen heute zum Abend einmal Fisch grillen, jetzt ist ja ein Fischfachmann da. Wir kaufen ein großes Stück Lachs und einige Doradenfilets. Es wird ein sehr leckeres Essen.

 

 

02/12 - Die Sonne strahlt wieder aus allen Nähten. Den 2. Kaffee gibt es zum Frühstück schon auf der Terrasse. Wir wollen heute nach Frigiliana wandern, das liegt nur ca. 7 km entfernt in den Bergen. Das weiße Bergdorf  wurde mehrfach als „Schönstes Dorf von Andalusien“ ausgezeichnet. Die Wanderung beginnt am Ortsrand von Nerja. Leider finden wir keine Möglichkeit, unser Auto zu parken. Außerdem stellen wir fest, dass die Wanderung im schattigen Tal verlaufen würde. Also planen wir neu und fahren mit dem PKW nach Frigiliana hoch. Dort laufen wir ein wenig durch den Ort und auf einen Hügel zu einem Castello. Das ist ein wirklich schöner Ort. Es wird hier viel Kunsthandwerk angeboten. Wir laufen noch durch die Straßen und finden in einer Seitengasse etwas versteckt ein kleines, nettes Lokal. Dort bestellen wir eine Auswahl Tapas (10 Stück für 16 Euro) die wir uns teilen. Ein schönes Bierchen dazu und das alles bei strahlendem Sonnenschein. Hier sitzen wir wirklich sehr schön. Zurück in Nerja gehen wir noch einmal zum Strand und legen uns für 1 Stunde in die Sonne. Das ist schon toll, wir haben immerhin schon den 2. Dezember! Sobald die Sonne untergeht wird es allerdings doch empfindlich kühl.

 

 

 

Wir kochen uns wieder was zuhause und stürzen uns um 21 Uhr ins Nachtleben von Nerja. Unser 1. Wunsch zum Einkehren klappt nicht auf Anhieb, da es überfüllt ist. Selbst ein freier Meter direkt an der Theke ist reverviert. Hier ist ein Stimmengewirr, man müsste sich schreiend unterhalten. Aber trotzdem eine tolle Stimmung. Dann gehen wir wieder in die Bar von vorgestern. Auch hier voll, laut - super Stimmung. Wie üblich, Bier oder Wein - dazu kommt gleich ein Tapa. Danach ein 2. Versuch in das erste Lokal. Jetzt haben wir einen Stehtisch ergattert. Hier gibt es überwiegend Fischtapas. Wir probieren Muscheln, Sardinen und Calamaris. Mittlerweile ist es schon 23 Uhr. Da fangen die Spanier erst richtig an zu essen. Ist schon lustig.

 

Granada

 

03/12 – Ausflug nach Granada. Der größte Wunsch von Tobias für diese Urlaubswoche ist ein Besuch der Alhambra in Granada. Tobias hat die Karten für die Alhambra im Voraus online gebucht (14 Euro p. P.).  Die Strecke dahin ist ca. 90 km lang und es geht ständig auf der Autobahn bergauf bis auf ungefähr 900 m Höhe. Es wird ständig kälter. Bei unserer Ankunft haben wir in Granada mal gerade so 4 Grad. Wir sind dick eingepackt und los geht es. Die Stadt liegt am Fuß der verschneiten Sierra Nevada. Mit der Alhambra und dem verwinkelten Arabischen Viertel wirkt Granada wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht.

Es klappt alles viel unkomplizierter, als wir es vorher gelesen hatten. Der QR-Code auf Tobis Handy wurde jeweils eingelesen, es entstanden so gut wie keine Wartezeiten. Die Alhambra ist wirklich ein gigantischer Komplex aus der Zeit der Maurenherrscher. Der Höhepunkt unseres Besuches sind die Räume der Nasridenherrscher. Fein gearbeitete Portale und Stuckdecken aus Holz und Gips quellen über vor Ornamenten. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier eine Besichtigung zu machen. Führung braucht man nicht wirklich. Es war rundherum toll und sehenswert.

 

 

Anschließend gehen wir noch in die Stadt runter. Zuerst geht es hoch zum Plaza Mirador de San Nicolas. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf die Alhambra und die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada. 

 

 

Anschließend besuchen wir das Arabische Viertel. Hier sind alles sehr verwinkelte und enge Gassen. Viele arabische Geschäfte, Kneipen und Cafes. Wir genehmigen uns ein Stück Kuchen und kaufen in einem Laden eine orientalische Lampe für Rudis Nachttisch.

 

 

Dann ist der Tag rum und wir fahren wieder nach Nerja zurück. Um 18.30 Uhr sind wir wieder da und es ist auch schon fast dunkel. Heute Abend wollen wir mal richtig Essen gehen (nicht Tapas) und in Tobis Geburtstag rein feiern. Wir besuchen heute ein Indisches Restaurant direkt in unserer Straße. Jeder bestellt ein anderes Gericht und anschließend sind wir uns alle einig, dass dieses das beste indische Essen war, welches wir bisher überhaupt hatten. Es war alles sehr lecker.

 

 

04/12 - Nach einem langen Vorabend frühstücken wir heute mal etwas später. Tobi und Anna kommen in den Genuss eines Frühstücks auf der Sonnenterrasse. Wir lassen diesen Tag in aller Ruhe angehen. Wir bummeln durch die Gassen und Geschäfte des Ortes. Zum Mittag holen wir uns vom Italiener in unserer Gasse Pizzen. Die sind tatsächlich unglaublich günstig. Zwischen 3,50 Euro und 5 Euro haben wir eine große Auswahl. Die Pizzen lassen wir uns auf unserer Terrasse schmecken.

Wir gehen heute zum Abschied noch einmal runter zum Strand. Eigentlich möchten die Männer auch noch einmal ins Meer springen, aber dieser Wunsch geht dann doch nicht in Erfüllung. Es sind wieder 16 Grad heute, aber durch den Wind recht kühl und unangenehm. Da setzen wir uns einfach nur in den Sand und genießen die Nachmittagssonne. Den Abschluß seines Geburtstages feiern wir in unserer "Stammkneipe". Das ist eine Bar mit unglaublich nettem Personal und sehr leckeren Tapas zum Bier. Hier ist jeden Abend was los. Heute müssen wir uns aber zusammenreißen, da wir morgen sehr früh aus den Federn müssen. Der Abflug unserer beiden Gäste steht für 8 Uhr früh auf dem Programm. Das heißt dann um 5 Uhr aufstehen.

 

 

 

05/12 - Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Jetzt muss alles schnell gehen. Um 6 Uhr fahren wir los zum Flughafen und sind pünktlich um 7 Uhr da. Da haben die Beiden noch 1 Stunde Zeit bis zum Abflug. Wir fahren zurück zu unserem Campingplatz, um unseren Wohnwagen abzuholen. Es muss noch einiges umgeräumt werden, bevor wir uns auf die Rückreise begeben können.

 

Weiter geht es mit Rückreise