Unterwegs im Elsass vom 12.09. - 26.09.2015


Wir haben noch 2 Wochen Urlaub , wollen ein wenig wandern, etwas Rad fahren und auch ein bißchen Kultur mitnehmen. Da sich für den Herbst eine Weingegend gut eignet, fällt unsere Wahl auf das Elsass.

Unser Sohn hält sich berufsbedingt zur Zeit in Heidelberg auf und so beschließen wir, auf der Hinreise einen Abstecher in diese schöne Stadt zu machen. Wohni ist gesattelt und wir fahren um 7.30 Uhr los.

 

Heidelberg


Nach einer entspannten Fahrt kommen wir um 12.30 Uhr in Heidelberg an und suchen unseren CP. Das Navi führt uns quer durch die Stadt zum Camping Heidelberg. Da Heidelberg eine von Touristen überlaufene Stadt ist, haben wir für 1 Nacht vorgebucht (23 Euro). Wir finden einen schönen Stellplatz direkt am Neckar, und schauen uns auf dem Platz ein wenig um -  und oh Schreck! Die Sanitäranlagen sind sehr primitiv. Die ziehen unseren Gesamteindruck vom CP sehr nach unten. So etwas haben wir in einer Stadt wie Heidelberg nicht erwartet.

 

 

Nach dieser unschönen Überraschung machen wir uns mit dem Rad auf den Weg in die Stadt. An der Alten Neckarbrücke treffen wir uns mit unserem Sohn, der uns dann Heidelberg zeigt. Zu Fuß erklimmen wir auf beiden Seiten des Neckars die Hügel. Auf der einen Seite schauen wir uns das Schloss an und auf der gegenüberliegenden Seite wandern wir auf einem Panoramaweg, dem Philosophenweg. Dann lassen wir uns locker durch die Altstadt treiben und suchen ein schönes Lokal zum Essen. Wir verbinden den Stadtgang mit unserem Hobby, dem Geocaching. Wir finden einige Caches und stärken uns dann bei einem guten Essen.

 

 

Den Rest des Abends verbringen wir am Wohni mit einem Gläschen Bier und schauen uns die vorbeifahrenden Schiffe auf dem Neckar an. Toll!!

 

Am nächsten Morgen soll es weiter gehen ins Elsass. Wegen der miesen Sanitäranlagen verzichten wir auf das Duschen und machen nur Katzenwäsche. Dann geht es weiter. Dieser CP wird uns wohl nicht wiedersehen.

 

 

 

Strasbourg


Kurz nach neun verlassen wir den Platz, bekommen von dem netten Platzwirt noch Tipps für das Elsass und sind schnell raus aus der Stadt.

Auf der A5 geht es weiter und gegen 11 Uhr erreichen wir den CP Indigo Strasbourg. Eine professionelle Anmeldung, auch auf deutsch, erwartet uns. Wir bekommen einen Plan mit freiwerdenden Plätzen  (Abreise bis 12 Uhr), und dürfen uns unseren Stellplatz aussuchen.  Durch eine relativ hohe Strompauschale zahlen wir 24,40 Euro pro Nacht.

Der CP ist ganz neu angelegt, erst am 1. Juli 2015 wurde er wieder neu eröffnet. Er liegt zwischen Autobahn und Bahngleisen. Ein Sanitärgebäude ist gleich am Anfang des Platzes bei der Rezeption und das andere 100 m weiter. Am äußeren Ring stehen zahlreiche Holzhütten und grössere Wohnwagen in Form von Zigeunerwagen. In der Mitte sind die nicht allzu großen Stellplätze. Es ist alles sehr geschmackvoll angelegt, die Waschhäuser sind komfortabel und die Lage zur Innenstadt ist perfekt. Brötchen bekommt man morgens an der Rezeption (ein Tag vorher in Liste eintragen), Wlan gibt es hier auch.

Wir nehmen einen Platz gleich neben dem Waschhaus in der Mitte der Anlage. Dieses Waschhaus wird von Mann und Frau genutzt, da es nur Kabinen gibt.

 

 

An der Rezeption drückt man uns gleich einen Plan in die Hand, wie wir am besten in die Stadt kommen. Wir nehmen das Fahrrad und brauchen keine 10 Minuten und der Stadtteil Petite France liegt vor uns.

Das Wasser, das sich seinen Weg durch das Viertel Petite France bahnt, strömt unter den Ponts Couverts (gedeckten Brücken) herbei.

Das Gerberviertel im Stadtteil La Petite France am Ufer der Ill und mehrerer ihrer Kanäle mit seinen malerischen Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und den typischen Dachgauben zieht viele Touristen an. Wir lassen uns durch das Viertel treiben.  Die Stadt ist mit mehreren Kanälen durchzogen. Es werden Bootsfahrten durch diese Kanäle angeboten. Wir gehen zu Fuß durch die faszinierende Altstadt zum Straßburger Münster, welcher plötzlich riesig vor uns auftaucht - 142 Meter hoch ist der Nordturm. Im Inneren bestaunen wir die steinerne Kanzel aus dem 15. Jh., den berühmten Engelspfeiler, die Orgel und die 18 m hohe astronomische Uhr.

 

 

 

Nach einem Abstecher mit dem Fahrrad zum botanischen Garten kehren wir wieder in die Altstadt zurück.

 

 

 

 

 

Hier ist ein kleines Fest in der City und wir genießen den Trubel bei einer schönen Flasche Wein und dem ersten Flammkuchen im Elsass.

80 km Radtour bei Sonne - Wolken - Regen - Wind


Gegen 10 Uhr starten wir mit den Rädern -  ohne eigentlichen Plan wo wir hinwollen. Erst einmal entlang des Canal du Rhone au Rhin in Richtung Süden. Es ist ein gut zu befahrener Weg.

 

Irgendwann wird es langweilig, und wir beschließen mal rüber nach Deutschland an den Rhein zu fahren. Soviele Brücken gibt es nun auch nicht, und so fahren wir lange mit kräftigem Gegenwind bis wir gegen 13 Uhr eine Brücke rüber nach Deutschland erreichen. Nun wollen wir schnellstens ein Gasthaus finden, wir haben nichts zu essen dabei und haben Hunger. Bald ist der nächste Ort erreicht, laut meinem Radführer hat er 2 Gasthäuser. Na, das war ja nichts, beide gibt es nicht mehr, der Bäcker hat über Mittag zu, der kleine Supermarkt auch. Also bleibt nur die Weiterfahrt. Ein frisch gepflückter Apfel in der Feldmarkt muss erst einmal reichen. Der nächste Ort ist noch weit entfernt, und am Himmel wird es schwarz - sehr schwarz. Also geben wir Gas. Der Ort wird erreicht, ein mobiler Bäckerwagen steht am Straßenrand, wir kaufen uns schnell ein großes Stück Zwiebelkuchen und verkriechen uns in ein großes Holzwartehäuschen und sofort geht das Unwetter los. Glück gehabt.

Nach 20 Minuten ist der Himmel wieder blau, als wenn nichts war. Frisch gestärkt gehts weiter bis wir ein Cafe sichten und noch einen Cappucino trinken. Ein Blick auf die Karte, hier müssen wir wieder Richtung Westen nach Straßburg. Unser Ziel -  CP Indigo - gebe ich auf dem Smartphone in der App Osmand ein und wir lassen uns zurückführen. Und wieder wird nach kurzer Zeit der Himmel schwarz, und wir harren mit Regenschirm am Straßenrand aus, bis der Schauer vorbei ist. Gegen 18 Uhr sind wir zurück. Es bleibt regnerisch und windig und wir bleiben im Wohni.

 

 

 

Kurz nach 9 Uhr am nächsten Morgen verlassen wir den Platz in Straßburg. Schön war es hier, die Straße und Bahn hat kaum gestört. Den Platz kann man sehr empfehlen.

Schnell sind wir vom CP auf der gebührenfreien Autobahn und fahren nur eine knappe Stunde bis zu unserem nächsten Ziel: Ribeauville.

 

 

Ribeauville


Der Platz Camping municipal Pierre de Coubertin ist gut ausgeschildert. Er liegt in einem Wohngebiet, neben einer Schule mit Sportplatz.

Wir werden auf deutsch in der Rezeption freundlich begrüßt. Da wir so zeitig da sind, können wir noch aus vielen freien Plätzen auswählen. Wir nehmen den sonnigsten Platz, das Wetter soll die nächste Zeit nicht so toll werden. Alles wird aufgebaut, auch das Vorzelt.

Hier wollen wir nun 11 Nächte bleiben und das Elsass erkunden. Der Preis ist mit 16,30 Euro sehr günstig, er beinhaltet 16 A Strom, Wlan und auch keine Extrakosten beim Duschen. In der Mitte des Platzes liegt ein Sanitärgebäude, welches immer sauber vorgefunden wird. Bei den Damen ist schon alles renoviert, die Männerseite soll im nächsten Winter folgen. Morgens öffnet auch ein kleiner Shop mit frischen Brötchen und Baguette, der aber nur von 8- 9 Uhr geöffnet hat. Der nächste Supermarkt liegt 1 km entfernt.

Uns gefällt es hier gut, bis zur Altstadt sind es auch nur 15 Minuten zu Fuß.

 

Gleich nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg und wollen uns das hübsche Ribeauville mal ansehen. Wir sind beeindruckt. So schön bunt haben wir es uns nicht vorgestellt.

 

 

Oberhalb des Ortes sieht man drei malerische Burgruinen. Da laufen wir doch gleich mal hinauf. Es sieht nach Regen aus, aber trotzdem wollen wir es wagen. In 40 Minuten sind wir oben, es tröpfelt tatsächlich ein wenig, aber der große Regen bleibt aus. Auf dem Weg zur Ruine kommen wir an den ersten Weinbergen vorbei. Die Weinlese ist in vollem Gange. Hier wird noch viel per Hand gelesen. Ganze Familien sind an den Hängen unterwegs. Besonders schön schmeckt der immer wiederkehrende Mundraub.

 

Riquewihr


Die kleine mittelalterliche Stadt versteckt sich zwischen Berg- und Weingärten und ist durch sein unversehrt erhaltenes Stadtbild, dessen Fachwerkhäuser aus der Renaissance des 16. und 17. Jahrhundert stammen, eines der meist besuchten und schönsten Dörfer Frankreichs. Besonders sehenswert sind die vielen kleinen Gassen, die malerisch und farbenfroh durch das Dorf führen. 

 

 

Ein kleiner Ausflug mit dem Fahrrad durch die Weinberge von Ribeauville nach Riquewihr erweist sich als durchaus mühsame Angelegenheit. Es ist doch sehr hügelig und wir steigen einige Male ab. Trotzdem ist es ein schöner Weg durch Massen von Weinhängen. Wir bleiben mehrfach stehen, geniessen die Aussicht und nehmen eine kleine Kostprobe der süssen Trauben.

Colmar


Die ganze Nacht hat es geschüttet, auch beim Frühstück sieht der Himmel noch grau aus. Wetteronline verspricht uns ab Mittag einen sonnigen Resttag. Und da wir daran glauben, fahren wir mit unseren Rädern gegen 13 Uhr los ins 22 km entfernte Colmar.

Wie angekündigt reißt der Himmel tatsächlich auf und wir radeln auf asphaltierten Wegen durch die Weinhänge mit wunderschönem Blick auf Burgen oder Weindörfer.  

 

 

90 Minuten brauchen wir mit vielen Fotopausen bis Colmar, stellen die Räder an der Tourist-Information ab und holen uns einen Stadtplan zur Ortsbesichtigung. Ein Rundweg mit erklärten Sehenswürdigkeiten ist anbei, und so machen wir uns mit vielen anderen auf den Weg durch die Stadt. Fachwerkhäuser, Kanäle und das mit Blumen geschmückte Stadtzentrum beeindrucken uns sehr. Das absolute Highlight ist jedoch "Klein-Venedig" (Petite Venise) mit seinen verschachtelten Gassen und wunderbar gepflegten Häusern, die direkt am Wasser stehen.

Der Markthalle statten wir auch noch einen Besuch ab, trinken mitten im Trubel in einem Cafe einen trockenen Riesling, und zu guter Letzt kommen wir nicht an dem Geschäft mit den Leckereien wie Quiche und Tarte vorbei.

Wir nehmen uns jeder ein großes Stück für Abends mit, eine gute Entscheidung!

 

 

Das Wetter hält sich, wir kommen trocken zurück und können noch bis 23 Uhr bei der leckeren Quiche und dem passenden Wein draußen sitzen.

Kurz nach 23 Uhr fängt es wieder an zu regnen, die ganze Nacht schüttet es. Am nächsten Morgen ist unser Vorzeltteppich mit großen Matschflecken übersät. Was nun?? Wir haben zum Glück Folie dabei, legen die unter den Vorzeltteppich und hoffen, dass es trocknet. 

 

Rundwanderung ab Bergheim


Es ist bewölkt aber trocken und mit dem Fahrrad fahren wir die 3 km nach Bergheim, lassen dort das Rad stehen und machen uns auf den Weg. Die Tour haben wir uns gestern aufs Wandernavi gezogen. Eine sehr schöne Rundtour durch Weinberge in Richtung Thannenkirch (Chateau Reichenberg) , weiter durch den Wald nach Rodern und Saint Hippolyte.

 

 

Wie eigentlich alle Orte hier ist auch Saint Hippolyte sehr malerisch. Wir lassen uns durch den Ortskern treiben und müssen uns plötzlich wegen eines kurzen Regenschauers an einer Bushaltestelle unterstellen. Dann geht es weiter nach Bergheim. Hier suchen wir uns ein Cafe und machen erstmal eine kleine Pause mit einem Cappu. Dann sehen wir uns auch diesen Ort ausgiebig an.

 

Nach der Cappu-Pause setzen wir uns wieder auf das Fahrrad und radeln zurück zu unserem CP. Den späten Nachmittag geniessen wir vor unserem Wohni in der Sonne. Dabei bekommen wir ein tolles Schauspiel geboten. Immer am späten Nachmittag fliegen die bekanntesten Vögel des Elsass ein: die Störche. Direkt über unseren Köpfen setzen sie zum Landeanflug an und spazieren dann durch die Reihen des CP auf der Suche nach etwas Essbarem. Bis auf wenige Meter lassen sie die Menschen an sich herankommen.

 

Diesen schönen Tag wollen wir in Ribeauville mit einem guten Essen ausklingen lassen. Wir schlendern durch den Ort und sehen uns die Speisekarten der verschiedenen Restaurants an. Die Entscheidung fällt für ein typisch elsässisches Menue. Als Vorspeise gibt es ein Stück Zwiebelkuchen mit Salat, Hauptgang ist eine Fleischschnacka und zum Nachtisch gibt es leckeres Eis. Dazu einen Elsässischen Weißwein für Sie und ein heimisches Bier für Ihn. Wir sind überrascht von der deftigen Küche, die eigentlich nicht typisch französisch ist.

 

Burg Königstein - Château du Haut-Kœnigsbourg


Heute nehmen wir das Auto und fahren durch Thannenkirch bis zum Ortsausgang. Dort lassen wir den Wagen stehen und laufen langsam bergan in Richtung Burg Königstein. Eine gute Stunde brauchen wir für den Weg.

Menschenmassen sind dort oben, da heute Tag des Denkmals in Frankreich ist. Das heißt der Eintritt ist frei.

 

 

Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 m Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mächtigen Buntsandsteinfelsen.

Wir bekommen einen Plan auf deutsch in die Hand gedrückt und können auf eigene Faust durchgehen. Die Burg ist noch sehr gut erhalten, es macht Spaß hier durchzulaufen.

 

Fahrradtour nach Eguisheim


Heute starten wir zu einer Fahrradtour über Ingersheim und Turckheim nach Eguisheim und wieder zurück. Eguisheim haben wir als Ziel gewählt, weil dies ein besonders schöner Ort sein soll. Also auf gehts.  Das Wetter spielt mit und es wird ein schöner Tag. 

Rechts und links des Weges sieht man Weinreben, überall sind sie fleißig dabei zu lesen. Die Radwege sind gut ausgeschildert und befahrbar.

 

Turckheim


Eguisheim


Direkt aus den Weinbergen heraus landen wir in Eguisheim, einem Ort wie ein Bilderbuch. Kreisrund angelegt, teilweise noch mit einer Stadtmauer umgeben bietet sich uns ein Bild wie aus einem Traum. Es ist alles sehr gut gepflegt und angelegt. Weingüter, Weinstuben, bunt bemalte Fachwerkhäuser, plätschernde Brunnen, das alles ist Eguisheim. Nicht zu vergessen: Viele Touristen! Wir erfahren, dass in diesem Ort im Jahre 1002 Bruno von Eguisheim geboren wurde, der später als Papst Leo IX. bekannt wurde. Ihm ist hier auch eine Kapelle gewidmet. Die schönste aller Gassen ist der äußere Ring, die Rue Rempart. Da es Mittag ist, und wir Hunger verspüren, suchen wir uns im Zentrum ein Restaurant. Gar nicht so einfach, einen freien Tisch zu finden. Hier speisen wohl gerade alle Touristen auf einmal. Wir finden dann doch einen Platz in einem Restaurant direkt am Brunnen. Da wir noch den Rückweg mit dem Rad vor uns haben, wollen wir nur eine leichte Mahlzeit einnehmen. Wir bestellen uns verschiedene Flammkuchen (Tarte Flambee) die uns köstlich schmecken. Danach machen wir einen Stadtrundgang und statten auch der Kapelle einen Besuch ab.

 

 

Bei schönstem Radelwetter geht es mit dem Fahrrad wieder zurück.

Heute sind besonders viele beim Weinlesen, ich stoppe mal kurz und mache ein Foto von den Trauben im Trog.

In Riquewihr halten wir noch einmal an und genießen den Ort bei Sonne und gönnen uns ein

Crèpe mit Grand Marnier. Lecker!!!

 

Kaysersberg


Der Himmel ist mal wieder bedeckt, aber zum laufen ist das ok. Unser Campingnachbar empfiehlt uns einen Besuch des Ortes Kaysersberg. Wir nehmen bis Riquewihr das Auto, lassen es am Ortsausgang stehen und laufen auf dem Wanderweg in Richtung Kaysersberg. 

 

 

Rechts und links sind Weinfelder, überall wird gearbeitet, weit kann man schauen, ein schöner Weg. Nach einer guten Stunde erblicken wir Kaysersberg und die Ruine Burg Kaysersberg. Dort wollen wir zuerst hin. Nach insgesamt 90 Wanderminuten erreichen wir die Ruine.

 

 

 

Allein der zylinderförmige Bergfried mit seinen über vier Meter dicken Mauern ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Im Inneren dieser Mauer und im Schutz des Bergfrieds kann man das herrschaftliche Quartier mit seinen Fenstern aus gebrochenen Bögen bewundern. Nach 100 Treppenstufen genießen wir die prächtige Aussicht auf Kaysersberg.

 

 

Auch Kaysersberg ist ein Schmuckstück. Aus der Touristinfo holen wir uns einen Plan mit den Sehenswürdigkeiten. In der Altstadt finden sich viele reich verzierte Fachwerkhäuser und schöne gotische und aus der Renaissance stammende Bürgerhäuser, die das Stadtbild prägen.
Die historische und alte Stadt verzückt durch ihre lauschigen Winkel und malerischen Brücken.

Hier steht auch das Geburtshaus und ein Museum von Doktor Albert Schweitzer, welches wir aber nur von außen besichtigen.

 

 

Wir sind gerade fertig mit dem Rundgang, da fängt es tüchtig an zu regnen. Wir stürmen gleich ins nächste Cafe und finden noch einen freien Minitisch für uns zwei. Deftiges Essen wird an uns vorbeigetragen, wir entscheiden uns für Zwiebelkuchen mit Salat für die Dame und der Herr möchte mal Baeckeoffe probieren. Dieses ist im Elsass ein Klassiker und wird in einer Terrine serviert. Ist eine Suppe mit viel Gemüse, Kartoffeln und Fleisch.

Nach unserer Essenspause hört es auch wieder auf zu regnen und wir können trocken den Heimweg starten.

 

Wandern in den Vogesen


Unser wanderfreudiger Nachbar ist seit Jahren hier auf dem Platz und gibt uns für den heutigen sonnigen Tag den Tipp mal nach Col de Wettstein zu fahren und dort zu den Seen zu wandern.  Dank Wlan ist schnell eine Tour ausgesucht und auf dem Smartphone gespeichert.

Gut 30 km fahren wir mit dem Auto und sind gegen 10 Uhr auf dem Wanderparkplatz. Zuerst fällt unser Blick auf einen großen Soldatenfriedhof.

 

 

Der Weg führt gleich leicht bergan und oben angekommen hat man eine wunderbare Sicht auf die umliegenden Berge.

 

 

Unser erstes Ziel ist der Lac du Forlet. Von hier oben brauchen wir noch eine gute Stunde auf wunderschönen Wegen bis zu dem See.

 

 

Und dann liegt er plötzlich vor uns, der Berg spiegelt sich im glatten Gewässer. Traumhaft!!

 

 

 

Im Hintergrund sieht man die Auberge, es ist zwar noch früh (11:45 Uhr) aber hier sollen wir unbedingt essen hat uns der Nachbar empfohlen.

 

Es ist sehr gemütlich in dem Gastraum. Vor dem Haus finden wir den Hinweis, dass hier Bergkäse mitzunehmen ist. Da haben wir doch gleich mal ein schönes großes Stück gekauft (ist auch sehr lecker).

 

Beim Essen gibt es nicht viel Auswahl, Fleisch mit Kartoffeln und Salat bestellen wir. 2 dicke Scheiben Kassler für jeden !!! Ja, das Essen ist deftig hier. Wir wollen uns ja noch bewegen, und packen die 2 restl. Fleischscheiben für später in den Rucksack.

 

Weiter geht es durch einen Wald und später über Heideflächen zum Lac Noir (Schwarzer See). 90 Min. Gehzeit

Der Lac Noir bildet zusammen mit dem höher gelegenen Lac Blanc ein Pumpspeicherkraftwerk. Hierbei wird vom Lac Noir mit preisgünstigem Nachtstrom Wasser in den nördlich und höher gelegenen Lac Blanc gepumpt, das bei Spitzenbedarf wieder von diesem zur Stromerzeugung zum Lac Noir abgelassen wird.

 

 

Am Ufer ist ein Restaurant und wir brauchen mal etwas warmes zu trinken. Hier auf fast 1000 m Höhe ist es im Schatten doch recht frisch.

Wir bestellen uns wie immer einen Cappuccino, und dann fällt der Blick auf einen flachen Heidelbeertarte. Irgendwo habe ich gelesen, dass man den hier auch unbedingt gegessen haben muss......Also, ich muss schon gestehen, er hat mir sehr gut geschmeckt.

 

Nun ist die Sonne weg, es wird kühl und wir machen uns auf den Weg zum Auto. Dank Smartphone finden wir problemlos einen anderen Weg für die Rücktour und erreichen nach 1 Stunde den Parkplatz.

 

 

Zurück am Campingplatz können wir bei warmen Temperaturen noch gut draußen sitzen. Der Vorzeltteppich ist mittlerweile getrocknet.

Wir fegen den Dreck ab und werden ihn vor der Abreise noch einmal tüchtig abduschen.

 

Ich experimentiere ein wenig mit meiner Camera, das macht mir Spaß.

 

 

Auch wenn das Wetter nicht so toll war, wie wir es uns vorher vorgestellt hatten, war es ein toller Urlaub. Wir waren sehr aktiv und haben viel gesehen. Das Elsass ist ein sehr sehenswertes Fleckchen Erde mit vielen ganz toll erhaltenen Orten, Burgen und sonstigen Sehenswürdigkeiten. Wir haben viele freundliche Menschen getroffen. Auch der CP hat uns gut gefallen. Er liegt sehr ruhig, aber gleichzeitig doch zentrumsnah, so dass man schnell im Ortszentrum von Ribeauville ist.

Alles in allem ein gelungener Urlaub.

Wir warten auf den Nächsten!

 

Hier noch ein paar letzte Bilder vom CP, vor allem von den Sanitäranlagen.