01/02 - Bei frostigen drei Grad minus verlassen wir unser Zuhause und freuen uns auf knapp 3 Wochen mit frühlingshaften Temperaturen. Drei verschiedene Standorte haben wir auf der Insel gebucht.
Um 8 Uhr sitzen wir im Zug nach Hannover. 11.50 Uhr startet pünktlich unser Flieger. Auf dem ganzen Flug haben wir eine super Sicht und erreichen Teneriffa schon nach 4 Stunden.
Der Bus Transfer dauert dann noch eine gute Stunde bis wir in unserer Unterkunft Ambassador in Puerto de la Cruz ankommen.
Das Appartement gefällt uns gut, auf Halbpension haben wir verzichtet - Frühstück hätten wir gerne genommen aber das geht nicht allein zu buchen.
Fühle mich immer noch nicht gut , bin seit einer Woche erkältet. Gehen früh schlafen.
02/02 - Wir haben super geschlafen. Aber fit bin ich noch lange nicht. Werden heute einen ruhigen Tag einlegen.
19 Grad Sonne/Wolken sind es vorm Frühstück, ist das schön. Dann regnet es plötzlich tüchtig für 15 Minuten und dann scheint wieder die Sonne ☀️.
Wir schauen uns erstmal unsere kleine Appartement Anlage an. 44 Appartements sind U-förmig angelegt. Dazwischen viel Grün, 2 Sonnenterrassen, ein kleiner Pool, Sauna, ein Aufenthaltsraum und viel Ruhe.
Zu Fuß laufen wir in Richtung Meer und Altstadt. Es geht beständig bergab. Die Stadt ist voller Menschen. Einige Geschäfte haben heute am Sonntag geöffnet, die Cafés und Restaurants sind gut besucht. Unser Ziel ist heute auch der Busbahnhof. Hier kann man eine Karte für das komplette Busnetz der Insel kaufen. Wir laden gleich 20 € drauf.
Unser Mittagessen besteht heute aus einer leckeren Tortilla. Dann wollen wir gleich mal unsere Buskarte testen und zurück zum Hotel fahren. Das geht leider völlig schief. In den ersten Bus, der kommt, steigen wir ein. Er fährt zwar in die richtige Richtung, hält aber nicht am Botanischen Garten sondern erst wieder 20 km weiter am Busbahnhof in La Laguna an. Ist wohl ein ExpressBus. Nach einem kurzen Aufenthalt fahren wir wieder zurück. Die Buskarte funktioniert zumindest gut 😉. Gut, dass wir es gleich am ersten Tag gemerkt haben. Jetzt müssen wir immer fragen, ob er da stoppt, wo wir aussteigen wollen.
Dieser Ort scheint bei den Deutschen sehr beliebt zu sein. Es gibt deutsche Frisöre, Ärzte, Zahnärzte, Buchläden, Restaurants usw. Wir waren gerade in einem Supermarkt, der überwiegend deutsche Waren im Angebot hat.
Das haben wir bisher in Spanien noch nicht erlebt und finden es auch nicht toll.
Wir essen am Abend eine riesige Pfanne Paella. Die ist richtig gut.
03/02 - 10 Fußminuten von uns entfernt liegt ein kleiner Botanischer Garten. Auf engstem Raum bietet der Garten eine beeindruckende Fülle an tropischen Ziergewächsen aus aller Welt.
Küstenwanderung
Mit dem Bus Nr. 363 geht's zum Ausgangspunkt der Küstenwanderung. An der Haltestelle El Socorro steigen wir aus (Fahrtkosten 1,65€) und sind schnell auf dem richtigen Weg.
Hier sehen wir Bananen Plantagen soweit das Auge reicht. Der Weg ist mit festem Schuhwerk gut begehbar, überwiegend besteht er aus steinigem Untergrund. Es ist ein ständiges Bergauf und Bergab. Die Aussicht auf den Atlantik und die Vegetation ist grandios.
Nach knapp 8 km und 3 Stunden Gehzeit erreichen wir den Busbahnhof in Puerto de la Cruz. Mit dem nächsten Bus fahren wir in unsere Richtung und kehren in ein Tapas Lokal ein. Die Küche ist heute geschlossen hören wir. Na toll. Nicht weit weg ist ein Inder. Eine gute Wahl. Wir sitzen bis 20 Uhr bei angenehmen 20 Grad noch bei sehr leckerem Essen draußen .
04/02 - Mit dem Linienbus Nr. 351 fahren wir heute für 1,15€ nach La Orotava. Prächtige Stadtpalais und Balkonhäuser finden wir im Centro Historico. Unser Weg führt uns zuerst in den Victoria Garten. Die ganze Anlage ist terrassenförmig angelegt und wirkt sehr gepflegt. Gleich nebenan liegt ein kleiner Botanischer Garten den wir auch gleich mitnehmen. Beim Rundgang durch die Stadt landen wir an der Casa de los Balcones und besichtigen es. Das ist ein sehr altes, großes Gebäude, welches heute als Museum genutzt wird.
Zum Abschluss kehren wir noch in ein uriges Restaurant ein, in dem wir ein leckeres canarisches Essen bekommen.
Zurück in Puerto de la Cruz steigen wir in der Stadt aus und bummeln noch einmal kreuz und quer durch die Gassen. Ein erstes Eis in diesem Jahr schmeckt sehr lecker und pappesatt machen wir uns auf den Rückweg. Unzählige Treppenstufen führen zum Mirador de la Paz. Von hier ist es dann nicht mehr weit zu unserem Hotel.
Ganz schön geschafft lassen wir den Tag auf dem Balkon ausklingen. 7 Stunden waren wir insgesamt unterwegs, heute geht's nirgendwo mehr hin.
05/02 - Nachdem wir gestern kaum die Sonne gesehen haben, genießen wir heute Vormittag den Sonnenschein. Wir laufen erstmal durch den Garten, der zur Anlage gehört. Riesige Palmen und Sukkulenten stehen auf der grünen Wiese (bitte nicht betreten). Alles ist sehr gepflegt, Liegestühle und Sitzmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Zum Sonnen legen wir uns aber aufs Sonnendeck. Heute früh sind es gerade mal 18 Grad.
Nach dem ausgiebigen Sonnenbad wollen wir uns aber auch noch bewegen. Mit dem Linienbus 345 fahren wir über La Orotava auf ca. 1300 Meter hinauf zur Endhaltestelle La Caldera (ca. 18km für 1,80€). Von dort starten wir zu unserer Wanderung zur "Ruta del Agua" die im Rother Wanderführer empfohlen wird. Aber nach der Hälfte der Strecke ist der Weg (Steinschlag und herabstürzende Bäume nach Waldbrand) gesperrt. Aber es gibt hier genügend Alternativen zum Wandern. Der Weg dorthin hat sich daher doch gelohnt. Nur leider ist es heute hier oben trübe und kalt mit 13 Grad.
06/02 - Heute hat Binchen Geburtstag und unser Hotel spendiert ein Fläschchen Sekt und etwas Süßes, das heben wir uns aber für den Abend auf. Wir bleiben in der Nähe und machen uns einen schönen Tag mit einer kleinen Küstenwanderung und einem Stadtbummel. Zum Mittag gibt's endlich mal eine Platte mit verschiedenen Tapas - sehr lecker! Danach noch mal ein schönes Eis. Anschließend machen wir einen Spaziergang durch den Taoro Park. Sehr steil bergauf über Treppen geht's in den Park. Da haben wir uns mehr von versprochen. Eine tolle Aussicht beim Kaffeetrinken ist die Belohnung für die Anstrengung. Insgesamt haben unsere Füße wieder ca. 12km zurück gelegt.
Am Abend bekommt Binchen ihren ersten Aperol und damit endet ein schöner und rundum gelungener Tag.
07/02 - Wir brauchen heute den Bus nach La Laguna und dann weiter ins Anaga Gebirge. Aber das soll wohl nicht sein. Die Busse sind alle voll und nehmen keinen mehr mit und somit kommen wir etwas später weg und schaffen den Anschlussbus nicht mehr.
Dann schwenken wir um und besichtigen heute La Laguna.
Offiziell heißt die Stadt San Cristobal de la Laguna. Sie war einst nicht nur die Hauptstadt von Teneriffa sondern der gesamten Inselgruppe. Heute ist die Großstadt mit über 150000 Einwohnern unter anderem Sitz der bedeutendsten Universität auf den Kanaren.
Nach kurzem Aufenthalt fängt Rudi an zu humpeln, Knieprobleme!!
So richtig gefällt es uns hier auch nicht. Die Highlights hat man sich schnell angeschaut. Zum Schluss besuchen wir das hübsche Casino Café. Mit dem nächsten Bus fahren wir zurück.
Den Rest des Tages verbringen wir in der Sonne in unserer Anlage. Vielleicht hilft Rudi die Wärme 😉.
Zum Abendessen kommt er aber mitgehumpelt 😂.
08/02 - Mit dem Bus geht's heute früh zum Mercado Municipal. Am Mittwoch und Samstag ist da zusätzlich auch noch ein Flohmarkt.
Ein Markt mit zahlreichen Verkaufsständen wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch kennen wir von den meisten Märkten. Hier finden wir jeweils nur einen Verkaufsstand , dafür aber viele Angebote zum Essen und Trinken. Am Morgen fließt schon reichlich Sekt, Sangria und Bier.
Viele Stände mit Schmuck, Antiquitäten und Flohmarkt Artikel teilen sich die restliche Fläche im Gebäude und draußen auf.
Am Nachmittag schonen wir wieder Rudi's Knie und legen uns heute mal in den schönen Garten. Der ist so weitläufig, jeder findet ein Plätzchen für sich.
09/02 - Mit der obligatorischen Verspätung des Busses von 10 Minuten starten wir unseren Umzug. Die Koffer packen wir unten in den Bauch, der Bus ist wieder rappeldicke voll. Nach zwei Stationen bekommen wir einen Sitzplatz. Eine Stunde dauert die Fahrt bis Garachico (2,40€).
Wir haben hier ein Apartment mit Frühstück gebucht. Unten im Haus ist eine Patisserie und im ersten Stock sind die Zimmer. Wir sind zwei Stunden vorm Check-in hier und trinken unten erstmal einen Kaffee. Danach stellen wir dann die Koffer ins Apartment. Es wird noch gereinigt.
Am Nachmittag bleiben wir in Garachico und schauen uns den Ort an. Wir klettern auf dem scharfkantigen Lava Gestein herum und sehen, wie sich die rauen Wellen hier tosend brechen. Bei einem kleinen Spaziergang lernen wir den Ort kennen. Auf dem zentralen Platz setzen wir uns auf eine Cerveza hin bevor wir zum Abendessen gehen.
10/02 - Buenavista del Norte ist ein kleiner Ort 10 km westlich von uns. Von hier aus wollen wir mit einem anderen Bus in ein Wandergebiet fahren. Aber dann sehen wir, dass dieser Bus ein Kleinbus ist und die Schlange schon sehr lang ist. Wir wollen ja nicht bis zur Endstation und dann haben wir ja wieder Probleme zurück zu kommen. Wenn er voll ist, fährt er einfach durch.
Nachträglich gesehen, hätten wir uns hier auf der Insel einen Leihwagen nehmen sollen.
Wir bleiben in Buenavista und laufen einen Wanderweg zur und entlang der Küste. Das sind etwa 5 km über Stock und Stein, immer das tosende Wasser und die Berge im Blick.
11/02 - Wir besuchen heute den botanischen Garten in Icod de los Vinos. Hier kann man neben vielen anderen botanischen Pflanzen einen riesigen vierhundertjährigen Drachenbaum bewundern. Er ist 16m hoch und der Stamm hat einen Durchmesser von 6m. Der Park gefällt uns sehr gut. Anschließend laufen wir durch die Stadt, die tatsächlich eine Fußgängerzone hat. Hier wird schon für den Fasching geschmückt.
Zurück in Garachico verbringen wir den Rest des Tages zwischen den Lavafelsen am Meer.
Am Abend finden wir ein tolles Lokal mit Meerblick in dem Rudi seine Spanischkenntnisse beim jungen Personal gut anbringen und auffrischen kann. Die und wir haben viel Spaß zusammen. Wir essen mal wieder eine Paella, hinterher gibt's ein Dessert - Quesillo Canario - und dann bekommen wir noch einen leckeren canarischen Rumlikör (Ron miel) serviert.
Wir reservieren gleich wieder für morgen Abend.
12/02 - Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Garachico machen wir noch einen schönen Ausflug nach Punta de Teno, sozusagen das "Landsend" in diesem Teil von Teneriffa. Der Punkt war wohl so überlaufen, dass die enge, kurvenreiche Straße dorthin gesperrt wurde und nur noch die Linienbusse durchgelassen werden (tägl. von 10 - 19 Uhr). Von dort hat man einen Blick auf La Gomera.
Gleich hinter dem Meer ragen die Felsen bis Los Gigantes steil bergauf. Da ist das Wandern für uns mittlerweile zu anstrengend. Aber eine kleine Tour machen wir trotzdem. Nach 4 Stunden Aufenthalt geht's wieder zurück mit dem Bus.
Am Abend lassen wir uns heute mal eine Dorade mit Kartoffeln und Gemüse schmecken. Das ist wieder ausgesprochen lecker und reichlich.
13/02 - Heute geht's weiter an die südwestliche Küste. Hier ist wirklich Massentourismus. Zum Glück sind die Häuser hier überwiegend flach gehalten. Senioren gibt's hier nicht so viele, viele Familien mit Kindern toben sich am Strand aus. Irgendein Land hat immer Ferien.
Unser Appartement in einer größeren Anlage liegt im 1. Stock, ein großer Pool liegt mittendrin.
Aber erstmal geht's zum Strand. Hier gibt's tatsächlich Sandstrand! Der ist sehr fein und ein Mix zwischen hell und schwarz. Das Wasser hat eine schöne Temperatur zum schwimmen, das hat Rudi gleich ausprobiert.
14/02 - Für den ganzen Tag ist strahlender Sonnenschein angesagt. Am Vormittag bummeln wir durch den Ort und finden zum Schluss einen schönen versteckten Laden mit Obst und Gemüse, wo wir uns erstmal eindecken. Den Nachmittag verbringen wir dann am Strand. Es sind sogar ein paar Wellen da und so macht das Baden auch Spaß.
15/02 - La Caleta liegt 5 km entfernt und hier ist längst nicht mehr so viel Trubel wie bei uns.
In Richtung Norden beginnt ein schöner abwechslungsreicher Küstenwanderweg. Es ist schon erstaunlich, wie viele diesen steinigen Weg mit Sandalen oder Flip Flops laufen.
Heute ist es sehr windig, dementsprechend hoch sind auch die Wellen. Die Flut ist auch in Anmarsch, die Strände sind nur noch sehr schmal.

Am Abend spazieren wir an der langen Promenade entlang und hören eigentlich nur englische Stimmen. Der Ort und die gesamte Südküste scheinen fest in britischen Händen zu sein. Überall gibt's Essen, Trinken und Musik und alles ist gut besucht.
Auch in unserer Anlage sind fast ausschließlich Briten. Auch das spanische Personal spricht fast nur Englisch, spanisch hören wir kaum.
16/02 - Nach der gestrigen Küstenwanderung legen wir heute mal einen faulen Strandtag ein. Das Wetter ist prima, die Sonne scheint und es gibt nur wenig Wind. Das Meer tobt aber heute ganz schön. Es rollen riesige Wellen auf den Strand zu. Das macht viel Spaß darin herumzutoben. Sogar Bine traut sich heute in die Wellen!
17/02 - Die Hauptroute des Barranco del Infierno beginnt 350 m über der Küste von Adeje, an einem Ort, der einen natürlichen Balkon darstellt.
Das besondere Naturschutzgebiet beschränkt den Zugang auf 20 Personen jede halbe Stunde, um die lokale Flora und Fauna zu erhalten. Man sollte sich vorher auf der Website ein Zeitfenster aussuchen und 13€ pro Person bezahlen. Ein Helm muss die ganze Zeit getragen werden. Hier gibt's einige Regeln zu beachten, z. B. muss man sich namentlich in eine Liste eintragen und sogar die Nummer des Personalausweises eintragen sowie natürlich unterschreiben, dass man alle Vorschriften gelesen hat und einhält. Dann kann es endlich losgehen.
Der Weg ist durchaus anstrengend und recht anspruchsvoll und holprig. Ständig geht es entweder bergauf oder bergab auf steinigem Untergrund (überwiegend Natur-Treppe). Am Wegesrand ist es überraschend grün, da hier der einzige Bach fließt, der auf Teneriffa das ganze Jahr über Wasser führt. Zwei Stunden brauchen wir für den Hinweg zum kleinen Wasserfall. Da es kein Rundweg ist, müssen wir den gleichen Weg zurückgehen. Die grandiose Landschaft lockt immer wieder zum Anhalten und fotografieren. Nach gut dreieinhalb Stunden sind wir am Ziel und tatsächlich etwas geschafft. Die Knie lassen grüßen!
18/02 - Für heute ist Sturm angekündigt. Böen bis 50 km/h aus Westen bringen hohe Wellen mit. Wir laufen auf der langen Promenade mal in Richtung Norden. Die ersten Strandabschnitte zeigen schon die rote Flagge. Gegen Mittag legen wir uns an "unseren Strand", der zeigt noch die gelbe Flagge. Rudi muss natürlich gleich rein und hat viel Spaß in den hohen Wellen.
Der Wind lässt nicht nach und wir gehen hoch in unsere Anlage an den Pool.
Am letzten Abend bestellen wir uns nochmals Tapas und genießen den Sonnenuntergang am Strand. Bei milden Temperaturen sitzen wir noch lange draußen.
19/02 - 6:45 Uhr klingelt der Wecker. Um 8 Uhr verlassen wir die Wohnung. Wir haben noch viel Zeit und laufen den 1 km zum Busbahnhof zu Fuß. Milde 20 Grad sind es schon.
Alle 30 Minuten fährt von hier ein Bus zum Flughafen. Wir sind einige der ersten die einsteigen. Der Bus ist in Los Cristianos so voll, dass einige nicht mehr mitgenommen werden. Für uns klappt alles sehr gut.
Der Flug geht um 12:10 Uhr. Nachdem die Koffer aufgegeben sind, verbringen wir solange es geht, die Zeit draußen in der Sonne ☀️.
5 Stunden fliegen wir bis Hannover und kommen wieder bei frostigen 3 Grad minus an. Schnell sind wir mit der S-Bahn und Zug wieder Zuhause.